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Geschäftsbericht 2025

Neue Wege gehen.

Geschäftsbericht 2025

Nachhaltigkeitsbericht – Informationen zu sozialen Aspekten

Verbraucher und Endnutzer (ESRS S4)

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf Verbraucher und Endnutzer

Continental hat ihre tatsächlichen und potenziellen negativen und positiven Auswirkungen sowie abstrakte und konkrete Risiken und Chancen in Bezug auf Verbraucher und Endnutzer gemäß den regulatorischen Anforderungen bewertet, wie im Kapitel Allgemeine Angaben (ESRS 2) beschrieben. Die allgemeinen Angaben umfassen einen Überblick über die Bewertung aller ermittelten Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks and Opportunities, IROs) einschließlich der betrachteten Zeithorizonte.

In dieser IRO-Bewertung (IRO-Assessment) wurden die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern ermittelt. Sie wurden zum leichteren Verständnis und für eine bessere Lesbarkeit in folgende IRO-Cluster gruppiert:

  • Technische (produktbezogene) Compliance
  • Sichere Mobilität

Die Beschreibungen der potenziellen negativen Auswirkungen und abstrakten Risiken erfolgen aus einer geschäftsinhärenten Perspektive. Sie benennen allgemeine Auswirkungspotenziale und Risikoexpositionen basierend auf strukturellen Aspekten wie der Geschäftstätigkeit, geografischen Aspekten, dem Geschäftsmodell oder Produktcharakteristika. Dabei ist die Mitigation durch den im jeweiligen IRO-Cluster beschriebenen Managementansatz von Continental nicht berücksichtigt. Tatsächliche negative Auswirkungen, konkrete Risiken, positive Auswirkungen sowie Chancen werden aus der unternehmensspezifischen Perspektive beschrieben und berücksichtigen die Ergebnisse der Managementansätze. Eine ausführliche Definition der IRO-Typen ist im Kapitel Allgemeine Angaben (ESRS 2) in den Abschnitten Wesentlichkeit der Auswirkungen (Impact Materiality) und Finanzielle Wesentlichkeit (Financial Materiality) zu finden.

Die Beschreibungen der IROs sind jeweils für sich abgeschlossen zu betrachten, wodurch es zu Wiederholungen kommen kann.

Auf den folgenden Seiten werden die IROs der jeweiligen IRO-Cluster detailliert beschrieben. Zudem wird der für das jeweilige IRO-Cluster entwickelte Managementansatz dargestellt, der die beschriebenen Auswirkungen, Risiken und Chancen steuert. Zugleich werden dazugehörige Ziele, Maßnahmen und Kennzahlen erläutert (sofern vorhanden).

Technische (produktbezogene) Compliance

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im IRO-Cluster technische (produktbezogene) Compliance

ID

Kurzbeschreibung

Art des IROs

Primärer
Zeithorizont

Erläuterung

62

Negative Auswirkungen auf die persönliche Sicherheit der Verbraucher

Potenzielle negative Auswirkung

Kurzfristig

Continentals Portfolio umfasst Produkte, die relevant für die Sicherheit ihrer Nutzer sind. Dazu zählen Reifen aber auch weitere sicherheitsrelevante Komponenten wie beispielsweise Luftfedern und industrielle Hochdruckschläuche, die in Fahrzeugen oder Maschinen verbaut werden. Daraus ergibt sich ein portfolioinhärentes wesentliches Potenzial für negative Auswirkungen auf die persönliche Sicherheit von Konsumenten und Endnutzern, sollte es zu Fehlfunktionen oder Ausfällen kommen.

63

Umsatzeinbußen im Zusammenhang mit Produktsicherheit

Abstraktes
Risiko

Mittelfristig

Continentals Portfolio umfasst Produkte, die relevant für die Sicherheit ihrer Nutzer sind. Sicherheit stellt daher ein zentrales Kriterium für Kaufentscheidungen dar und ist Gegenstand produktspezifischer Regulatorik und Marktanforderungen. Daraus ergibt sich eine portfolio- und industrieinhärente Exposition gegenüber Veränderungen im regulatorischen Umfeld und in Marktanforderungen. Im Fall, dass sich wesentliche Entwicklungen in Bezug auf sicherheitsrelevante Kriterien schneller entwickeln, als die entsprechenden Produkte angepasst werden, könnte dies die Marktpositionierung beeinträchtigen und zu Umsatzeinbußen in den betroffenen Produktsegmenten führen.

