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Geschäftsbericht 2025

Neue Wege gehen.

Geschäftsbericht 2025

Nachhaltigkecht – Umweltinformationen

Klimawandel (ESRS E1)

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf den Klimawandel

Continental hat ihre tatsächlichen und potenziellen negativen und positiven Auswirkungen sowie abstrakte und konkrete Risiken und Chancen in Bezug auf den Klimawandel gemäß den regulatorischen Anforderungen bewertet, wie im Kapitel Allgemeine Angaben (ESRS 2) beschrieben. Die allgemeinen Angaben umfassen einen Überblick über die Bewertung aller ermittelten Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks and Opportunities, IROs) einschließlich der betrachteten Zeithorizonte.

In dieser IRO-Bewertung (IRO-Assessment) wurden die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf den Klimawandel ermittelt. Sie wurden zum leichteren Verständnis und für eine bessere Lesbarkeit in folgende IRO-Cluster gruppiert:

  • Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen
  • Scope‑3-Emissionen, Resilienz und Transformation der Wertschöpfungskette
  • Anpassung an den Klimawandel

Gegenüber dem Vorjahr umfasst das IRO-Cluster Scope‑3-Emissionen, Resilienz und Transformation der Wertschöpfungskette nun auch die IROs zu Resilienz und Transformation der Lieferkette.

Die Beschreibungen der potenziellen negativen Auswirkungen und abstrakten Risiken erfolgen aus einer geschäftsinhärenten Perspektive. Sie benennen allgemeine Auswirkungspotenziale und Risikoexpositionen basierend auf strukturellen Aspekten wie der Geschäftstätigkeit, geografischen Aspekten, dem Geschäftsmodell oder Produktcharakteristika. Dabei ist die Mitigation durch den im jeweiligen IRO-Cluster beschriebenen Managementansatz von Continental nicht berücksichtigt. Tatsächliche negative Auswirkungen, konkrete Risiken, positive Auswirkungen sowie Chancen werden aus der unternehmensspezifischen Perspektive beschrieben und berücksichtigen die Ergebnisse der Managementansätze. Eine ausführliche Definition der IRO-Typen ist im Kapitel Allgemeine Angaben (ESRS 2) in den Abschnitten Wesentlichkeit der Auswirkungen (Impact Materiality) und Finanzielle Wesentlichkeit (Financial Materiality) zu finden.

Die Beschreibungen der IROs sind jeweils für sich abgeschlossen zu betrachten, wodurch es zu Wiederholungen kommen kann.

Auf den folgenden Seiten werden die IROs der jeweiligen IRO-Cluster detailliert beschrieben. Zudem wird der für das jeweilige IRO-Cluster entwickelte Managementansatz dargestellt, der die beschriebenen Auswirkungen, Risiken und Chancen steuert. Zugleich werden dazugehörige Ziele, Maßnahmen und Kennzahlen erläutert (sofern vorhanden).

Die Risiken 11, 12 und 13 stellen klimabezogene physische Risiken dar. Bei den übrigen festgestellten Risiken handelt es sich um Übergangsrisiken.

Managementansätze für Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, Energieeffizienz und erneuerbare Energien

In Bezug auf den Klimawandel hat Continental Managementansätze implementiert, die folgende IRO-Cluster umfassen:

  • Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen,
  • Scope‑3-Emissionen, Resilienz und Transformation der Wertschöpfungskette,
  • Anpassung an den Klimawandel.

Die folgende Tabelle zeigt, welche Themenbereiche des ESRS E1‑2 von den spezifischen Managementansätzen adressiert werden.

 

IRO-Cluster

 

Scope‑1- und
Scope‑2-Emissionen

Scope‑3-Emissionen, Resilienz und Transformation der Wertschöpfungskette

Anpassung an den Klimawandel

Klimaschutz

X

X

 

Anpassung an den Klimawandel

 

 

X

Energieeffizienz

X

X

 

Einsatz erneuerbarer Energien

X

X

 

Continental hat keine weiteren Managementansätze zu sonstigen Aspekten des Klimawandels implementiert. Auf den folgenden Seiten werden die IROs der jeweiligen IRO-Cluster detailliert beschrieben.

Zudem wird der für das jeweilige IRO-Cluster entwickelte Managementansatz dargestellt, der die beschriebenen Auswirkungen, Risiken und Chancen steuert. Zugleich werden dazugehörige Ziele, Maßnahmen und Kennzahlen erläutert (sofern vorhanden).

Scope-1- und Scope-2-Emissionen

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im IRO-Cluster Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen

ID

Kurzbeschreibung

Art des IROs

Primärer
Zeithorizont

Erläuterung

1

Scope 1 und Scope 2: Eigene Emissionen

Potenzielle negative Auswirkung

Kurzfristig

Continental betreibt eine Vielzahl industrieller Produktionsprozesse wie Vulkanisation, Mischen und Extrusion, die prozess- und industrieinhärent einen hohen Energiebedarf mit sich bringen. Daraus können sich, abhängig von den eingesetzten Energieträgern, wesentliche potenzielle negative Auswirkungen durch Treibhausgasemissionen der eigenen Produktionsprozesse ergeben.

2

Wertverlust der Vermögenswerte aufgrund von Klimaschutzvorschriften (1,5°C-Szenario ohne Überschreitung)

Abstraktes
Risiko

Mittelfristig

Continental betreibt eine Vielzahl industrieller Produktionsprozesse in verschiedenen Standorten und Märkten. Daraus ergibt sich eine inhärente Risikoexposition gegenüber regulatorischen Entwicklungen und Marktdynamiken, die diese Standorte direkt sowie indirekt über das Portfolio betreffen. In einem gemäß ESRS zu analysierenden Szenario höchst ambitionierter Regulatorik, die keine oder nur eine begrenzte Überschreitung eines Temperaturanstiegs von 1,5°C zulässt, könnte die regulatorisch geforderte Geschwindigkeit zur Dekarbonisierung deutlich über dem Anpassungstempo der Branchen allgemein sowie der Standorte von Continental liegen. Dies könnte die Werthaltigkeit der zugehörigen Vermögenswerte beeinträchtigen.

3

Höhere Betriebskosten/Investitionen im Zusammenhang mit Klimaschutz
(1,5°C-Szenario ohne Überschreitung)

Abstraktes
Risiko

Mittelfristig

Continental betreibt eine Vielzahl energieintensiver industrieller Produktionsprozesse wie Vulkanisation, Mischen und Extrusion. Daraus ergibt sich eine grundlegende Risikoexposition, die mit der Geschwindigkeit der Transformation in Bezug auf den Klimawandel verbunden ist. In einem gemäß ESRS zu analysierenden Szenario höchst ambitionierter Regulatorik, die keine oder nur eine begrenzte Überschreitung eines Temperaturanstiegs von 1,5°C zulässt, könnten sich die regulatorischen Anforderungen und Marktbedingungen sehr stark verschärfen. Dies könnte zu erheblichen Betriebskostensteigerungen und zusätzlichen Investitionen für die Emissionsreduktion von Prozessen führen.

Managementansatz für Scope-1- und Scope-2-Emissionen

Continental ist davon überzeugt, dass sich die Mobilität und die Weltwirtschaft hin zu Klimaneutralität wandeln müssen. Wir unterstützen die Grundsätze und Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens und bekennen uns in unserer Nachhaltigkeitsambition zur kontinuierlichen Umsetzung von Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen in unserem eigenen Geschäftsbereich (Scope 1 und 2). Zur Unterstützung dieser Ambition hat Continental einen Managementansatz implementiert, der die Minderung von negativen Umweltauswirkungen und -risiken in Bezug auf Scope‑1- bzw. Scope‑2-THG-Emissionen fokussiert. Darüber hinaus geht der Managementansatz auf die Minimierung von Scope‑1- und Scope‑2-bezogenen Übergangsrisiken ein.

Der Managementansatz Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen umfasst den gesamten Continental-Konzern und konzentriert sich insbesondere auf die Produktionsstätten, da diese im Vergleich zu anderen Standortarten besonders emissionsintensiv sind.

Die Verantwortung für die operative Umsetzung des Managementansatzes zur Verringerung der Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) liegt bei den jeweiligen Gesellschaften. Die Umsetzung wird durch die Manufacturing- und Operations-Funktionen der Unternehmensbereiche gesteuert, welche gemeinsam mit den jeweiligen Gesellschaften definierte Maßnahmen implementieren. Die Überwachung erfolgt in einem mehrstufigen Prozess u. a. durch die Umweltabteilungen, die Gremien der jeweiligen Unternehmensbereiche sowie das Sustainability Steering Committee.

Continental hat mehrere Prozesse etabliert, um kontinuierlich Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen zu reduzieren sowie einen Rahmen für konkrete quantifizierte Ziele und Maßnahmen zu schaffen.

Continental verfolgt ein THG-Reduktionsziel, das Scope‑1- und marktbasierte Scope‑2-THG-Emissionen in Bezug auf Produktion im Reifengeschäft umfasst. Der Fortschritt wird anhand regelmäßig berichteter Emissionswerte überwacht (siehe Abschnitt Ziele in Bezug auf Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen). Zum Prozess gehören dezidierte THG-Datenanalysen auf verschiedenen Organisationsebenen und – sofern notwendig – Aktualisierungen der angestrebten Zielpfade. Die Ergebnisse werden regelmäßig dem Sustainability Steering Committee sowie innerhalb der Unternehmensbereiche vorgestellt. Die THG-Emissionsdaten bilden die Grundlage für die Reduktionsmaßnahmen (siehe Abschnitt Kernmaßnahmen zur Erreichung des Ziels in Bezug auf Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen), die einen Rahmen zur Umsetzung der notwendigen Maßnahmen bieten und ausgehend von tatsächlichen Emissionswerten regelmäßig aktualisiert werden. Die kontinuierliche Kalibrierung der erforderlichen Hebel und standortspezifischen Maßnahmen zur Verfolgung des Zielpfads ist ein Schlüsselelement der Reduktionsmaßnahmen. Ein regelmäßiger Austausch über Best Practices, wie z. B. durch Funktionen wie Infrastructure oder Environment, unterstützt die Umsetzung technischer Lösungen und das entsprechende Programmmanagement innerhalb der Unternehmensbereiche von Continental.

Die Umsetzung des zielbezogenen Reduktionsplans wird darüber hinaus durch Maßnahmen zur Optimierung des Energieverbrauchs und der Energiekosten unterstützt. Dazu zählt auch die Ausweitung der Kapazitäten zur Eigenerzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen als Ersatz für den externen Einkauf von grünem Strom (siehe Abschnitt Kernmaßnahmen zur Erreichung des Ziels in Bezug auf Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen). Allgemeine Steigerungen der Energieeffizienz (etwa durch LED-Beleuchtung, neue Maschinen oder Vermeidung von Leckagen) sind Teil der kontinuierlichen Verbesserungsprozesse im Rahmen der lokalen Umwelt- und Energiemanagementsysteme.

Das identifizierte abstrakte Risiko einer Abwertung von eigenen Produktionsanlagen und Immobilien infolge von Klimaschutzvorschriften ist aber primär abhängig von der allgemeinen Transformation der Geschäftsmodelle des Unternehmens und hängt somit direkt mit dem beschriebenen Managementansatz zur Dekarbonisierung der eigenen Geschäftsprozesse sowie der Branchen insgesamt zusammen.

Das Regelwerk des Managementansatzes für Scope‑1- und ‑2-Emissionen bilden die internen Klimaschutzregeln sowie die Nachhaltigkeitsambition. Darüber hinaus gelten für Investitionen die allgemeinen Investitionsregeln des Konzerns.

Im Rahmen des Managementansatzes und der lokalen Managementsysteme kommen die Normen ISO 14001 (Umweltschutzmanagementsysteme) und ISO 50001 (Energiemanagementsysteme) zur Anwendung an den Standorten, wo umgesetzte Maßnahmen diese erfordern. Die Berechnung der THG-Emissionen und die Berichterstattung erfolgen nach den Standards des GHG Protocol. Darüber hinaus dienen mehrere Klimaschutzabkommen, wie z. B. das Pariser Klimaschutzabkommen, sowie die Regulatorik, etwa das EU-Emissionshandelssystem, als Referenz.

Der Managementansatz für Scope‑1- und Scope‑2- Emissionen berücksichtigt das weltweite Interesse unterschiedlicher Interessengruppen am Klimaschutz. Im Fokus stehen dabei die Erwartungen und Anforderungen von Investoren und Kunden, durch ihre Wertschöpfungsketten einen positiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Die interne Kommunikation des Managementansatzes erfolgt über verschiedene Formate und Veröffentlichungen im unternehmensweiten Intranet. Extern wird der Managementansatz über die Nachhaltigkeitsberichterstattung, Pressemitteilungen, Gespräche mit Kunden und Investoren sowie Messen kommuniziert.

Ziele in Bezug auf Scope-1- und Scope-2-Emissionen

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsambition hat Continental ein öffentliches Nachhaltigkeitsziel in Bezug auf den Klimawandel festgelegt, das eine Reduzierung der relativen Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Emissionen in Bezug auf die Produktion im Reifengeschäft bis 2035 auf eine Intensität von 0,13 Tonnen CO2-Äquivalente (t CO2e) pro Tonne Produktion vorsieht.

Als Zwischenziel gilt für das Jahr 2030, eine Reduktion der Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Emissionen auf eine Intensität von 0,17 t CO2e pro Tonne Produktion zu erreichen.

Im Zuge der umgesetzten und geplanten Organisationsveränderungen wurde im Jahr 2025 das im Vorjahr berichtete öffentliche Konzernnachhaltigkeitsziel (absolute Reduktion auf 0,5 Mio t CO2e bis 2035) an die neue Struktur angepasst und in ein Intensitätsziel für die Produktion des Reifengeschäfts umgewandelt. Innerhalb des Reifengeschäfts macht die Produktion den wesentlichen Teil der Emissionen aus.