64

Sanktionen im Zusammenhang mit Vorfällen im Bereich der Produktsicherheit

Abstraktes
Risiko

Mittelfristig

Continentals Portfolio umfasst Produkte, die relevant für die Sicherheit ihrer Nutzer sind. Sicherheit stellt daher ein zentrales Kriterium für Kaufentscheidungen dar und ist Gegenstand produktspezifischer Regulatorik und Marktanforderungen. Daraus ergibt sich eine portfolio- und industrieinhärente Exposition gegenüber möglichen Effekten, die sich aus dem bestehenden regulatorischen Umfeld und Marktanforderungen, sowie aus wesentlichen Verschärfungen oder neuen Anforderungen, ergeben können. Im Fall, dass in Bezug auf die Sicherheit von Konsumenten und Endnutzern schwere Vorfälle auftreten würden, könnte dies im Rahmen geltender oder verschärfter Regulatorik sowie vertraglicher Anforderungen zu Straf- und Bußgeldzahlungen, Abhilfekosten oder einer vorübergehenden Unterbrechung des jeweiligen Geschäftsbetriebs führen.

Managementansatz für technische (produktbezogene) Compliance

Continental ist davon überzeugt, dass globale Mobilität und die Industrie für die Menschen sicher sein müssen und bietet daher zuverlässige und sichere Reifen- und Industrielösungen. Hierfür ist die technische (produktbezogene) Compliance wichtig. Diese bedeutet, dass Produkte (System, Hardware, Software und/oder Dienstleistungen) die an sie gestellten Vorgaben einhalten und den geltenden verbindlichen Produktanforderungen entsprechen. Verpflichtungen zu technischer Compliance sind in der Regel in gesetzlichen technischen Vorschriften, externen Normen (national/international), geltenden internen Regeln und vertraglich vereinbarten technischen Kundenanforderungen sowie in den extern kommunizierten produktbezogenen Selbstverpflichtungen von Continental definiert.

Hauptziel des Managementansatzes von Continental für die technische Compliance ist es, die technische Compliance unserer Produkte einschließlich Systemen, Hardware, Software und/oder Dienstleistungen zu gewährleisten. Hierfür werden fünf Kategorien der technischen Compliance betrachtet:

  • Produktsicherheit,
  • Produktkonformität,
  • produktbezogener Umweltschutz,
  • Cybersicherheit und Datenschutz von Produkten sowie
  • geistiges Eigentum in Verbindung mit Produkten.

Gleichzeitig zielt der Managementansatz darauf ab, Continental und ihre Mitarbeitenden vor möglichen negativen Konsequenzen und Risiken, insbesondere in Bezug auf Produktsicherheit, zu schützen, die eine Abweichung von der technischen Compliance mit sich bringen kann. Um die technische Compliance in allen fünf Kategorien zu gewährleisten, hat Continental ein technisches Compliance-Managementsystem (tCMS) als verbindliches Regelwerk in das Managementsystem von Continental integriert.

Der Managementansatz umfasst den Continental-Konzern weltweit sowie den gesamten Produktlebenszyklus und alle damit verbundenen Funktionen. Er umfasst dadurch auch alle Produkte und Dienstleistungen von Continental und damit indirekt alle Verbraucher und Endnutzer dieser Produkte und Dienstleistungen.