Im Unternehmensbereich Tires wurde das vormalige Konzernziel für die interne Steuerung bereits in den Vorjahren mit den nun genutzten Zielwerten als internes Intensitätsziel für die Produktion operationalisiert. Dieser Zielwert wird nun auch extern berichtet als öffentliches Nachhaltigkeitsziel. Die Wahl eines Intensitätsziels ermöglicht eine bessere interne Steuerung, erhöht die Resilienz gegenüber Veränderungen der Produktionsvolumina und der Werksstruktur und liefert sowohl für Investoren als auch für Kunden im Wettbewerb vergleichbarere Informationen. Daher wird das bisher berichtete öffentliche Konzernnachhaltigkeitsziel zu absoluten Reduktionen als Konzernnachhaltigkeitsziel für die Intensität der Reifenproduktion fortgeführt und entsprechend berichtet.

Über weitere spezifische Ziele in Bezug auf Treibhausgasemissionen beispielsweise für das Industriegeschäft von ContiTech wird nach der Umsetzung der geplanten Organisationsveränderungen durch die jeweiligen Organisationen entschieden.

Sowohl das Hauptziel als auch das Zwischenziel sind Intensitätsziele. Umgerechnet in absolute Werte entspricht dies aus heutiger Sicht ohne Berücksichtigung möglicher Veränderungen beispielsweise des Produktionsvolumens einer Reduktion auf unter 0,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (Mio t CO2e) im Jahr 2035 bzw. unter 0,4 Mio t CO2e im Jahr 2030.

Die als Ziel formalisierte Verpflichtung zur Verringerung der relativen Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Emissionen in Bezug auf die Produktion ist ein zentrales Element des entsprechenden Managementansatzes zu Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen sowie der nachfolgenden Kernmaßnahmen. Der Übergang zu diesem Ziel und letztendlich dessen Erreichung ermöglichen es Continental, negative Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit Scope‑1- und Scope‑2-THG-Emissionen zu mindern.

Das Ziel umfasst die kombinierten Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Emissionen. Der Zielwert wurde in Übereinstimmung mit den Leitlinien des GHG Protocol zur Berechnung von Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Emissionen festgelegt und umfasst die in der Kennzahl „Kombinierte eigene Scope‑1- und marktbasierte Scope‑ 2-THG-Emissionen (konzernweit)“ beschriebenen Treibhausgase. Folglich entsprechen die durch das Ziel abgedeckten und die in den Kennzahlen berücksichtigten Treibhausgase dem Treibhausgasinventar.

Bezogen auf die Gesamtmenge der für 2025 berichteten Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-Emissionen werden durch das Ziel knapp unter 60 % des Treibhausgasinventars abgedeckt.

Ohne Berücksichtigung des Unternehmensbereichs ContiTech liegt die Abdeckung bei mehr als 90 %.

Der Geltungsbereich für das Haupt- und das Zwischenziel erstreckt sich auf die Produktion im eigenen Geschäftsbereich des Reifengeschäfts.

Das Basisjahr des Ziels ist auch nach den strukturell erforderlichen Anpassungen im Jahr 2025 weiterhin das Jahr 2019. Dabei musste der Basisjahreswert des Ziels aufgrund der oben genannten Eingrenzung des Geltungsbereichs und der Umwandlung in ein Intensitätsziel angepasst werden. Für das Intensitätsziel im Reifengeschäft ist das gewählte Basisjahr weiterhin repräsentativ in Bezug auf externe Faktoren, die den Energieverbrauch und damit auch die THG-Emissionen

beeinflussen sowie in Bezug auf Kapazitätsauslastungen und Markteffekte.

Entsprechend wurde ein vergleichbarer Bezugswert für das Basisjahr 2019 für die Intensitätszielkennzahl mit dem definierten Geltungsbereich ex post modelliert. Der modellierte Wert beträgt rund 0,66 t CO2e pro Tonne. Hierzu wurde der im Vorjahr berichtete Bezugswert für das Basisjahr des absoluten Reduktionsziels von rund 2,8 Mio. t CO2e um die Effekte aus der Veränderung des Konsolidierungskreises des Konzerns und der Eingrenzung des Geltungsbereiches des Ziels bereinigt und anschließend in Bezug zur Produktion im Reifengeschäft in 2019 gesetzt. Die Bezugswerte für den Anteil an den konzernweiten absoluten Emissionen sind der Kennzahl „Kombinierte eigene Scope‑1- und marktbasierte Scope‑2-THG-Emissionen (konzernweit)“ zu entnehmen. Die Kennzahl entspricht den ESRS-Anforderungen an die Berechnung von Scope‑1- und Scope‑2-THG-Emissionen.

Continental ist der Ansicht, dass das auf die Neuorganisation angepasste Ziel für Scope‑1- und marktbasierte Scope‑2-Emissionen weiterhin mit den wissenschaftlich fundierten Zielen des Pariser Klimaabkommens konform ist. Die Ziele des Pariser Klimaabkommens beinhalten u. a. eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf maximal deutlich unter 2 °C bzw. bestenfalls auf maximal 1,5 °C. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass weiterhin erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der Aufschlüsselung der damit verbundenen globalen Reduktionspfade bis hinunter auf die Unternehmensebene bestehen. Diese Unsicherheiten umfassen u. a. die Zuteilung der CO2-Budgets auf verschiedene Industriezweige sowie die Frage, inwieweit sogenannte negative Emissionen (CO2-Removals) von Unternehmen beispielsweise bei einer begrenzten Überschreitung der Pfade, insbesondere des 1,5°C-Pfads genutzt werden können.

Die Einschätzung von Continental beruht auf drei Betrachtungen:

  • Bei den Anpassungen des Geltungsbereichs und der Übersetzung in ein Intensitätsziel wurde der grundsätzliche Zielpfad der ursprünglichen Zielsetzung nicht angepasst. Das ursprüngliche Klimaziel von Continental zu absoluten Reduktionen in der damaligen Konzernstruktur, welches 2020 mit dem ursprünglichen Basisjahr 2019 beschlossen wurde, wurde von der Science Based Targets initiative (SBTi) ebenfalls im Jahr 2020 geprüft. Eine erneute Validierung des auf die neue Organisation angepassten Intensitätsziels durch die SBTi fand nicht statt und wurde auch im Berichtsjahr 2025 wegen der umgesetzten und geplanten wesentlichen Organisationsänderungen sowie der damit verbundenen Basiswertverschiebungen nicht durchgeführt. Im Jahr 2020 wurden für diese ursprüngliche Zielsetzung und damalige Ambition in Bezug auf Klimaneutralität von Continental methodenbedingt die abgeleiteten Zielwerte für das Jahr 2030 von der SBTi validiert und als konform mit dem Pariser Klimaschutzabkommen bestätigt.
  • Der Reduktionspfad führt unabhängig von externen Validierungen zu einer erheblichen Reduktion der Emissionsintensität von rund 80 % gegenüber dem Basisjahr. Zudem entspricht rechnerisch die durchschnittliche Reduktion des Zielpfads bis 2035 pro Jahr rund 10 % gegenüber dem Vorjahr für die Produktion des Reifengeschäfts und berücksichtigt den seit 2020 umgesetzten Einkauf von Grünstrom. Auch wenn bereits erhebliche Reduktionen erreicht wurden (siehe Kennzahl „Reduktion der Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Intensität in Bezug auf die Produktion im Reifengeschäft“), beträgt rechnerisch die durchschnittliche Reduktion des Zielpfads pro Jahr gegenüber dem Berichtsjahr noch über 4 % gegenüber dem Vorjahr.
  • Zudem steht der Reduktionspfad grundsätzlich in Einklang mit dem Sektordekarbonisierungspfad, welchen die Europäischen Kommission für die Wirtschaftsaktivitäten der Gummiherstellung in den 2025 veröffentlichen Transitionspfaden für bestimmte chemische Industrien („Chemicals: other“) vorsieht. Die dort definierten Pfade stehen aus Sicht der Europäischen Union im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens und den europäischen Klimazielen.

Die Anpassung hin zu einem Intensitätsziel folgt keiner spezifischen Methodik für Intensitätsziele, da eine solche einheitliche Methodik für Reifenhersteller bislang nicht vorliegt. Die genutzte Zielkennzahl entspricht der sektorüblichen spezifischen Kennzahl, wie sie im Rahmen der Berichterstattung des Tire Industry Project (TIP) genutzt wird und ermöglicht damit Vergleiche innerhalb der Reifenindustrie. Da der Reduktionspfad von der Ambition her weiterhin der ursprünglichen Zielsetzung entspricht, spiegelt er in dieser Hinsicht indirekt die dafür verwendete Methodik wider. Die ursprüngliche Zielsetzung folgte der Methodik einer absoluten Reduktion, wie sie von der SBTi im Rahmenwerk „Foundations of Science-based Target Setting (Version 1.0)“ beschrieben wurde, einschließlich der definierten zugrunde liegenden Klima- und Richtlinienszenarien. Die Ableitung erfolgte damals anhand eines sektorübergreifenden Emissionspfads.

Bei der Zielsetzung wurden keine antizipierten externen Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen explizit berücksichtigt. Mögliche Änderungen von Rahmenwerken für Klimaziele und Treibhausgasbilanzierung sowie potenzielle wesentliche Veränderungen der Unternehmensstrategie, der Unternehmensstruktur oder des Produktportfolios oder der Produktionsmengen könnten auch in Zukunft zu einer Anpassung der Zielwerte führen. Continental beobachtet und bewertet kontinuierlich die hierfür relevanten rechtlichen, bilanziellen und methodischen Rahmenbedingungen und Marktmechanismen.

Bei der Festlegung des Ziels hat Continental die Interessen verschiedener Interessenträger (wie Kunden und Behörden) berücksichtigt. Die Umstellung auf ein Intensitätsziel ermöglicht insbesondere Kunden und Investoren gezieltere Vergleiche der Performance.

Um das angestrebte Niveau der THG-Emissionen zu erreichen, hat Continental zwei primäre Dekarbonisierungshebel identifiziert:

  • Fortführung des Einkaufs sowie Ausbau der Eigenerzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien
    Continental bezieht konzernweit Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen. Dazu werden diverse vertragliche Instrumente eingesetzt, die in den entsprechenden Kennzahlen aufgeführt sind. Dort, wo der Strom aus erneuerbaren Energien selbst erzeugt werden kann, werden diese Instrumente entsprechend reduziert. Die Fortführung dieses Ansatzes ermöglicht es, marktbasierte Scope‑2-THG-Emissionen aus dem Stromverbrauch zu vermeiden. Schrittweise wird zudem der Bezug von Dampf und Wärme, die mit erneuerbaren Energien erzeugt werden, weiter ausgebaut.
  • Technologischer Wandel
    Dieser Hebel ist eng mit den operativen Prozessen verknüpft und in den Planungen für die Technologietransformation der Reifenproduktion abgebildet. Er besteht in erster Linie aus den Subhebeln wie dem schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, der Umstellung auf Biokraftstoffe und Biomasse sowie insbesondere der vermehrten Elektrifizierung von Produktionsprozessen, die bisher mit fossilen Brennstoffen betrieben wurden.

Nach Einschätzung von Continental werden die mit Intensitätsziel angestrebten THG-Reduktionen bis 2035 vollständig, d. h. zu 100 %, durch die beiden genannten Dekarbonisierungshebel gemeinsam erreicht. Die beiden Hebel sind untrennbar miteinander verbunden und wirken sich beide gleichzeitig auf Scope‑1- sowie Scope‑2-Emissionen aus. Eine weitere Aufschlüsselung der Beiträge oder auf Scope 1 und Scope 2 ist daher nicht sinnvoll.

Die Steigerung der Energieeffizienz sieht Continental in erster Linie nicht als direkten, sondern als unterstützenden Hebel für die Zielerreichung an.

Continental ist der Ansicht, dass die Implementierung dieser Hebel mit der für die Zielerreichung erforderlichen Geschwindigkeit, die dem Pariser Klimaabkommen entspricht.

Die Operationalisierung dieser Dekarbonisierungshebel durch die Kernmaßnahmen spiegelt sich im definierten und kontinuierlich weiterentwickelten, zielbezogenen Reduktionsplan wider, mit dem Continental einen Rahmen für die Zielerreichung schafft.

Insbesondere mit Blick auf unsichere Rahmenbedingungen, u. a. in Bezug auf Bilanzierungsfragen, wurde von Continental für die weiteren Schritte über 2035 hinaus noch kein sogenanntes „zeitgebundenes Net-Zero-Ziel“ als öffentliches Nachhaltigkeitsziel beschlossen. Die zielbezogenen Hebel bzw. Maßnahmen bleiben auch über das Zieljahr hinaus relevant. Continental ist bestrebt, die beschriebenen Kernmaßnahmen auch über das Ziel hinaus konsequent weiter zu verfolgen, da wir davon überzeugt sind, dass sich die Weltwirtschaft, und damit auch Continental, hin zu Klimaneutralität wandeln müssen.

Der Fortschritt von Continental im Hinblick auf das gesetzte Emissionsreduktionsziel lässt sich aus der Kennzahl „Treibhausgasintensität bezogen auf die Produktion im Reifengeschäft“ ableiten.

Der Fortschritt wird mithilfe der im Berichtsjahr eingeführten spezifischen Kennzahl gemessen und durch das Sustainability Steering Committee überwacht.

Nachhaltigkeitsbericht

Kennzahlen zur Erreichung des Ziels in Bezug auf Scope‑1 und Scope‑2-Emissionen

Durch die weiterhin erfolgreiche Implementierung der Kernmaßnahmen im Berichtsjahr ergab sich gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Reduktion der Treibhausgasintensität bezogen auf die Produktion im Reifengeschäft von 0,23 auf 0,20 t CO2e pro t Produktion.

Die erreichten Fortschritte bis zum Jahr 2025 lagen leicht über den von Continental erwarteten Fortschritten im Rahmen des zielbezogenen Reduktionsplans.

Die Verbesserung der THG-Intensität im Reifengeschäft sowie der strukturelle Effekt der Abspaltung der ehemaligen Unternehmensbereiche Automotive und Contract Manufacturing führten zudem auch zu einer deutlichen Reduktion der absoluten kombinierten eigenen Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Emissionen auf Konzernebene.

 

Rückblickend

Etappenziele und Zieljahre

Basisjahr (2019)

2024

2025

Δ Vj. in %

Ziel 2030

Ziel 2035

Treibhausgasintensität bezogen auf die Produktion im Reifengeschäft,
in t CO2e pro t

0,66

0,23

0,20

‑11

0,17

0,13


Definitionen, Annahmen und Berechnungsmethoden:
Treibhausgasintensität bezogen auf die Produktion im Reifengeschäft

  • Treibhausgasintensität in Brutto-THG-Emissionen von relativen Scope 1 und marktbasierten Scope 2 wie in der Tabelle „Scope‑1- und Scope‑2-THG-Emissionen“ (Seite 134) ausgewiesen.
  • Produktion im Reifengeschäft als Bruttoproduktionsmenge auf Basis der einzelnen Produktionsstandorte sowie den jeweiligen Produktionsmengen und Produktspezifikationen.
  • Folgende Treibhausgase sind abgedeckt: Kohlendioxid (CO2); Methan (CH4); Distickstoffmonoxid (N2O); Schwefelhexafluorid (SF6); Stickstofftrifluorid (NF3); fluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW); perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFCs).
  • Der Bezugswert für das Basisjahr 2019 wurde im Zuge der Zielanpassung im Berichtsjahr an die neue Struktur und an ein Intensitätsziel modelliert und ist durch eine rückwirkende Berechnung mit Unsicherheiten verbunden. Zur Berechnung siehe auch die Erläuterungen im Text.
  • Diese Kennzahl ist unternehmensspezifisch.

 

2025

2024

Kombinierte eigene Scope‑1- und marktbasierte Scope‑2-THG-Emissionen, in Mio t CO2e (konzernweit)

0,707

0,833


Definitionen, Annahmen und Berechnungsmethoden:
Kombinierte eigene Scope‑1- und marktbasierte Scope‑2-THG-Emissionen

  • Brutto-THG-Emissionen von Scope 1 und marktbasierten Scope 2, wie in der Tabelle „Scope‑1- und Scope‑2-THG-Emissionen“ (Seite 134) ausgewiesen, sind berücksichtigt.
  • Folgende Treibhausgase sind abgedeckt: Kohlendioxid (CO2); Methan (CH4); Distickstoffmonoxid (N2O); Schwefelhexafluorid (SF6); Stickstofftrifluorid (NF3); fluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW); perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFCs).
  • Die Berechnung erfolgt gemäß den Annahmen und Methoden, die in der entsprechenden Tabelle für die Scope‑1- und Scope‑2-THG-Emissionen dargelegt sind.
  • Diese Kennzahl ist unternehmensspezifisch.

Kernmaßnahmen zur Erreichung des Ziels in Bezug auf Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen

Continental hat konkrete Kernmaßnahmen definiert, um das für 2035 gesetzte Ziel zur Reduzierung der Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Emissionen in Bezug auf die Produktion im Reifengeschäft zu erreichen. Entsprechende Reduktionsmaßnahmen sind in die betrieblichen Aktivitäten eingebettet und werden schrittweise für die einzelnen Gesellschaften entwickelt und umgesetzt. Der verfolgte dezentrale Ansatz führt zu einer Vielzahl von Maßnahmen, die durch konkrete Projekte mit individuellen Zeitplänen kurz- bis langfristig abgeschlossen werden.

Die Maßnahmen von Continental zum Klimaschutz umfassen gemäß Ziel die Produktion im eigenen Geschäftsbereich des Reifengeschäfts. Vergleichbare Maßnahmen für den Unternehmensbereich ContiTech, welcher mit Blick auf die geplanten Organisationsveränderungen nicht mehr Teil des Ziels ist, sind nicht mehr Bestandteil des zielbezogenen Reduktionsplans.

Der zielbezogene Reduktionsplan stellt den internen Rahmen für die Kernmaßnahmen dar, die zur Erreichung des Emissionsreduktionsziels notwendig sind. Dabei fokussiert er die wichtigsten Hebel (siehe Abschnitt Ziele in Bezug auf Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen), die durch konkrete Maßnahmen kontinuierlich über den gesamten Zielzeitraum hinweg operationalisiert werden:

  • Fortführung des Einkaufs sowie Ausbau der Eigenerzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien
    Continental bezieht konzernweit ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Dabei nutzt Continental Grünstromverträge, Stromabnahmeverträge und andere vertragliche Instrumente. Für erworbene Strommengen, die nicht durch vertragliche Instrumente abgedeckt sind, kauft Continental Herkunftsnachweise ein, die bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Diese Kernmaßnahme wird von den jeweiligen Gesellschaften in enger Zusammenarbeit mit den zentralen Einkaufs- und Umweltabteilungen auf Basis der extern bezogenen und berichteten Strommengen und durch entsprechende Instrumente umgesetzt. Zudem investiert Continental verstärkt in den Ausbau von Kapazitäten für die Eigenerzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien.
  • Technologischer Wandel
    Der technologische Wandel findet in den zuständigen Gesellschaften mit Unterstützung zentraler Funktionen, insbesondere Manufacturing, statt. Im Rahmen von spezifischen Programmen werden für die jeweiligen Standorte und Produktionsprozesse geeignete konkrete Maßnahmen sowie die Reihenfolge für deren Umsetzung auf Standortebene analysiert und beschlossen. Insbesondere für die weiteren Schritte des Reduktionsplans sowie darüber hinaus spielt hierbei die Elektrifizierung der Produktion eine wesentliche Rolle. Sie ermöglicht in Verbindung mit Strom aus erneuerbaren Energien eine Vermeidung von produktionsbedingten (marktbasierten) Treibhausgasemissionen.

Im Reifenwerk in Lousado, Portugal, ist bereits 2024 ein elektrischer Heizkessel in Betrieb genommen und im Berichtsjahr weiter genutzt worden, der den für die Produktionsprozesse notwendigen Dampf erzeugt und damit als Pilot für weitere Standorte dienen kann. Dabei wird Gas, das zuvor als Energieträger für die Dampferzeugung verwendet wurde, durch Strom ersetzt. Im Jahr 2025 wurden in allen Reifenwerken weltweit die Voraussetzungen geschaffen, um die Dampferzeugung auf alternative, emissionsärmere Kraftstoffe wie Erdgas, Biomasse oder Holzpellets umzustellen.Zudem wurden im Berichtsjahr in den Werken in Kalutara, Sri Lanka, Lousado, Portugal, und Timisoara, Rumänien Photovoltaiksysteme zur Eigenerzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien installiert.

Ähnliche Projekte zu den für die Zielerreichung identifizierten Hebeln werden an verschiedenen Standorten unter Berücksichtigung technischer und wirtschaftlicher Aspekte umgesetzt. Die Projektauswahl erfolgt im Rahmen des allgemeinen Investitionsprozesses, wobei die allgemeingültigen Kriterien bei der Entscheidung wie bei jeder anderen Kapitalallokation angewandt werden. Das Investitionsbudget wird im Rahmen der regulären Finanzplanung festgelegt. Durch die Zuweisung von finanziellen Mitteln und weiteren Ressourcen werden die Kernmaßnahmen zur Zielerreichung ermöglicht und durchgeführt.

In der nachstehenden Tabelle sind die Kennzahlen zu den erzielten und erwarteten THG-Emissionsreduktionen infolge der Umsetzung solcher Projekte aufgeführt.

Reduktion der Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Intensität in Bezug auf die Produktion im Reifengeschäft

Erreicht bis 2025

Erreicht bis 2024

Erwartete weitere Reduktion 2026‑2035

Reduktion der Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Intensität in Bezug auf die Produktion im Reifengeschäft, in t CO2e pro t

0,46

0,44

0,07


Definitionen, Annahmen und Berechnungsmethoden:
Übergreifende Angaben

  • Die Datenerhebung erfolgt durch die Standorte.

Erreichte Scope‑1- und marktbasierte Scope‑2-THG-Reduzierung in Bezug auf Intensität in der Produktion im Reifengeschäft

  • Die Kennzahl errechnet sich aus der Differenz zwischen der Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Intensität in der Produktion im Reifengeschäft aus dem Basisjahr 2019 des öffentlichen Nachhaltigkeitsziels und der Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Intensität in der Produktion im Reifengeschäft im Berichtsjahr.

Erwartete weitere Reduktion 2026‑2035

  • Die Kennzahl errechnet sich aus der Differenz zwischen der Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Intensität in der Produktion im Reifengeschäft im Berichtsjahr und dem Zielwert der Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Intensität in der Produktion im Reifengeschäft im Jahr 2035 (siehe Abschnitt Ziele in Bezug auf Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen). 

Investitionen und Betriebsausgaben für Kernmaßnahmen zur Erreichung des Ziels in Bezug auf Klimawandel

Die Veränderungen bei den Betriebsausgaben (OpEx) gingen im Wesentlichen auf die Anpassung des Ziels im Zuge der Abspaltung der ehemaligen Unternehmensbereiche Automotive und Contract Manufacturing zurück.

Insgesamt stiegen 2025 die berichteten Investitionen (CapEx) deutlich. Wesentliche Gründe hierfür waren eine intensivierte Umsetzung der Kernmaßnahmen sowie der erstmalige Einbezug von Investitionen für den Ausbau der Eigenerzeugung von erneuerbaren Energien. Diese beiden Effekte überlagerten deutlich die Reduktionen der ausgewiesenen Investitionen, welche sich durch die Zielanpassung und den strukturellen Effekt der Abspaltung ergaben.

Die ausgewiesenen geplanten Investitionen und Betriebsausgaben wurden entsprechend angepasst. Dabei führten neu geplante Photovoltaik- und Windkraftanlagen sowie Wärmepumpen zu einem deutlichen Anstieg der geplanten Investitionen über die nächsten fünf Jahre.

OpEx und CapEx der Kernmaßnahmen zur Erreichung des Ziels in Bezug auf Scope-1- und Scope-2-Emissionen, in Mio €

2025

2024

Geplant 2026 ‑ 2030

OpEx

3

5

13

CapEx

11

3

104


Definitionen, Annahmen und Berechnungsmethoden:
Übergreifende Angaben

  • Das öffentliche Nachhaltigkeitsziel deckt Scope‑1- und marktbasierte Scope‑2-THG-Emissionen ab.
  • Der angewandte Zeithorizont steht im Einklang mit der verabschiedeten Langfristplanung.
  • Werte für 2024 wie berichtet gemäß ehemaliger Zielsetzung für den Konzern in der Struktur 2024.

OpEx und Geplanter OpEx

  • Die Datenerhebung erfolgt auf Ebene der Kernmaßnahmen. Berücksichtigt wird OpEx für Kernmaßnahmen zur Umsetzung der Ziele in Bezug auf die Reduzierung der Intensität der Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Emissionen für den Unternehmensbereich Tires.

CapEx und Geplanter CapEx

  • Die Datenerhebung erfolgt auf Ebene der Kernmaßnahmen. Berücksichtigt wird CapEx für Kernmaßnahmen zur Umsetzung der Ziele in Bezug auf die Reduzierung der Intensität der Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Emissionen für den Unternehmensbereich Tires.

Wechselbeziehung zwischen Investitionen (CapEx) und Betriebsausgaben (OpEx)

Informationen über die Investitionen (CapEx) sind im Konzernabschluss in Kapitel 1 des Konzernanhangs zu finden. Die Angaben beziehen sich auf Investitionen in die im Konzernanhang des Konzernabschlusses dargestellten immateriellen Vermögenswerte (Kapitel 13), Sachanlagen (Kapitel 14) und Leasing (Kapitel 15).

Continental berichtet keine taxonomiekonformen Geschäftstätigkeiten und folglich keinen CapEx-Plan gemäß der delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 der EU-Kommission.

CapEx für Kernmaßnahmen zur Umsetzung der Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz fällt maßgeblich unter taxonomiefähige Investitionen.

Die Betriebsausgaben gemäß der delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 der Kommission beziehen sich auf die Summe der Kosten für Instandhaltung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing sowie Forschung und Entwicklung. Die Kernmaßnahmen zur Umsetzung der Ziele in Bezug auf den Klimawandel sind anders definiert (siehe Kapitel Klimawandel (ESRS E1), Abschnitt Kernmaßnahmen zur Erreichung des Ziels in Bezug auf Scope‑1 und Scope‑2-Emissionen).

Kennzahlen in Bezug auf Scope-1- und Scope-2-Emissionen

Der Rückgang der Scope‑1- sowie standortbezogenen Scope‑2-Emissionen ergab sich im Wesentlichen aus der Abspaltung der ehemaligen Unternehmensbereiche Automotive und Contract Manufacturing sowie aus deutlich geringeren Emissionen im Unternehmensbereich ContiTech sowie der Holding. Demgegenüber stand ein leichter Anstieg im Unternehmensbereich Tires. Bei den marktbezogenen Scope‑2-Emissionen hingegen verzeichneten beide Unternehmensbereiche einen deutlichen Rückgang.

Zugleich stieg im Berichtsjahr der prozentuale Anteil der mit vertraglichen Instrumenten eingekauften Energie im gesamten Unternehmen.