Die Governance und die Verantwortlichkeiten von Continental für technische Compliance folgen einem Ansatz mit drei Linien. Innerhalb der ersten Linie liegt die Verantwortung für die Umsetzung bei den operativen Funktionen auf Ebene der Unternehmensbereiche, Geschäftsfelder, Rechtseinheiten, Werke und sonstigen Standorte. Diese operativen Funktionen umfassen u. a. Forschung und Entwicklung (F&E), Engineering, Vertrieb, Einkauf, Fertigung, Kundendienst und Marketing. In der zweiten Linie wird das Governance-Regelwerk festgelegt und die operative Aufsicht von technischen Compliance-Funktionen und -Rollen, z. B. innerhalb von Qualität, Intellectual Property und F&E, ausgeübt. Die unabhängige interne Revision ist die dritte Linie. Der Managementansatz wird vom Vorstand überwacht. Jede Linie führt spezifische Aufgaben aus, hat ausdrückliche Zuständigkeiten und ist verschiedenen Bereichen innerhalb der Organisation zugeordnet. Die Unabhängigkeit als zentrale Anforderung wird zwischen den einzelnen Linien durch eine organisatorische Trennung gewährleistet.

Das tCMS innerhalb von Continental umfasst eine Vielzahl von Prozessen, die die technische Compliance (tC) betreffen:

  • tC-Fallmanagement, das sich mit dem Management von tC-Problemen befasst, die auftreten, wenn sich das Produkt im Feld, d. h. schon in der Nutzung, befindet oder nicht mehr unter der Managementkontrolle von Continental steht. Es umfasst die Erkennung von tC-Problemen, ihre Erstbewertung, ihre Analyse, die Mitigation von Problemen, die Verhinderung eines erneuten Auftretens, das Schließen von Problemfällen, gewonnene Erkenntnisse (Lessons Learned) und ein Audit nach Abschluss der Arbeiten.
  • tC-Clearing-Management, das sich mit dem Management von tC-Problemen befasst, die auftreten, bevor sich das Produkt im Feld befindet oder während es noch unter der Managementkontrolle von Continental steht.
  • Identifizierung und Umsetzung von tC-Verpflichtungen als ein definierter Prozess zur Identifizierung unserer technischen Compliance-Verpflichtungen, d. h. verbindlicher Anforderungen an die Produkte und Dienstleistungen von Continental, und die Bereitstellung dieser Anforderungen in nachvollziehbarer Form zur Umsetzung.
  • tC-Risikomanagement zur Ermittlung von tC-Risiken und zur Sicherstellung ihres Managements und ihrer Überwachung während des gesamten Produktlebenszyklus.
  • tC-Business-Partner-Integrity-Management zur Sicherstellung der technischen Compliance von Lieferanten, anderen Drittanbietern sowie Minderheitsbeteiligungen der Continental einschließlich assoziierter Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen ohne Beherrschung, die Materialien oder Komponenten liefern, die in Continental-Produkte einfließen, und Anbietern von Waren und Dienstleistungen.
  • tCMS-Überwachung und -Berichtswesen, um sicherzustellen, dass das tCMS in angemessener Weise überwacht wird und dass tC-bezogene Informationen gesammelt, dokumentiert, kommuniziert und den relevanten Interessenträgern auf jeder Organisationsebene zur Verfügung gestellt werden.

Die Implementierung des tCMS wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem Konzern, allen Unternehmensbereichen, Geschäftsfeldern, Segmenten, Funktionen und Regionen im Berichtsjahr abgeschlossen. Es wird seitdem im Regelbetrieb konzernweit betrieben. Zentrale tCMS-Teams sorgen dafür, dass alle Kategorien und Aspekte abgedeckt und Synergien realisiert werden.

Die Kennzahlen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern „Zertifizierungen für Qualitätsmanagementsysteme (ISO 9001 oder vergleichbar), Abdeckungsgrad Beschäftigte“ und „Anzahl neuer Feldqualitätsereignisse” verfolgen die Bemühungen von Continental um die Einhaltung technischer und produktbezogener Compliance.

Der Vorstand von Continental wird im Rahmen der jährlich stattfindenden Reviewprozesse über den aktuellen Status des tCMS informiert und befindet über die Angemessenheit sowie das Verbesserungspotenzial des Systems. Zudem ist das tCMS auch Bestandteil des übergeordneten internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des Compliance-Managementsystems von Continental.

Das tCMS ist in einem eigenen internen Regelwerk dokumentiert. Zusätzliche interne Regeln, die für die technische Compliance relevant sind, betreffen insbesondere spezifische Konstruktionsnormen und Prüfverfahren.