Scope‑1- und Scope‑2-THG-Emissionen

Rückblickend

Etappenziele und Zieljahre

Basisjahr

2024

2025

Δ Vj. in %

2025

2030

2035

Reduktionsrate (jährlich % des Ziels / Basisjahr)

Scope‑1-Treibhausgasemissionen

 

 

 

 

 

 

 

 

Scope‑1-THG-Bruttoemissionen,
in t CO2e

671.731

599.607

–11

Vollkonsolidierte Unternehmen, in t CO2e

671.731

599.607

–11

Beteiligungsgesellschaften, in t CO2e

0

0

0

Prozentsatz der Scope‑1-THG-Emissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen, in %

19,4

21,3

10

Scope‑2-Treibhausgasemissionen

 

 

 

 

 

 

 

 

Standortbezogene Scope‑2-THG-Bruttoemissionen, in t CO2e

1.673.9031

1.093.196

–35

Vollkonsolidierte Unternehmen, in t CO2e

1.673.9031

1.093.196

–35

Beteiligungsgesellschaften, in t CO2e

0

0

0

Marktbezogene Scope‑2-THG-Bruttoemissionen, in t CO2e

161.504

107.776

–33

Vollkonsolidierte Unternehmen, in t CO2e

161.504

107.776

33

Beteiligungsgesellschaften, in t CO2e

0

0

0

Prozentualer Anteil der mit vertraglichen Instrumenten eingekauften Energie, in %

84,7

86,3

2


Definitionen, Annahmen und Berechnungsmethoden:
Übergreifende Angaben

  • Definitionen und Berechnungen gemäß GHG Protocol Corporate Standard (Version 2004).
  • Die Datenerhebung erfolgt durch die Standorte. Für einzelne Standorte werden Modellrechnungen unter Berücksichtigung der Mitarbeiteranzahl und der Art des Betriebs verwendet.
  • Es werden Emissionsfaktoren von IEA Static, GHG Protocol, DEFRA, und Sphera angewendet.
  • Continental berücksichtigt alle Emissionen der relevanten vollkonsolidierten Unternehmen des Konzerns. Continental hat keine operative Steuerung von Beteiligungsgesellschaften, daher haben sie keine Relevanz für Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen.

Scope‑1-THG-Bruttoemissionen

  • Emissionsfaktoren zu Kältemitteln nach der Verordnung (EU) 2024/573 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. Februar 2024 über fluorierte Treibhausgase sind berücksichtigt. Diese beruhen auf IPCC 4 und nicht auf dem neueren IPCC 6. Hierdurch entstehen keine wesentlichen Effekte.

Prozentsatz der Scope‑1-THG-Emissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen

  • Umfasst Standorte, die unter das EU Emissions Trading System (EU ETS) fallen.
  • Scope‑1-THG-Emissionen, die unter das EU ETS fallen, werden berücksichtigt.

Standortbezogene Scope‑2-THG-Bruttoemissionen

  • Die Bezeichnungen „standortbezogen“ und „standortbasiert“ werden synonym verwendet.
  • Durchschnittliche Stromnetz-Emissionsfaktoren nach Ländern werden angewendet.

1 Anpassung des Vorjahreswerts von 1.424.774 t CO2e um 249.129 t CO2e auf 1.673.903 t CO2e in Bezug auf ESRS 1.96 bzw. aufgrund einer Korrektur in der Erhebung der Kennzahl.
Marktbezogene Scope‑2-THG-Bruttoemissionen

  • Die Bezeichnungen „marktbezogen“ und „marktbasiert“ werden synonym verwendet.
  • Vertragsspezifische Emissionsfaktoren werden angewendet.
  • Die marktbasierten Brutto-Scope‑2-THG-Emissionen aus Strombezug lagen im Berichtsjahr bei 0 t CO2e. Die Vorgehensweise zum hierfür bilanziell berücksichtigten Einkauf von Strom aus erneuerbaren Energiequellen basiert auf Qualitätskriterien, welche sich an den Kriterien der RE100 orientieren. Der Einkauf erfolgt mit vertraglichen Instrumenten für erneuerbare Energien (On-Site PPA, Off-Site PPA, Green Tariff, Energy Attribute Certificates) aus den Quellen Wind, Hydro, Geothermie sowie feste, flüssige und gasförmige Formen von Biomasse.
  • Emissionen von Dampf und Fernwärme werden mit bestätigten Emissionsfaktoren von lokalen Energieversorgern berechnet. Falls diese nicht vorliegen, werden standortbasierte Emissionsfaktoren (siehe standortbezogene Scope‑2-THG-Bruttoemissionen) herangezogen. Für diese Instrumente werden Strom aus Kernkraft und Müllverbrennung nicht als Strom aus erneuerbaren Quellen gezählt.

Prozentualer Anteil der mit vertraglichen Instrumenten eingekauften Energie

  • Berücksichtigt ist Energie, die mit vertraglichen Instrumenten für Strom (On-Site PPA, Off-Site PPA, Green Tariff, Energy Attribute Certificates) sowie für weitere Energieträger (insbesondere Dampf und Fernwärme aus erneuerbaren Quellen) eingekauft wurde.
  • Die Angabe stellt den Anteil der mit vertraglichen Instrumenten eingekauften Energie im Verhältnis zur Gesamtmenge der eingekauften Energie mit Relevanz für Scope 2 dar.

Kennzahlen in Bezug auf Energieverbrauch und Energiemix

Im Berichtsjahr ergab sich ein Rückgang im Gesamtenergieverbrauch von Continental sowohl durch die Abspaltung der ehemaligen Unternehmensbereiche Automotive und Contract Manufacturing als auch durch einen geringeren Verbrauch im Unternehmensbereich ContiTech. Der absolute Energieverbrauch aus fossilen Quellen sank in den Unternehmensbereichen Tires und ContiTech. Da die ehemaligen Unternehmensbereiche Automotive und Contract Manufacturing einen deutlich geringeren Anteil an fossilen Energieträgern am Gesamtenergieverbrauch hatten, stieg in Summe der relative Anteil der fossilen Energieträger im Berichtsjahr. 

Energieverbrauch und Energiemix, in MWh

2025

2024

(1) Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen

40.631

82.476

(2) Brennstoffverbrauch aus Erdöl und Erdölerzeugnissen

115.529

129.421

(3) Brennstoffverbrauch aus Erdgas

2.581.542

2.840.436

(4) Verbrauch von Brennstoffen aus anderen fossilen Quellen

89.115

61.634

(5) Verbrauch von zugekauftem oder anderweitig erhaltenem Strom, Wärme, Dampf und Kälte aus fossilen Quellen

524.943

754.333

(6) Gesamtenergieverbrauch aus fossilen Quellen

3.351.760

3.868.301

(7) Gesamtenergieverbrauch aus nuklearen Quellen

0

0

(8) Verbrauch von Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen

92.675

110.068

(9) Energieverbrauch von zugekauftem oder anderweitig erhaltenem Strom, Wärme, Dampf und Kälte aus erneuerbaren Quellen

3.315.668

4.219.044

(10) Verbrauch von selbst erzeugter nicht mit Brennstoffen betriebener erneuerbarer Energie

34.484

26.652

(11) Gesamtenergieverbrauch aus erneuerbaren Quellen

3.442.827

4.355.765

(12) Gesamter Energieverbrauch

6.794.587

8.224.066


Definitionen, Annahmen und Berechnungsmethoden:
Übergreifende Angaben für Positionen (1) bis (12)

  • Umrechnungsfaktoren werden bei Bedarf verwendet, um den Brennstoffverbrauch in MWh umzurechnen.
  • Die Datenerhebung erfolgt durch die Standorte. Für einzelne Standorte werden Modellrechnungen unter Berücksichtigung der Mitarbeiteranzahl und der Art des Betriebs verwendet.
  • Zudem ist der Dezemberverbrauch für einzelne Standorte kalkuliert, falls erforderliche Daten oder Belege zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht vorlagen.
  • Die Zuordnung in erneuerbare und nicht-erneuerbare Energieträger folgt der marktbasierten Methode.

(1) Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen

  • Enthält den Verbrauch von Stein- und Braunkohle.

(2) Brennstoffverbrauch aus Erdöl und Erdölerzeugnissen

  • Enthält den Verbrauch von Diesel, Gasöl, Benzin und Heizöl.
  • Der Energieverbrauch der Firmenfahrzeuge weltweit ist modelliert und nutzt den Energieverbrauch der deutschen Firmenfahrzeuge als Richtwert.

(3) Brennstoffverbrauch aus Erdgas

  • Enthält den Verbrauch von Erdgas.

(4) Verbrauch von Brennstoffen aus anderen fossilen Quellen

  • Enthält den Verbrauch von Flüssiggas (LPG), Propan und flüssigem Butan.

(5) Verbrauch von zugekauftem oder anderweitig erhaltenem Strom, Wärme, Dampf und Kälte aus fossilen Quellen

  • Enthält den Verbrauch von zugekaufter Fernwärme und Dampf aus fossilen Quellen.

(6) Gesamtenergieverbrauch aus fossilen Quellen

  • Summe der Positionen (1) bis (5).

(7) Gesamtenergieverbrauch aus nuklearen Quellen

  • Enthält den Energieverbrauch aus nuklearen Quellen.

(8) Verbrauch von Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen

  • Enthält den Verbrauch von Biomasse, Biokraftstoffen, Biomethan und grünem Wasserstoff.

(9) Energieverbrauch von zugekauftem oder anderweitig erhaltenem Strom, Wärme, Dampf und Kälte aus erneuerbaren Quellen

  • Enthält den eingekauften Strommix, Strom aus erneuerbaren Quellen mit vertraglichen Instrumenten (On-Site PPA, Off-Site PPA, Green Tariff, Energy Attribute Certificates) sowie eingekauften Dampf und Fernwärme aus erneuerbaren Quellen.

(10) Verbrauch von selbst erzeugter nicht mit Brennstoffen betriebener erneuerbarer Energie

  • Enthält den Verbrauch von selbst erzeugtem Strom aus erneuerbaren Quellen.

(11) Gesamtenergieverbrauch aus erneuerbaren Quellen

  • Summe der Positionen (8) bis (10).

(12) Gesamter Energieverbrauch

  • Berechnet als Summe der Positionen (6), (7) und (11).

Scope-3-Emissionen, Resilienz und Transformation der Wertschöpfungskette

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im IRO-Cluster Scope‑3-Emissionen, Resilienz und Transformation der Wertschöpfungskette

ID

Kurzbeschreibung

Art des IROs

Primärer
Zeithorizont

Erläuterung

4

Scope 3: Emissionen in der Wertschöpfungskette (ohne Nutzungsphase)

Potenzielle und tatsächliche negative Auswirkung

Kurzfristig

Aus einer Klimaperspektive heraus sind in der Wertschöpfungskette von Continental insbesondere der Bezug von Materialien und die Behandlung der Produkte am Ende der Lebensdauer wesentlich. Continental bezieht eine Vielzahl von Materialien und Vorprodukten wie Naturkautschuk, synthetischer Kautschuk, weitere Polymere, Chemikalien und Stahl aus globalen Lieferketten. Mit diesen Lieferketten sind industrieinhärente Treibhausgasemissionen verbunden. Die Behandlung der Produkte von Continental am Ende des Lebenszyklus umfasst verschiedene Prozesse, von denen wesentliche Teile prozessinhärent mit Treibhausgasemissionen verbunden sind. Auch unter Berücksichtigung des Managementansatzes ergeben sich dadurch wesentliche tatsächliche Auswirkungen.

5

Scope 3: Emissionen in der Wertschöpfungskette
(Nutzungsphase)

Potenzielle und tatsächliche negative Auswirkung

Kurzfristig

Die Produkte von Continental werden in Fahrzeugen oder industriellen Maschinen verbaut. Während der Nutzung können sie den Energieverbrauch beeinflussen bzw. zu ihm beitragen. Dabei werden sowohl in der Mobilität als auch in den relevanten industriellen Prozessen unserer Kunden derzeit noch überwiegend fossile Kraftstoffe und Energieträger eingesetzt. Daraus ergeben sich portfolio- und industrieinhärent Treibhausgasemissionen in Verbindung mit der Nutzungsphase der Produkte. Auch unter Berücksichtigung des Managementansatzes ergeben sich dadurch wesentliche tatsächliche Auswirkungen.

6

Höhere Kosten für Materialien/Dienstleistungen im Zusammenhang mit Klimaschutz (APS-Szenario)

Abstraktes
Risiko

Langfristig

Continental bezieht Materialien und Vorprodukte aus Industrien mit relevanten Treibhausgasemissionen, wie Naturkautschuk, synthetischer Kautschuk, weitere Polymere, Chemikalien und Stahl. Daraus ergibt sich eine industrieinhärente Risikoexposition, die mit der Geschwindigkeit der Transformation in Bezug auf den Klimawandel verbunden ist. In einem Szenario, in dem angekündigte Klimaziele von Märkten und Kunden konsequent verfolgt werden, könnten die Anforderungsverschärfungen sich in bestimmten Märkten schneller entwickeln, als sich die Lieferkette anpassen kann. Dies könnte zu wesentlichen Kostensteigerungen für Materialien und Vorprodukte führen.

7

Höhere Kosten für Materialien/Dienstleistungen im Zusammenhang mit Klimaschutz (1,5°C-Szenario ohne Überschreitung)

Abstraktes
Risiko

Mittelfristig

Continental bezieht Materialien und Vorprodukte aus Industrien mit relevanten Treibhausgasemissionen, wie Naturkautschuk, synthetischer Kautschuk, weitere Polymere, Chemikalien und Stahl. Daraus ergibt sich eine industrieinhärente Risikoexposition, die mit der Geschwindigkeit der Transformation in Bezug auf den Klimawandel verbunden ist. In einem gemäß ESRS zu analysierenden Szenario höchst ambitionierter Regulatorik, die keine oder nur eine begrenzte Überschreitung eines Temperaturanstiegs von 1,5°C zulässt, könnte die regulatorisch geforderte Geschwindigkeit zur Dekarbonisierung deutlich über dem Anpassungstempo der Lieferkette liegen. Dies könnte zu wesentlichen Kostensteigerungen für Materialien und Vorprodukte führen.