Das tCMS ist auf der Grundlage von Branchenstandards wie dem IDW-Prüfungsstandard 980 und der ISO 37301 entwickelt worden. Die technischen Compliance-Standards von Continental konzentrieren sich auf die Einhaltung gesetzlicher technischer Vorschriften (Legal Technical Regulations, LTRs) und die anwendbaren nationalen und internationalen Standards (NIS) in Bezug auf Produktsicherheit, Produktkonformität, produktbezogenen Umweltschutz, Cybersicherheit und Datenschutz von Produkten sowie geistiges Eigentum in Verbindung mit Produkten. Darüber hinaus berücksichtigen die Standards auch vertraglich vereinbarte technische Kundenanforderungen im Hinblick auf für unsere Kunden relevante gesetzliche technische Vorschriften, geltende externe Normen und deren interne Regeln als verbindliche Produktanforderungen. Dazu gehören beispielsweise eine spezifische Produktzertifizierung und Material- oder Emissionsgrenzwerte, die sich auf das gesamte System, z. B. ein komplettes Fahrzeug, beziehen.

Im Umfeld der technischen Compliance werden die Interessen der Stakeholder größtenteils indirekt durch die umfassenden regulatorischen und normativen Vorgaben abgedeckt. Dies umfasst auch die Interessen von Verbrauchern und Endnutzern. Die Verbraucher oder Endnutzer der Produkte und Dienstleistungen von Continental sind in der Regel solche, die Fahrzeuge mit Reifen oder anderen Komponenten und Systemen von Continental nutzen. Zudem gibt es in der industriellen Anwendungsumgebung verschiedene Arten von Industriearbeitskräften, die direkt oder indirekt Nutzer von industriellen Anwendungen sind, die Komponenten und Systeme von Continental enthalten. Die wichtigsten direkten Stakeholder von Continental in Bezug auf technische Compliance sind entsprechend der Rolle von Continental als Zulieferer allerdings Fahrzeughersteller, Reifenhändler und industrielle Kunden sowie Behörden. Ein enger Dialog mit diesen Stakeholdern ist ein Kernelement des Managementansatzes.

Continental kommuniziert ihren Managementansatz extern und intern. Die zuständigen Mitarbeitenden werden in technischer Compliance geschult. Zudem gibt es zahlreiche weitere Kommunikationsformate zur Förderung des Managementansatzes, wie z. B. Open Calls.

Kennzahlen in Bezug auf technische (produktbezogene) Compliance

Im Berichtsjahr wurde die Zertifizierung von Werken von Continental hinsichtlich eingeführter Qualitätsmanagementsysteme (ISO 9001 oder vergleichbar) fortgeführt. Der Abdeckungsgrad der Beschäftigten erreichte per Jahresende einen Wert von 76 % (Vj. 85 %). Die wesentliche Ursache für den Rückgang war die Abspaltung der ehemaligen Unternehmensbereiche Automotive und Contract Manufacturing.

Die Anzahl neuer Feldqualitätsereignisse sank im Berichtsjahr leicht unter den Vorjahreswert. Der entlastende Effekt aus der Abspaltung der ehemaligen Unternehmensbereiche Automotive und Contract Manufacturing wurde durch einen Anstieg der Feldqualitätsereignisse in den Unternehmensbereichen Tires und ContiTech nahezu ausgeglichen.

Kennzahlen in Bezug auf technische (produktbezogene) Compliance

2025

2024

Zertifizierungen für Qualitätsmanagementsysteme (ISO 9001 oder vergleichbar), Abdeckungsgrad Beschäftigte (zum 31.12.), in %

76

85

Anzahl neuer Feldqualitätsereignisse (zum 31.12.)

16

17

Definitionen, Annahmen und Berechnungsmethoden:
Zertifizierungen für Qualitätsmanagementsysteme (ISO 9001 oder vergleichbar)

  • Gezählt werden die Mitarbeitenden des Continental-Konzerns mit einem gültigen und aktiven Arbeitsvertrag sowie andere Beschäftigte per 31.12. des jeweiligen Berichtjahres. Praktikanten und Auszubildende sind nicht berücksichtigt.
  • Berücksichtigt werden zum 31.12. des jeweiligen Berichtsjahres gültige Zertifikate und abgeschlossene Rezertifizierungen.
  • Die Datenerhebung erfolgt durch die Standorte. Der geringe Teil von Mitarbeitenden, die nicht zugeordnet werden konnten, wird als nicht abgedeckt betrachtet. Die Kennzahl errechnet sich aus dem Verhältnis der eigenen Belegschaft, die an einem zertifizierten Standort arbeitet, zu der Gesamtzahl der eigenen Belegschaft von Continental.
  • Diese Kennzahl ist unternehmensspezifisch.

Neue Feldqualitätsereignisse

  • Ein Feldqualitätsereignis wird als eine risikominimierende Maßnahme definiert, die von Continental, einem Kunden und/oder einer Behörde aufgrund eines sicherheitsrelevanten Mangels und/oder der Nichteinhaltung von Vorschriften eingeleitet wird.
  • Da das entsprechende Produkt meist schon in der Nutzung durch Endkunden ist, wird im Fachjargon davon gesprochen, dass es bereits „im Feld“ ist.
  • Diese Kennzahl ist unternehmensspezifisch.

Sichere Mobilität

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im IRO-Cluster sichere Mobilität

ID

Kurzbeschreibung

Art des IROs

Primärer
Zeithorizont

Erläuterung

65

Positive Auswirkungen auf die persönliche Sicherheit der Verbraucher

Tatsächliche und potenzielle positive Auswirkung

Kurzfristig

Das Portfolio von Continental umfasst zahlreiche Produkte, die aktiv zur Sicherheit von Mobilität und in unterschiedlichen Industrien beitragen und somit eine positive Auswirkung auf die persönliche Sicherheit von Verbrauchern und Endnutzern haben können, indem sie beispielsweise Überhitzung, Instabilität oder Leckagen verhindern. Durch die im Marktvergleich überdurchschnittliche Performance von Reifen von Continental in sicherheitsrelevanten Kriterien, beispielsweise in Bezug auf Nassbremsen, ergibt sich zudem eine tatsächliche positive Auswirkung.

Managementansatz für sichere Mobilität

Continental ist davon überzeugt, dass globale Mobilität und die Industrie für die Menschen sicher sein müssen. Hierfür bieten wir zuverlässige und sichere Reifen- und Industrielösungen, um Unfälle zu vermeiden. Dieser Anspruch ist tief in der Unternehmenskultur verwurzelt und spiegelt sich im Portfolio sicherheitsrelevanter Produkte (insbesondere Reifen, Reifendruckkontrollsysteme sowie Dichtungs- und Federungskomponenten) wider. Die identifizierte wesentliche positive Auswirkung bezieht sich auf die Relevanz dieser Produkte von Continental für die persönliche Sicherheit von Verbrauchern und Endnutzern während der Fahrt oder in anderen Verkehrssituationen. Der Fokus des Managementansatzes von Continental in Bezug auf sichere Mobilität liegt daher auf der Entwicklung und Bereitstellung von sicherheitsrelevanten Produkten, die aktiv zur Sicherheit in unterschiedlichen Mobilitäts- und Infrastrukturbereichen sowie Industrien beitragen.

Der Managementansatz deckt grundsätzlich das gesamte Portfolio von Continental ab, ist aber speziell auf die sicherheitsrelevanten Produkte ausgerichtet. Er konzentriert sich nicht auf eine bestimmte Gruppe, sondern umfasst alle Verbraucher- bzw. Endnutzergruppen.

Zu den sicherheitsrelevanten Produkten zählen vor allem folgende:

  • Reifen sind der einzige Kontaktpunkt zwischen einem Fahrzeug und der Straße. In einer kritischen Situation entscheidet insbesondere der Reifen darüber, ob das Fahrzeug rechtzeitig zum Stehen kommt oder in einer Kurve sicher auf Kurs bleibt. Die Leistung eines Reifens hängt daher unmittelbar mit dem Bremsverhalten zusammen. Reifendruckkontrollsysteme überwachen dabei kontinuierlich den Luftdruck und steigern dadurch Sicherheit und Effizienz des Reifens.
  • Der Unternehmensbereich ContiTech entwickelt und liefert eine Reihe von Dichtungs- und Federungskomponenten für hydraulische, pneumatische und elektronische Bremssysteme. Da sie in einem sicherheitsrelevanten System eingesetzt werden, sind sie für die Funktionssicherheit eines Fahrzeugs unerlässlich.