8

Umsatzeinbußen im Zusammenhang mit unserem Portfolio und Klimawandel (APS-Szenario)

Abstraktes
Risiko

Langfristig

Die Produkte von Continental werden in Fahrzeugen oder industriellen Maschinen verbaut. Daraus ergibt sich portfoliobedingt eine Exposition gegenüber marktbezogenen Risiken, die mit der Transformation von Mobilität und Industrie in Bezug auf den Klimawandel verbunden sind. In einem Szenario, in dem angekündigte Klimaziele von Märkten und Kunden konsequent verfolgt werden, könnten die Anforderungsverschärfungen sich in bestimmten Märkten schneller entwickeln, als sich die Branchen allgemein sowie das Produktportfolio von Continental anpassen können. Dies könnte in Abhängigkeit von der konkreten Regulatorik zu wesentlichen Umsatzverlusten in bestimmten Märkten oder für bestimmte Produktsegmente führen.

9

Umsatzeinbußen im Zusammenhang mit unserem Portfolio und Klimawandel (1,5°C-Szenario ohne Überschreitung)

Abstraktes
Risiko

Mittelfristig

Die Produkte von Continental werden in Fahrzeugen oder industriellen Maschinen verbaut. Daraus ergibt sich portfoliobedingt eine Exposition gegenüber marktbezogenen Risiken, die mit der Transformation von Mobilität und Industrie in Bezug auf den Klimawandel verbunden sind. In einem gemäß ESRS zu analysierenden Szenario höchst ambitionierter Regulatorik, die keine oder nur eine begrenzte Überschreitung eines Temperaturanstiegs von 1,5°C zulässt, könnte die regulatorisch geforderte Geschwindigkeit zur Dekarbonisierung deutlich über dem Anpassungstempo der Branchen liegen. Dies könnte zu wesentlichen Umsatzverlusten führen, da die Nachfrage für große Teile des Portfolios zurückginge.

10

Wachstum aufgrund von Klimaschutzvorschriften

Chance

Langfristig

Das Produktportfolio von Continental bedient Märkte und Industrien, die sich in der Transformation in Bezug auf den Klimawandel befinden und die zunehmend reguliert werden (z. B. mit Vorgaben zur Energieeffizienz oder Treibhausgasemissions-Reduktion). Dadurch können sich durch veränderte Produktanforderungen (z. B. Reifen für E-Fahrzeuge) in diesen Märkten grundsätzlich Potenziale für zusätzliches Umsatzwachstum und neues Geschäft sowie eine weitere Differenzierung im Wettbewerb ergeben, welche sich auch positiv auf die erzielbare Marge auswirken könnte. Auf Basis der Portfolioausrichtung und der bestehenden Managementansätze geht Continental davon aus, diese Chancen nutzen zu können.

 

Managementansatz für Scope-3-Emissionen, Resilienz und Transformation der Wertschöpfungskette

Continental ist davon überzeugt, dass sich die Mobilität und die Weltwirtschaft hin zu Klimaneutralität wandeln müssen. Wir unterstützen die Grundsätze und Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens und fördern Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen sowie kohlenstoffarme Lösungen entlang unserer Wertschöpfungskette (Scope 3), wie in unserer Nachhaltigkeitsambition beschrieben. Um dabei Risiken zu reduzieren und Chancen zu nutzen, hat Continental einen entsprechenden Managementansatz etabliert und entwickelt diesen weiter. Dabei werden sowohl die vor- als auch die nachgelagerte Wertschöpfungskette betrachtet und die unterschiedlichen Geschwindigkeiten dieses Wandels bei unseren Kunden und Lieferanten wie auch in unseren verschiedenen Branchen und Märkten berücksichtigt. Für die Scope‑3-Emissionen hat Continental kein quantifiziertes, zeitgebundenes öffentliches Nachhaltigkeitsziel definiert, sondern arbeitet mit dem im Weiteren beschrieben Managementansatz mit einer Vielzahl an Prozessen an der Reduktion von Scope‑3-Emissionen.

Der Managementansatz umfasst mit den unterschiedlichen dazugehörigen Prozessen den gesamten Continental-Konzern sowie das globale Produktportfolio. Die Prozesse beziehen sich insbesondere auf die mengenmäßig signifikantesten Kategorien der Scope‑3-THG-Emissionen gemäß dem GHG Protocol:

  • vorgelagerte Wertschöpfungskette mit den von unseren Lieferanten eingekauften Waren und Dienstleistungen (Kategorie 1),
  • indirekte Scope‑3-THG-Emissionen der Nutzungsphase der verkauften Produkte (Kategorie 11) sowie
  • Emissionen bei der Behandlung von Produkten am Ende ihrer Lebensdauer (Kategorie 12).

In Bezug auf die eingekauften Rohstoffe liegt der Schwerpunkt der Prozesse hauptsächlich bei den Lieferanten mit den höchsten Anteilen an Scope‑3-Emissionen. Dabei gelten keine grundsätzlichen geografischen Einschränkungen oder Eingrenzungen von Produktgruppen. Aufgrund der Komplexität der Scope‑3-THG-Emissionen gibt es in diesen drei Bereichen jedoch jeweils einen spezifischen Fokus auf beeinflussbare und wesentliche Elemente.

Die Steuerung und Anpassung des Managementansatzes findet in den jeweils verantwortlichen operativen Geschäftsfunktionen und unterstützenden Funktionen statt. Diese umfassen insbesondere:

  • Forschung und Entwicklung (F&E), Produktentwicklung, marktnahe Funktionen wie Marketing und Sales sowie Nachhaltigkeit für alle drei Bereiche,
  • Einkauf und Supply Chain für die vorgelagerten Wertschöpfungskette sowie
  • weitere spezifische Funktionen für die Behandlung von Produkten am Ende ihrer Lebensdauer (siehe dazu die genannten Funktionen im Kapitel Ressourcennutzung und zirkuläres Wirtschaften (ESRS E5), Unterkapitel Zirkularität).

Die Überwachung erfolgt auf den jeweiligen Geschäftsebenen sowie übergreifend durch den Vorstand.

Für das Management von Scope‑3-Emissionen, Resilienz und Transformation der Wertschöpfungsketteist die Transparenz in Bezug auf die signifikanten Kategorien von Scope‑3-THG-Emissionen maßgeblich. Die Berechnung der Emissionen und die kontinuierliche Weiterentwicklung der entsprechenden Datenmodelle sind damit die Grundlage für alle drei Schwerpunktbereiche des Managementansatzes.

Für die vorgelagerte Wertschöpfungskette (Kategorie 1) liegt der Schwerpunkt der Prozesse auf dem THG-Fußabdruck der verwendeten Materialien, der vor allem durch den technologischen Fortschritt in vorgelagerten Industrien sowie die Materialauswahl beeinflusst wird. Zu den entsprechenden Managementpraktiken gehört die Zusammenarbeit mit Lieferanten, um deren Emissionen und die Emissionen ihrer Lieferketten zu senken. Wir streben an, dass sich unsere Lieferanten für den Klimaschutz einsetzen und ihre Emissionen sowie Klimaziele transparent darstellen. Der Prozess beinhaltet zusätzlich eine systematischere Erfassung von Emissionsdaten und -reduktionszielen von Lieferanten, um Reduktionshebel zu identifizieren. Dadurch wird der Prozess bei der Auswahl weniger emissionsintensiver Materialien im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter unterstützt. Somit können Potenziale bei emissionsärmeren Materialien entsprechend in der Gestaltung von Produkten berücksichtigt werden. Die Datenverfügbarkeit ist dabei entscheidend und wird daher konsequent ausgebaut, um bei der Materialauswahl die emissionsärmeren Materialien wählen zu können. Ein wesentlicher Fokus wird in diesen Prozessen auf Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit gelegt und zudem werden auch Transitionsrisiken in der Lieferkette adressiert: Lieferanten, welche die Dekarbonisierung unserer eingekauften Materialien unterstützen, arbeiten dadurch an ihrer eigenen Dekarbonisierung und damit an ihren Transitionsrisiken. Dieser Bereich des Managementansatzes ist eng mit den Prozessen zur Zirkularität im Unterkapitel Zirkularität verbunden.

Bezüglich der Emissionen bei der Behandlung von Produkten am Ende ihrer Lebensdauer (Kategorie 12) sind die relevanten Prozesse im Unterkapitel Zirkularität beschrieben. Diese steuern indirekt die Emissionen bei der Behandlung der Produkte am Lebenszyklusende und tragen zur Emissionsreduktion bei, auch wenn sie primär auf Zirkularitätsaspekte ausgerichtet sind.

In Bezug auf die Nutzungsphase der verkauften Produkte (Kategorie 11) arbeitet Continental konsequent an der Optimierung derjenigen Einflussfaktoren, die direkt mit dem Produkt verbunden sind. Bei Reifen betrifft dies insbesondere den Rollwiderstand, da ein niedriger Rollwiderstand den Kraftstoff- bzw. Stromverbrauch von Fahrzeugen senkt – und damit auch die einhergehenden zugerechneten Scope‑3-Emissionen von Reifen. Im europäischen Markt wird der Rollwiderstand anhand des EU-Reifenlabels bewertet. Ein „A“ entspricht dabei der bestmöglichen Kategorie. Als Premiumhersteller steht Continental für sicherheitsrelevante Eigenschaften wie Nassbremsen auf höchstem Niveau (siehe hierzu Kapitel Verbraucher und Endnutzer (ESRS S4), Unterkapitel Sichere Mobilität). Gleichzeitig optimiert Continental kontinuierlich weitere Produkteigenschaften wie den Rollwiderstand in Balance mit den sicherheitsrelevanten Eigenschaften. Ein Beispiel hierfür ist der im Berichtsjahr vorgestellte VanContact A/S Eco, der als erster Ganzjahresreifen für Transporter das Label „A“ in den Performance-Kriterien Rollwiderstand, Geräuschentwicklung und Nassbremsen erreicht hat. Vergleichbar wird im Unternehmensbereich ContiTech an der Verbesserung des Rollwiderstands von Fördergurten gearbeitet, was zur Energieeffizienz von Fördergurtanlagen beispielsweise im Berg- und Tagebau beiträgt. Auch bei Fördergurten lässt sich der Rollwiderstand anhand eines Effizienzlabels bewerten, das von Continental gemeinsam mit dem amerikanischen Verband der Gummiprodukthersteller (US Association for Rubber Products Manufacturers) entwickelt hat.

Ein weiterer Einflussfaktor in Bezug auf die Nutzungsphase sind die Antriebsart und die Energiequelle der Fahrzeuge, auf denen Continental-Reifen montiert sind. Diese wirken sich maßgeblich auf die Emissionen in der Nutzungsphase aus, liegen aber außerhalb des direkten Einflussbereichs von Continental. Daher konzentrieren sich Forschung und Produktentwicklung von Continental darauf, die Transformation hin zu Elektromobilität und alternativen Antrieben aktiv zu unterstützen. Eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Reifen von Continental die Anforderungen von Elektrofahrzeugen erfüllen. Eine Verbesserung des Rollwiderstands trägt beispielsweise zur Verlängerung der Reichweite bei. Zudem sind Elektrofahrzeuge aufgrund der verbauten Batterien oft schwerer als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsantrieb. Daher müssen die Reifen für das erhöhte Gewicht ausgelegt sein. Continental produziert seit 2021 Reifen mit der HL-Lastindexkennung. Zudem ist die Reduzierung der Geräuschentwicklung von Reifen bei Elektrofahrzeugen besonders relevant, da aufgrund fehlender Motorengeräusche andere Geräusche stärker wahrgenommen werden. Im Jahr 2025 setzten 17 der 20 weltweit volumenstärksten Hersteller von Elektrofahrzeugen in der Erstausrüstung auf die technologische Kompetenz von Continental.

Die Nachhaltigkeitsambition von Continental bildet den übergeordneten Rahmen für die Entwicklung und Umsetzung konkreter Prozesse und Maßnahmen. Ergänzend gelten innerhalb der Organisation bereichsspezifische interne Richtlinien, die sich direkt oder indirekt mit dem Thema Klimaschutz befassen und die jeweiligen Geschäftsprozesse auf unterschiedlichen Ebenen steuern.

Darüber hinaus basiert der Managementansatz auf dem GHG Protocol und den zugehörigen Standards, z. B. Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard, als externen Regelwerken für die Bilanzierung von CO2-Emissionen sowie entsprechenden regulatorischen Vorgaben für Produkte, beispielsweise im Zusammenhang mit dem Reifenlabel.

Der Managementansatz und die damit verbundenen Maßnahmen orientieren sich an den Anforderungen von Kunden und den Erwartungen von Investoren. Außerdem sind intensive Gespräche mit Lieferanten ein Kernelement der Prozesse.

Continental kommuniziert ihren Ansatz zum Management von Scope‑3-Emissionen sowie Resilienz und Transformation der Wertschöpfungskette sowohl extern als auch intern über eine Vielzahl von Kanälen. Extern erfolgt die Kommunikation u. a. über Pressemitteilungen, mediale Berichterstattung, Messeauftritte sowie den direkten Dialog mit Kunden, Lieferanten, Investoren und weiteren Marktteilnehmenden. Intern werden Informationen beispielweise über das unternehmensweite Intranet, themenspezifische Konferenzen, Arbeitsgruppen und bereichsübergreifende Austauschformate verbreitet.

Das Klimaschutz-Sofortprogramm Net|Zero|Now von Continental wurde im Geschäftsjahr 2025 nicht fortgeführt. Im Berichtsjahr fanden keine weiteren Einkäufe von oder Stilllegungen durch Emissionszertifikate statt und es sind auch keine weiteren geplant.

Kennzahlen in Bezug auf Scope-3-Emissionen, Resilienz und Transformation der Wertschöpfungskette

Signifikante Scope-3-THG-Emissionen

Die Scope‑3-Emissionen sind im Berichtsjahr deutlich gesunken. Die Veränderungen gingen im Wesentlichen auf die Abspaltung der ehemaligen Unternehmensbereiche Automotive und Contract Manufacturing zurück, vor allem in den beiden Kategorien 1. Erworbene Waren und Dienstleistungen und 11. Verwendung verkaufter Produkte. Gleichzeitig ergab sich für die Summe der Scope‑3-Emissionen ein geringfügiger zusätzlicher Effekt aus der Umstellung der Berichterstattung auf die signifikanten Scope‑3-Emissionen gegenüber einer Berichterstattung aller 15 Kategorien im Vorjahr.

Signifikante Scope-3-THG-Emissionen, in t CO2e

Rückblickend

Etappenziele und Zieljahre

Basisjahr

2024

2025

Δ Vj. in %

2025

2030

2035

Reduktionsrate (jährlich % des Ziels / Basisjahr)

 

Gesamte indirekte (Scope 3) THG-Bruttoemissionen

99.418.244

82.752.862

–17

 

 

1. Erworbene Waren und Dienstleistungen

14.270.642

8.810.712

–38

 

 

2. Investitionsgüter

826.610

462.347

–44

 

 

3. Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten)

458.530

380.009

–17

 

 

4. Vorgelagerter Transport und Vertrieb

977.819

511.110

–48

 

 

5. Abfallaufkommen in Betrieben

32.368

22.830

–29

 

 

6. Geschäftsreisen

64.428

34.593

–46

 

 

11. Verwendung verkaufter Produkte

78.510.936

68.540.783

–13

 

 

12. Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer

3.663.651

3.990.477

9

 

 


Definitionen, Annahmen und Berechnungsmethoden:
Übergreifende Angaben

  • Scope‑3-THG-Emissionen werden in Übereinstimmung mit dem Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard 2011 und den ergänzenden Standards berechnet.

Gesamte berechnete indirekte (Scope‑3-) THG-Bruttoemissionen

  • Für 2025: Summe der signifikanten Scope‑3-THG-Emissionen. Für 2024: Summe aller 15 Kategorien an Scope‑3-THG-Emissionen.

Berechnete indirekte Scope‑3-THG-Emissionen – erworbene Waren und Dienstleistungen

  • Die erworbenen Waren und Dienstleistungen beziehen sich auf die Förderung, die Fertigung und den Transport von Waren, die vom Unternehmen im Berichtsjahr eingekauft wurden. Es werden nur die für Kategorie 1 gemäß GHG Protocol relevanten Waren und Dienstleistungen berücksichtigt, einschließlich aller vorgelagerten Emissionen (Cradle-to-Gate).
  • Die Emissionen für Produktionsmaterialien werden gewichtsbasiert und für andere Waren und Dienstleistungen kostenbasiert berechnet. Für die Berechnung der Emissionen werden die Emissionsfaktoren von Sphera, Ecoinvent, lieferantenspezifische Emissionsfaktoren oder intern ermittelten unternehmensbereichs- und geschäftsfeldspezifischen THG-Faktoren verwendet.
  • Bei eingekauften Produktgruppen, für die nicht alle Gewichtsangaben vorliegen, wird der fehlende Anteil durch Berechnungen mit der Durchschnittsmethode extrapoliert. Die Ausgaben für Nicht-Produktionsmaterialien und Dienstleistungen werden entweder mit den spezifischen Emissionsfaktoren von DEFRA oder mit einem intern bestimmten Emissionsfaktor multipliziert. Innerhalb dieser ausgabenbasierten Methode werden die Daten für einen kleinen Teil extrapoliert.

Berechnete indirekte Scope‑3-THG-Emissionen – Investitionsgüter

  • Investitionsgüter, die im Berichtsjahr eingekauft wurden, sind berücksichtigt.
  • Die Ausgaben für Investitionsgüter werden entweder mit den spezifischen Emissionsfaktoren von DEFRA oder mit einem intern bestimmten Emissionsfaktor multipliziert. Im Rahmen dieser ausgabenbasierten Methode werden die Daten für einen kleinen Teil extrapoliert.

Berechnete indirekte Scope‑3-THG-Emissionen – Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder 2 enthalten)

  • Energie- und brennstoffbezogene Aktivitäten werden als Förderung, Erzeugung, Transport und Transportverluste von erworbenen Brennstoffen und Energie definiert, die nicht von Scope 1 oder 2 abgedeckt werden.
  • Für den Energieverbrauch werden die spezifischen Emissionsfaktoren von DEFRA im Rahmen einer Durchschnittsdaten-Methode verwendet.
  • Die länderspezifischen Emissionsfaktoren für Netzstrom werden auf der Grundlage der DEFRA-Berechnungsmethode berechnet. Für diese Kategorie werden Well-to-Tank-Emissionsfaktoren berücksichtigt.
  • Ein durchschnittlicher Übertragungsverlust von 5 %, wie von DEFRA empfohlen, wurde für Dampf und Fernwärme angewendet.
  • Bei erneuerbarer Elektrizität wird davon ausgegangen, dass der Mix zu 50 % aus Photovoltaik und zu 50 % aus Windenergie besteht.

Berechnete indirekte Scope‑3-THG-Emissionen – vorgelagerter Transport und Vertrieb

  • Vorgelagerter Transport und Vertrieb werden als der Transport von Waren von direkten Lieferanten zum Unternehmen sowie innerhalb des Unternehmens und zum Kunden, sofern vom Unternehmen bezahlt und unter Einsatz von Fahrzeugen und Einrichtungen von Dritten, definiert, einschließlich Emissionen von Transportdienstleistungen.
  • Für diese Kategorie werden Durchschnittsdaten, Kosten und THG-Daten von Dienstleistern unter Anwendung der entfernungsbasierten Methode verwendet, wobei der fehlende Anteil extrapoliert wird.
  • Neben den CO2-Daten von Dienstleistern werden die Emissionen für jeden Verkehrsträger (Straße, Schiene, See und Luft) durch Berechnungen ermittelt, wobei ein kleiner Teil der Verkehrsträger geschätzt wird.
  • Als Berechnungsgrundlage dienen Logistikkosten, Entfernung je Gewicht und Transportmittel, multipliziert mit spezifischen Emissionsfaktoren von Sphera oder DEFRA.
  • Die Emissionen des Unternehmensbereichs ContiTech werden zum Großteil anhand der THG-Daten von Dienstleistern berechnet.

Berechnete indirekte Scope‑3-THG-Emissionen – Abfallaufkommen in Betrieben

  • Das Abfallaufkommen wird mit den spezifischen Emissionsfaktoren von DEFRA mit einer Durchschnittsdaten-Methode für verschiedene Abfallkategorien multipliziert, wobei nur Emissionen im Zusammenhang mit Deponien und Verbrennungsanlagen berücksichtigt werden.

Berechnete indirekte Scope‑3-THG-Emissionen – Geschäftsreisen

  • Reisebuchungsanbieter übermitteln die THG-Emissionen für Geschäftsreisen. Hotelübernachtungen werden dabei als optionale Daten einbezogen. Die unterschiedlichen Reiseoptionen sind zusätzlich berücksichtigt und berechnet.
  • Teilweise beziehen sich diese externen Primärdaten auf Emissionsfaktoren von DEFRA.
  • Geschäftsreisen, die möglicherweise nicht über diese Dienstleister gebucht wurden, sind durch eine Schätzung auf Basis einer Expertenannahme berücksichtigt.

Berechnete indirekte Scope‑3-THG-Emissionen – Verwendung verkaufter Produkte

  • Diese Kategorie enthält die indirekten Emissionen der Unternehmensbereiche ContiTech und Tires in der Nutzungsphase, die gemäß dem GHG Protocol optional zu berichten sind. Für diese Kategorie werden die Tank-to-Wheel-Emissionsfaktoren verwendet.
  • Indirekte Emissionen im Bereich der Spezialreifen, Nicht-Reifen-Produkte und Produkte im Handelsgeschäft des Unternehmensbereichs Tires sowie das Industriegeschäft des Unternehmensbereichs ContiTech mit Ausnahme des Geschäfts mit Fördergurten sind nicht Teil der Berechnung.
  • Für den Unternehmensbereich ContiTech basiert die Berechnungsmethode auf der erwarteten Produktlebensdauer, übernommen von ausgewählten Automobilherstellern, und dem verkauften Produktgewicht unter Verwendung von Durchschnittsdaten-Methoden mit Emissionsfaktoren von ICCT und DEFRA sowie repräsentativer Verbrauchswerte von Batterie-Elektrofahrzeugen.
  • Zur Berechnung der Emissionen aus der Nutzungsphase von Fördergurten des Unternehmensbereichs ContiTech werden ein durchschnittliches Gurtgewicht, die damit verbundene Leerlaufleistung, die jährliche Laufzeit des Gurts sowie die Lebensdauer auf der Grundlage von internen Daten und Expertenbewertungen ermittelt.
  • Das Berechnungsmodell für den Unternehmensbereich Tires basiert auf den an die Reifenindustrie angepassten „Produktkategorie-Regeln“ (Product Category Rules, PCR). Der Energieverbrauch der verkauften Reifen wird unter Berücksichtigung des Roll- und des Beschleunigungswiderstands berechnet.
  • Außerdem werden für den Unternehmensbereich Tires kraftstoffspezifische Emissionsfaktoren von DEFRA verwendet, die auf dem PCR-Antriebsstrangmix in den jeweiligen Märkten basieren. Alle Antriebsarten, die innerhalb der PCR Berücksichtigung finden, werden in den Modellen abgebildet. Innerhalb der PCR werden Antriebsarten ab einem Schwellenwert von 10 % innerhalb der relevanten Märkte berücksichtigt.

Berechnete indirekte Scope‑3-THG-Emissionen – Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer

  • Berücksichtigt sind die Abfallentsorgung und die Behandlung von verkauften Produkten am Lebenszyklusende.
  • Das Gewicht der verkauften Produkte wird mit den spezifischen Emissionsfaktoren von Sphera gemäß dem Entsorgungs- und Recyclingtyp multipliziert. Für fehlende Gewichtsangaben einzelner Produktgruppen werden die Emissionen auf der Grundlage von Informationen über eingekaufte Waren berechnet. Im Berichtsjahr wurde die Methodik zur Berechnung der Kennzahl weiterentwickelt.
  • Für die Klassifizierung des Entsorgungs- und Verwertungstyps werden interne Expertenbewertungen und Industriedaten herangezogen.

Scope-3-Emissionen unter Verwendung von Primärdaten

Aufgrund einer verbesserten Datenbasis konnte der Anteil an Scope‑3-THG-Emissionen, die unter Verwendung von Primärdaten berechnet wurden, erheblich gesteigert werden. Im Unternehmensbereich Tires wurden spezifische Prozesse mit den Lieferanten von Produktionsmaterialien eingeführt, sodass im Berichtsjahr erstmals Primärdaten für die Berechnung der Emissionen genutzt wurden. Dadurch konnten die Emissionen der Produktionsmaterialien in Scope 3 Kategorie 1 für den Unternehmensbereich Tires etwa zur Hälfte mittels Primärdaten abgebildet werden. Der Anteil über alle Scope-3-THG-Emissionen lag methodenbedingt und durch den hohen Anteil der Emissionen der Kategorie 11 (Verwendung verkaufter Produkte) 2025 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die Abspaltung der ehemaligen Unternehmensbereiche Automotive und Contract Manufacturing hatte auf die Veränderung keinen Einfluss.

Scope‑3-Emissionen unter Verwendung von Primärdaten

2025

2024

Anteil Scope‑3-THG-Emissionen, berechnet unter Verwendung von Primärdaten, in %

3,44

0,01

Anteil Scope‑3-THG-Emissionen bezogen auf Kategorie 1. Erworbene Waren und Dienstleistungen, berechnet unter Verwendung von Primärdaten, in %

31,97

Anteil Scope‑3-THG-Emissionen bezogen auf Produktionsmaterialien innerhalb der Kategorie 1, berechnet unter Verwendung von Primärdaten, in %

35,65


Übergreifende Definitionen, Annahmen und Berechnungsmethoden:

  • Es werden Emissionen berücksichtigt, zu denen Primärdaten in Form eines Produkt-CO2-Fußabdrucks vorlagen, der entweder extern verifiziert ist oder einen internen Validierungsprozess erfolgreich durchlaufen hat.
  • Berücksichtigt sind Scope‑3-THG-Emissionen, die anhand von Primärdaten berechnet werden.
  • Scope‑3-THG-Emissionen auf Basis von Primärdaten werden in Relation zu den gesamten Scope‑3-THG-Emissionen gesetzt.
  • Scope‑3-THG-Emissionen auf Basis von Primärdaten werden in Relation zu Scope‑3-THG-Emissionen - Kategorie 1 gesetzt.
  • Scope‑3-THG-Emissionen auf Basis von Primärdaten werden in Relation zu dem Anteil an Emissionen der Produktionsmaterialien aus Scope‑3-THG-Emissionen - Kategorie 1 gesetzt.
  • Beide Kennzahlen zu den Anteilen der Primärdaten bezogen auf Kategorie 1 werden für das Berichtsjahr erstmals ausgewiesen. Eine entsprechende Vergleichszahl für 2024 ließ sich aufgrund der organisatorischen Veränderungen nicht berechnen.