Die Handhabung und Anpassung des jeweiligen Produktportfolios wird von der zuständigen Geschäftseinheit gesteuert. Die Überwachung der Wirksamkeit des Portfoliomanagements erfolgt durch die Gremien der Unternehmensbereiche und den Vorstand, beispielsweise im Rahmen des Strategieprozesses. Das Management der wesentlichen Prozesse wird von den jeweiligen Abteilungen innerhalb der Geschäftsbereiche übernommen, z. B. Forschung und Entwicklung (F&E), Produktdesign, Lieferkettenmanagement sowie Einkauf, und von den Nachhaltigkeitsabteilungen unterstützt.

Die Prozesse zu sicherer Mobilität umfassen innerhalb der Unternehmensbereiche von Continental insbesondere F&E-Aktivitäten, einen engen Dialog mit den Kunden (insbesondere mit Fahrzeugherstellern bereits ab Beginn der Entwicklung eines neuen Reifens), ein aktives Portfoliomanagement und die Marktbeobachtung. Zu den F&E-Aktivitäten gehören auch ausgiebige Sicherheits- und Belastungstests neuer Produkte auf unseren Testanlagen sowie auf eigenen und fremden Teststrecken. Daneben erforscht und entwickelt Continental auch neue Materialien und Technologien für eine sichere Mobilität. Zu den Produktentwicklungsprozessen gehört auch die Arbeit an der wirtschaftlichen Machbarkeit, der Marktreife und der Skalierung solcher Lösungen. Continental arbeitet dabei mit Kunden, Lieferanten und anderen Institutionen, wie z. B. Universitäten, zusammen.

Elemente des Managementansatzes sind in entsprechenden internen Regeln und Rahmenwerken festgehalten.

Der Managementansatz für sichere Mobilität folgt nicht direkt externen Normen. Er ist jedoch eng mit dem Managementansatz für technische (produktbezogene) Compliance verknüpft, z. B. in Bezug auf Reifenlabel, die Verbraucher und Endnutzer über Eigenschaften eines Reifens wie Rollwiderstand, Nassbremseigenschaft und Außenfahrgeräusch informieren.

Verbraucher oder Endnutzer der Produkte und Dienstleistungen von Continental sind in der Regel solche, die Fahrzeuge mit Reifen oder anderen Komponenten und Systemen von Continental nutzen. Die Interessen der Verbraucher und Endnutzer sind die wichtigsten Triebkräfte für Continentals Managementansatz. Ihre Wünsche und Bedenken hinsichtlich persönlicher Sicherheit, Zuverlässigkeit, Komfort und Bequemlichkeit oder Kosteneffizienz sind nicht nur für das Unternehmen selbst, sondern auch für dessen Geschäftspartner relevant.

Der Dialog mit den Verbrauchern und ihren Vertretern findet in verschiedenen Formaten statt, darunter direkter Kontakt im Filialgeschäft in den eigenen Reifenhandelsaktivitäten, regelmäßige Umfragen und Messen. Das Verständnis dieser Interessen hilft Continental dabei, Produkte und Systeme zu entwickeln und zu vermarkten, die den Bedürfnissen und Erwartungen der Verbraucher und Endnutzer entsprechen. Außerdem stehen die Hinweiskanäle von Continental, wie die Integrity-Hotline, auch Verbrauchern und Endnutzern offen.

Continental kommuniziert aktiv über sichere Mobilität in verschiedenen Formaten wie z. B. über soziale Medien, auch im Stil der öffentlichen Interessenvertretung, um das Bewusstsein für sichere Mobilität zu verbessern. Auch das interne Engagement umfasst eine Vielzahl von Formaten.