Anpassung an den Klimawandel

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im IRO-Cluster Anpassung an den Klimawandel

ID

Kurzbeschreibung

Art des IROs

Primärer
Zeithorizont

Erläuterung

11

Betriebsunterbrechungen und höhere Betriebskosten/Investitionen im eigenen Geschäftsbereich aufgrund der physischen Auswirkungen des Klimawandels (SSP2-Szenario)

Abstraktes und konkretes Risiko

Langfristig/
mittelfristig

Continental betreibt weltweit eine Vielzahl von Standorten in Regionen mit verschiedenen klimatischen Bedingungen. Daraus ergibt sich eine grundsätzliche Exposition gegenüber physischen Folgen des Klimawandels wie zunehmenden Extremwetterereignissen und langfristigen klimatischen Veränderungen. In einem Szenario mit moderatem Temperaturanstieg könnten erhöhte akute Ereignisse sowie verstärkte chronische Änderungen der klimatischen Bedingungen zu Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs oder notwendigen Anpassungsmaßnahmen führen und damit höhere Betriebskosten und Investitionen verursachen. Eine konkrete Risikoexposition in Bezug auf höhere Betriebskosten und Investitionen ergibt sich insbesondere für Standorte, die bereits mittelfristig von häufigeren Hitzewellen betroffen sein könnten, was zur Erhöhung von entsprechenden Investitionen in Infrastruktur und Betriebskosten (z. B. Kühlung und Isolierung) führen kann.

12

Betriebsunterbrechungen und höhere Betriebskosten/Investitionen im eigenen Geschäftsbereich aufgrund der physischen Auswirkungen des Klimawandels (SSP5-Szenario)

Abstraktes
Risiko

Langfristig

Continental betreibt weltweit eine Vielzahl von Standorten in Regionen mit verschiedenen klimatischen Bedingungen. Daraus ergibt sich eine grundsätzliche Exposition gegenüber physischen Folgen des Klimawandels wie zunehmenden Extremwetterereignissen und langfristigen klimatischen Veränderungen. In einem Szenario mit starkem Temperaturanstieg könnten deutlich erhöhte akute Ereignisse sowie verstärkte chronische Änderungen der klimatischen Bedingungen zu Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs oder notwendigen Anpassungsmaßnahmen führen und damit höhere Betriebskosten und Investitionen verursachen.

13

Unterbrechungen der Lieferkette und höhere Kosten für Materialien/Dienstleistungen aufgrund der physischen Auswirkungen des Klimawandels (SSP5-Szenario)

Abstraktes
Risiko

Langfristig

Continentals Lieferkette erstreckt sich über eine Vielzahl von Ländern und umfasst diverse Industrien. Aus dieser globalen Struktur ergibt sich eine grundsätzliche Exposition gegenüber physischen Folgen des Klimawandels wie zunehmenden Extremwetterereignissen und langfristigen klimatischen Veränderungen. In einem Szenario mit starkem Temperaturanstieg könnten deutlich erhöhte akute Ereignisse sowie verstärkte chronische Änderungen der klimatischen Bedingungen zu Unterbrechungen oder Einschränkungen der Verfügbarkeit bestimmter Materialien und Vorprodukte führen, insbesondere bei biobasierten Materialien. Dies könnte marktbedingt zu höheren Kosten für Materialien und Vorprodukte führen.

Managementansatz für Anpassung an den Klimawandel

Um das Risiko steigender Betriebs- und Investitionskosten oder von Geschäftsunterbrechungen aufgrund des physischen Klimawandels zu mindern, hat Continental einen Managementansatz etabliert. Dieser umfasst sowohl technische Maßnahmen zur Anpassung von Produktionsstätten und Maßnahmen zur Verhaltensänderung der Mitarbeitenden als auch Prozesse zur Auswahl von Produktionsanlagen und neuen Standorten.

Zugleich deckt der Managementansatz auch physische Risiken in der Lieferkette ab, um die Kontinuität der Lieferketten sicherzustellen, deren Resilienz zu stärken und Unterbrechungen zu verhindern. Physische Klimarisiken sind eine von vielen Risikoursachen von Lieferunterbrechungen. Sie werden im Rahmen des allgemeinen Lieferkettenmanagements berücksichtigt.

Dieser Managementansatz deckt den eigenen Geschäftsbereich von Continental ab. In Bezug auf die Lieferkette deckt der Managementansatz insbesondere die Lieferketten von Produktionsmaterialien ab und variiert in Bezug auf die betrachtete Tiefe der Lieferkette.

Die Hauptverantwortung für die Umsetzung der Risikominderungsmaßnahmen in Bezug auf Produktionsanlagen und Standorte liegt im operativen Geschäft, das von verschiedenen Funktionen innerhalb der Organisation unterstützt wird, z. B. von Real Estate Management, dem Continental-internen Versicherungsdienst sowie von technischen Abteilungen, die auf Gebäude, Anlagen und Infrastruktur spezialisiert sind. Das Management der Lieferkette erfolgt insbesondere durch die Einkaufs- und Lieferkettenfunktionen. Eine Überwachung erfolgt über verschiedene Prozesse, u. a. im Rahmen des allgemeinen Risikomanagements.

Bei der Wahl neuer Betriebsstandorte berücksichtigt Continental u. a. Risiken im Zusammenhang mit bestehender Exposition gegenüber extremen Wetterereignissen, welche durch den Klimawandel verstärkt werden könnten. Um diese potenziellen neuen Risiken durch Aufnahme neuer Standorte in das Immobilienportfolio zu vermeiden, hat Continental in ihren Leitlinien für den Auswahlprozess neuer Standorte entsprechende Anforderungen aufgenommen. Ziel dieser Anforderungen ist es, Erkenntnisse über die Exposition der betrachteten Anlagen gegenüber einer Vielzahl von Wetterereignissen und anderen Naturkatastrophen zu gewinnen und die Ergebnisse der Bewertung in die endgültige Entscheidung einfließen zu lassen.

Im bestehenden Anlagen- und Immobilienportfolio werden die Klimabedingungen an den jeweiligen Standorten überwacht. Im Rahmen der Verbesserung und Optimierung der Produktionsprozesse und der Arbeitsbedingungen bewerten die Standorte individuelle kosteneffiziente Optionen für Heizung, Kühlung und Lüftung unter Berücksichtigung von Potenzialen zur Senkung der Energie- und sonstigen Betriebskosten, was insbesondere in Bezug auf Risiken in Verbindung mit langfristigen Klimaveränderungen (beispielsweise Temperaturanstieg) relevant ist. Entsprechende Maßnahmen, inklusive baulicher Maßnahmen, werden vor Ort im Rahmen der regulären Standortmanagementprozesse und in Abstimmung mit den zentral unterstützenden Abteilungen umgesetzt.

Ein zusätzlicher Hebel zur Dämpfung der steigenden Betriebskosten ist die Sensibilisierung der Mitarbeitenden für die Auswirkungen, die individuelle Verhaltensmuster auf die Entwicklung des Gesamtenergiebedarfs haben. Die Umsetzung dieses Hebels umfasst beispielsweise diverse Schulungen und Kampagnen zur Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Energie, um die Kosten für Heizung, Kühlung und Lüftung zu senken.

Zudem ist die Risikoverminderung bezüglich bestimmter Naturgefahren und Extremwetterereignisse unter Berücksichtigung der jeweiligen aktuellen Exponierung Teil des standortbezogenen und versicherungstechnischen Risikomanagementprozesses mit daraus resultierenden organisatorischen und technischen Maßnahmen, beispielsweise Präventionsmaßnahmen in Bezug auf Hochwasser, Notfallpläne oder standortspezifische Überwachungsprozesse. Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Maßnahmen liegt entsprechend im operativen Geschäft.

Bezüglich Lieferketten werden während des Beschaffungsprozesses und Lieferkettenmanagements verschiedene Aspekte berücksichtigt, zu denen u. a. strategische Faktoren zählen, wie z. B. die Versorgungssicherheit bei extremwetterbedingten Ereignissen, welche durch den Klimawandel verstärkt werden könnten. Die Versorgungssicherheit unserer Werke wird kontinuierlich gesteuert, mögliche logistische Herausforderungen für Warenlieferungen, z. B. bei Seefrachten, werden engmaschig überwacht. Es gibt generelle Risikovorkehrungen, die unsere Lieferketten absichern. Sollten trotzdem Standorte bzw. Lieferungen von Lieferanten ausfallen, greifen spezifische Aktionspläne. Weiterführende Informationen zu den entsprechenden Prozessen und zur Einbindung in das Risikomanagement sind im Risiko- und Chancenbericht zu finden.

Der Auswahlprozess für neue Standorte und das Management des Immobilienportfolios folgen allgemeinen internen Regeln. Darüber hinaus stellt Continental eigene Anforderungen an Gebäudeerrichtung und -betrieb, die beispielsweise Faktoren wie die Dämmung berücksichtigen.

Außerdem stellt der Managementansatz für Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen einen unterstützenden Rahmen für die Reduzierung der Emissionen durch Kühlung, Heizung oder Lüftung dar. Die interne Energieeffizienzkampagne BEE („be energy efficient“) im Unternehmensbereich Tires ist ein wichtiges Regelwerk für Mitarbeitende, um ihr Verhalten anzupassen.

Die Lieferketten-Prozesse werden durch eine Reihe allgemeiner interner Regeln für die entsprechenden Funktionen auf verschiedenen Ebenen der Organisation gesteuert.

Der Managementansatz stützt sich in Bezug auf Anlagen und Standorte indirekt auf die internationalen Normen ISO 14001 und ISO 50001 durch Bezug auf Umweltmanagement und Energiemanagement sowie auf die technischen Anforderungen an die Gebäude, einschließlich der Berücksichtigung lokaler Regulatorik.

Hinsichtlich der Lieferketten liegt dem Managementansatz kein bestimmtes externes Regelwerk zugrunde.

Bei den Umsetzungsprozessen für den Managementansatz werden für den eigenen Geschäftsbereich insbesondere die Interessen der Continental-Mitarbeitenden bezüglich der Arbeitsbedingungen, z. B. Temperatur und frische Luft, an den jeweiligen Standorten berücksichtigt.

Bezüglich der Lieferketten ist ein enger Dialog mit Kunden und Lieferanten ein Kernelelement des Managementansatzes.

Die Kommunikation mit den Mitarbeitenden für den eigenen Geschäftsbereich findet generell auf Standortebene statt. Detaillierte Informationen zu den allgemeinen Formen der Einbeziehung und der Kommunikation mit den Mitarbeitenden sind im Kapitel Eigene Belegschaft (ESRS S1) enthalten.

In Bezug auf die Lieferkette werden die Prozesse nah am operativen Geschäft umgesetzt, daher findet die Kommunikation mit den internen Interessengruppen hauptsächlich innerhalb der jeweiligen Geschäftsbereiche statt. Die primäre externe Kommunikation ist der enge Dialog mit Kunden und Lieferanten.

Übergangsplan für den Klimaschutz

Der teilweise formalisierte Übergangsplan (Transition Plan) von Continental deckt alle relevanten Auswirkungen, Risiken und Chancen ab und besteht aus einer Kombination von Ambitionen, Managementansätzen, Zielen sowie Kernmaßnahmen. Der Managementansatz für Scope‑1- und Scope‑2- Emissionen, das entsprechende Ziel und der zielbezogene Reduktionsplan bilden die Grundlage für den Übergangsplan für den Klimaschutz im eigenen Geschäftsbereich. Darüber hinaus ist der Managementansatz für Scope‑3-Emissionen, Resilienz und Transformation der Wertschöpfungskette für die Transition von großer Bedeutung.

Diese Schlüsselelemente des Übergangsplans sind wie jeweils beschrieben verankert und insbesondere in Bezug auf das Ziel vom Vorstand des Continental-Konzerns genehmigt.

Continental ist der Auffassung, dass der Übergangsplan mit dem Pariser Klimaabkommen in Einklang steht, wie insbesondere für das Ziel für Scope‑1- und Scope‑2- Emissionen beschrieben wird. Für weitere Details siehe Kapitel Klimawandel (ESRS E1), Abschnitt Ziele in Bezug auf Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen.

Continental hat keine Kenntnis darüber, von EU Paris-aligned Benchmarks ausgenommen zu sein.

Um das gesetzte THG-Emissionsreduktionsziel zu erreichen, hat Continental zwei primäre Dekarbonisierungshebel (siehe Abschnitt Ziele in Bezug auf Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen) identifiziert, die durch die definierten Maßnahmen (siehe Abschnitt Kernmaßnahmen zur Erreichung des Ziels in Bezug auf Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen) angegangen werden. Darüber hinaus werden die Hebel für Scope‑3-Emissionen durch die beschriebenen Managementansätze operationalisiert.

Eine ausführliche Beschreibung der Maßnahmen und der zugehörigen Kennzahlen, die über den Fortschritt bei der Umsetzung des Übergangsplans Auskunft geben, befindet sich im Abschnitt Kernmaßnahmen zur Erreichung des Ziels in Bezug auf Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen.

Im Rahmen des IRO-Assessments (siehe Kapitel Allgemeine Angaben (ESRS 2), Unterkapitel Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen – Überblick) wurden von Continental die potenziellen gebundenen THG-Emissionen in den wichtigsten Vermögenswerten betrachtet. Die Schlussfolgerung aus der Analyse war, dass diese aufgrund ihrer Unwesentlichkeit die Erreichung des festgelegten THG-Emissionsreduktionsziels nicht gefährden und auch keine Übergangsrisiken fördern.

Die Nachhaltigkeitsstrategie und die Managementansätze zum Klimawandel sind feste Bestandteile der allgemeinen Unternehmensstrategie und spielen eine Schlüsselrolle beim Übergang zu einem nachhaltigeren Geschäftsmodell. Wenn für die Umsetzung der dazugehörigen Maßnahmen umfangreiche finanzielle Mittel erforderlich sind, wird dies wie beschrieben im Rahmen des Finanzplanungsprozesses entsprechend berücksichtigt.

Der Übergangsplan von Continental sieht derzeit keine Transformation des Portfolios mit dem Ziel der Erfüllung der in der delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 der Kommission festgelegten Kriterien im Hinblick auf taxonomiekonforme Geschäftsaktivitäten vor. Zudem weist Continental für 2025 keine taxonomiekonformen Geschäftsaktivitäten aus.

Die Veränderungen der ausgewiesenen Ausgaben gegenüber dem Vorjahr ergaben sich aus den detaillierteren Beschreibungen der Veränderungen von Betriebsausgaben und Investitionen im Abschnitt Kernmaßnahmen zur Erreichung des Ziels in Bezug auf Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen.

CapEx und OpEx für zielbezogene Kernmaßnahmen

2025

2024

Gesamtbetrag der aktuellen und bereits geplanten CapEx und OpEx für Kernmaßnahmen zur Umsetzung des Ziels in Bezug auf Scope 1 und Scope 2 Emissionen, in Mio €

131

50


Definitionen, Annahmen und Berechnungsmethoden:

  • Die Kennzahl deckt explizit nur die Kernmaßnahmen in Bezug auf das öffentliche Nachhaltigkeitsziel ab und keine weiteren Elemente des Übergangsplans.
  • Die Datenerhebung erfolgt auf Ebene der Kernmaßnahmen. Gezählt werden aktuelle und bereits geplante Investitionen (CapEx) und Betriebsausgaben (OpEx) für Kernmaßnahmen zur Umsetzung der Ziele in Bezug auf die Reduzierung der Intensität der Scope‑1- und marktbasierten Scope‑2-THG-Emissionen für den Unternehmensbereich Tires.
  • Werte für 2024 wie berichtet gemäß ehemaliger Zielsetzung für den Konzern in der Struktur 2024.

Internes CO2-Preissystem

Nach Continentals Auslegung der regulatorischen Anforderungen der ESRS in Bezug auf interne CO2-Bepreisungssysteme wird ein solcher Mechanismus bei Continental nicht angewendet. Zur Inzentivierung von Reduktionsmaßnahmen hat Continental für ihre Gesellschaften die Möglichkeit geschaffen, im Rahmen von Investitionsentscheidungsprozessen interne CO2-Schattenpreise als Unterstützungsfaktor zu berücksichtigen. Das System hat einen unverbindlichen Charakter. Die Gesellschaften entscheiden eigenständig, ob sie für gewisse Investitionsvorhaben den optionalen CO2-Schattenpreis als einen zusätzlichen Faktor zur Berechnung des internen Zinsfußes (Internal Rate of Return, IRR) als steuerungsrelevanter Kennzahl einbeziehen. Der optionale Schattenpreis wird ausgehend von den Erwartungen von Continental hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der externen CO2-Preise bestimmt. Aufgrund der Besonderheiten des unverbindlichen Charakters und des daraus resultierenden eingeschränkten Anwendungsbereichs sind Abschätzungen des vom CO2-Preissystem abgedeckten Umfangs der THG-Emissionen nicht repräsentativ.

Resilienzanalyse

Die Analyse der Resilienz von Continental gegenüber dem Klimawandel entlang der gesamten Wertschöpfungskette, insbesondere in Bezug auf die Strategie und das Geschäftsmodell, ist in das allgemeine IRO-Assessment integriert (siehe Kapitel Allgemeine Angaben (ESRS 2), Unterkapitel Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen – Überblick).

Im Prozess der Identifizierung und Bewertung von Risiken und Chancen im Rahmen des allgemeinen IRO-Assessments berücksichtigte Continental verschiedene Faktoren und Szenarien. Die Szenarien sind im Kapitel Allgemeine Angaben (ESRS 2) im Abschnitt Besonderheiten des IRO-Assessments in Bezug auf Klimawandel beschrieben. Die Verwendung von Szenarien und Annahmen führt per Definition zu Unsicherheiten in den Ergebnissen der Analyse. Zusätzlich wurden insbesondere die folgenden Faktoren berücksichtigt:

  • verringerte Gesamtemissionen von Treibhausgasen und ein geringerer Energieverbrauch aufgrund einer Umstellung auf CO2-arme Brennstoffe,
  • verbesserte Energieeffizienz,
  • verstärkter Einsatz erneuerbarer Energien,
  • höherer Produktionsanteil von Fahrzeugen ohne Antriebsemissionen sowie
  • unterschiedliche Geschwindigkeiten beim Übergang zu CO2-
    armen Technologien.

Zur Bewertung der Resilienz des Geschäftsmodells von Continental gegenüber den identifizierten Risiken und Chancen wurde auch eine Bewertung der konkreten Risiken durchgeführt, bei der die bestehenden Managementansätze, Ziele und Kernmaßnahmen zur Zielerreichung in Bezug auf den Klimawandel berücksichtigt wurden. Die Identifizierung der Risiken ist eine Grundlage für die Managementansätze und unterstützt gemeinsam mit der Identifizierung von Auswirkungen und Chancen, wie im jeweiligen IRO-Cluster beschrieben, die Priorisierung von Prozessen und Maßnahmen inklusive Investitionen in Bezug auf Klimaschutz und -anpassung. Beispielsweise unterstützen Maßnahmen zur Elektrifizierung die Mitigation von Übergangsrisiken und bauliche Maßnahmen die Mitigation von Anpassungsrisiken.

Auf der Grundlage des IRO-Assessments und unter Berücksichtigung der damit verbundenen Einschränkungen, Unsicherheiten, Zeithorizonte und Annahmen, wie im Kapitel Allgemeine Angaben (ESRS 2) im Unterkapitel Verfahren zur Ermittlung und Bewertung wesentlicher IROs dargelegt, sowie unter Berücksichtigung der Managementansätze betrachtet Continental ihr Geschäftsmodell, ihre Strategie, ihre Vermögenswerte und ihren Zugang zu Finanzmitteln als resilient. Die in diesem Kapitel beschriebenen Managementansätze, Ziele und Kernmaßnahmen zur Zielerreichung beschreiben die Fähigkeiten von Continental, kurz-, mittel- und langfristig ihre wesentlichen negativen Auswirkungen zu reduzieren, Risiken zu bewältigen und Chancen wahrzunehmen. Dabei geht Continental zudem davon aus, dass sich diese Fähigkeiten über die Zeit weiterentwickeln werden.

Weitere Angaben in Bezug auf den Klimawandel

Weitere Angaben zu Energieverbrauch und Energiemix

Die Erzeugung von erneuerbaren Energien ist im Berichtsjahr spürbar gestiegen. Hierbei gab es einen deutlichen Anstieg in den Unternehmensbereichen Tires und ContiTech, während die Abspaltung der ehemaligen Unternehmensbereiche Automotive und Contract Manufacturing einen leicht gegenläufigen Effekt hatte.

Der Rückgang bei der Erzeugung nicht erneuerbarer Energie ging im Wesentlichen auf den strukturellen Effekt der Abspaltung zurück.

Der geringere Gesamtenergieverbrauch aus Aktivitäten in Sektoren mit hohen Klimaauswirkungen und die geringeren Umsatzerlöse aus Aktivitäten in Sektoren mit hohen Klimaauswirkungen resultierten ebenfalls aus dem strukturellen Effekt.

Weitere Angaben zu Energieverbrauch und Energiemix

2025

2024

Erzeugung nicht erneuerbarer Energie, in MWh

2.523.755

2.760.454

Erzeugung erneuerbarer Energie, in MWh

34.484

26.652

 

 

 

Angaben in Bezug auf Aktivitäten in klimaintensiven Sektoren

 

 

Energieintensität aus Aktivitäten in Sektoren mit hohen Klimaauswirkungen, in MWh / Mio €

364

214

Gesamtenergieverbrauch aus Aktivitäten in Sektoren mit hohen Klimaauswirkungen, in MWh

6.668.840

8.144.095

Umsatzerlöse aus Aktivitäten in Sektoren mit hohen Klimaauswirkungen, in Mio €

18.320

38.053


Definitionen, Annahmen und Berechnungsmethoden:
Erzeugung nicht erneuerbarer Energie

  • Enthält die Erzeugung von Dampf aus nicht erneuerbaren Quellen in Kesselhäusern sowie selbst erzeugten Strom aus fossilen Quellen.
  • Die produzierte Menge von Dampf in Kesselhäusern ist kalkuliert auf Basis des Gesamtverbrauchs von Erdgas am jeweiligen Standort abzüglich der Direktverbrennung von Erdgas auf Basis von jährlichen Durchschnittswerten.
  • Neben der Erzeugung von Strom aus fossilen Quellen bildet die Hochrechnung der Energieerzeugung aus nicht erneuerbaren Quellen anhand der globalen Erdgasverbräuche den wesentlichen Anteil der Energieerzeugung aus fossilen Quellen ab. Andere Energieträger werden für diese Kennzahl als nicht wesentlich betrachtet.
  • Umrechnungsfaktoren werden bei Bedarf verwendet, um die Energieerzeugung in MWh umzurechnen.
  • Die Datenerhebung erfolgt durch die Standorte. Für einzelne Standorte werden Modellrechnungen unter Berücksichtigung der Mitarbeiteranzahl und der Art des Betriebs verwendet.

Erzeugung erneuerbarer Energie

  • Enthält die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen wie z. B. Photovoltaik.
  • Umrechnungsfaktoren werden bei Bedarf verwendet, um die Energieerzeugung in MWh umzurechnen.
  • Die Datenerhebung erfolgt durch die Standorte.

Energieintensität aus Aktivitäten in Sektoren mit hohen Klimaauswirkungen

  • Die Zahl ist definiert als der Gesamtenergieverbrauch aus Aktivitäten in Sektoren mit hohen Klimaauswirkungen dividiert durch die Umsatzerlöse aus Aktivitäten in Sektoren mit hohen Klimaauswirkungen.
  • Die Datenerhebung des Energieverbrauchs erfolgt gemäß den Angaben unter der Tabelle zu Energieverbrauch und Energiemix.

Gesamtenergieverbrauch aus Aktivitäten in Sektoren mit hohen Klimaauswirkungen

  • Aktivitäten in den NACE-Code-Sektoren A bis H und L, die zu Umsatzerlösen führen, gelten als Aktivitäten in Sektoren mit hohen Klimaauswirkungen.
  • Enthält den Gesamtenergieverbrauch aus fossilen und erneuerbaren Quellen, der auf Tätigkeiten in Sektoren mit hohen Klimaauswirkungen entfällt.
  • Die Datenerhebung erfolgt durch die Standorte. Für einzelne Standorte werden Modellrechnungen unter Berücksichtigung der Mitarbeiteranzahl und der Art des Betriebs verwendet.

Umsatzerlöse aus Aktivitäten in Sektoren mit hohen Klimaauswirkungen

  • Die im Konzernabschluss dargestellten Umsatzerlöse abzüglich der Umsatzerlöse aus nicht-klimaintensiven Aktivitäten sind dargestellt.

Aktivitäten in den NACE-Code-Sektoren A bis H und L, die zu Umsatzerlösen führen, gelten als Aktivitäten in Sektoren mit hohen Klimaauswirkungen und werden für die Berechnung herangezogen.

Informationen über die Umsatzerlöse (Nenner bei der Berechnung der Intensität der THG-Emissionen) sind innerhalb des Konzernabschlusses in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und im Kapitel 1 und 7 des Konzernanhangs zu finden.

THG-Emissionen insgesamt

Die Reduktion der THG-Emissionen insgesamt (Scope 1, 2, 3) ging auf die jeweils für die Scopes beschriebenen Veränderungen zurück und war insbesondere mit der Abspaltung der ehemaligen Unternehmensbereiche Automotive und Contract Manufacturing verbunden.

THG-Emissionen insgesamt,
in t CO2e

Rückblickend

Etappenziele und Zieljahre

Basisjahr

2024

2025

Δ Vj. in %

2025

2030

2035

Reduktionsrate (jährlich % des Ziels / Basisjahr)

THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen)

101.514.749

84.445.665

‑17

THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen)

100.251.479

83.460.246

‑17


Definitionen, Annahmen und Berechnungsmethoden:
Übergreifende Angaben

  • Die Zahlen werden gemäß Annahmen und Methoden berechnet, die in den entsprechenden Tabellen für die THG-Emissionen von Scope 1 und Scope 2 sowie Scope 3 dargelegt sind.
  • Für weitere Informationen siehe Kennzahl Standortbezogene Scope‑2-THG-Bruttoemissionen.

THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen)

  • Die gesamten standortbezogenen THG-Emissionen setzen sich aus Scope‑1-, standortbezogenen Scope‑2- und Scope-3-THG-Emissionen zusammen.

THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen)

  • Die gesamten marktbezogenen THG-Emissionen setzen sich aus Scope‑1-, marktbezogenen Scope‑2- und Scope-3-THG-Emissionen zusammen.

Intensität der THG-Emissionen

Die Intensität der THG-Emissionen stieg im Berichtsjahr auf Ebene des Continental-Konzerns strukturell bedingt durch eine höhere relative Treibhausgasintensität der Unternehmensbereiche Tires und ContiTech als in den abgespaltenen ehemaligen Unternehmensbereichen Automotive und Contract Manufacturing.
Auf Ebene der Unternehmensbereiche Tires und ContiTech war die Intensität weitestgehend stabil.

Intensität der THG-Emissionen, in Mio t CO2e / Mio €

2025

2024

Intensität der standortbasierten THG-Emissionen

0,004

0,003

Intensität der marktbasierten THG-Emissionen

0,004

0,003


Definitionen, Annahmen und Berechnungsmethoden:

  • Die gesamten standortbasierten bzw. marktbasierten THG-Emissionen werden durch die im Konzernabschluss gezeigten Umsatzerlöse geteilt.
  • Die Berechnung der gesamten THG-Emissionen erfolgt gemäß den Annahmen und Methoden, die in den entsprechenden Tabellen für die Scope‑1- und Scope‑2- sowie Scope‑3-THG-Emissionen dargelegt sind.

Informationen über die Umsatzerlöse (Nenner bei der Berechnung der Intensität der THG-Emissionen) sind innerhalb des Konzernabschlusses in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und im Kapitel 1 und 7 des Konzernanhangs zu finden.