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Geschäftsbericht 2025

Neue Wege gehen.

Geschäftsbericht 2025

Erläuterungen zur Konzernbilanz

13. Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Der Abgang des Goodwill aus Konsolidierungskreisveränderungen in Höhe von 2.098 Mio € und die Abgänge aus den sonstigen immateriellen Vermögenswerten aus Konsolidierungsveränderungen in Höhe von 392 Mio € resultieren im Wesentlichen aus der Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing. Hierzu verweisen wir auf Kapitel 6.

Der Abgang des Goodwill im Jahr 2024 in Höhe von insgesamt 43 Mio € ergab sich im Wesentlichen aus dem Verkauf von Teilaktivitäten des Geschäftsfelds Autonomous Mobility im ehemaligen Segment Automotive. Hierzu verweisen wir auf Kapitel 5.

Für die Veräußerungsgruppe OESL wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Goodwill in Höhe von 124 Mio € und auf sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 29 Mio € vorgenommen. Hierzu verweisen wir auf Kapitel 9. Darüber hinaus sind im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 4 Mio € auf sonstige immaterielle Vermögenswerte vorgenommen worden, die im Wesentlichen auf die fortgeführten Aktivitäten entfallen und nicht mehr nutzbare Softwareanwendungen betreffen. Sie entfielen in Höhe von 3 Mio € auf den Funktionsbereich der allgemeinen Verwaltungskosten.

Mio €

Goodwill

Aktivierte Entwicklungsleistungen

Übrige immaterielle Vermögenswerte

Geleistete Anzahlungen

Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte

Stand zum 01.01.2024

 

 

 

 

 

Anschaffungs-/Herstellungskosten

7.871

525

3.195

7

3.727

Kumulierte Abschreibungen

–4.683

–390

–2.516

0

–2.906

Buchwerte

3.187

135

679

7

820

Netto-Entwicklung 2024

 

 

 

 

 

Buchwerte

3.187

135

679

7

820

Wechselkursveränderungen

21

–1

14

0

13

Zugänge

16

22

3

41

Zugänge aus Konsolidierungskreisveränderungen

–1

0

0

Abgänge aus Konsolidierungskreisveränderungen

–43

–44

–44

Umbuchungen

0

0

3

–3

0

Abgänge

0

–4

0

–4

Abschreibungen

–52

–155

–208

Wertminderungen

Buchwerte

3.165

98

515

7

619

Stand zum 31.12.2024

 

 

 

 

 

Anschaffungs-/Herstellungskosten

7.847

520

3.072

7

3.599

Kumulierte Abschreibungen

–4.683

–422

–2.557

0

–2.979

Buchwerte

3.165

98

515

7

619

Netto-Entwicklung 2025

 

 

 

 

 

Buchwerte

3.165

98

515

7

619

Wechselkursveränderungen

–86

–1

–16

0

–17

Zugänge

0

2

16

3

21

Zugänge aus Konsolidierungskreisveränderungen

Abgänge aus Konsolidierungskreisveränderungen

–2.098

–91

–299

–3

–392

Umbuchungen

3

–3

0

Abgänge

0

0

–1

Abschreibungen

–8

–75

–83

Wertminderungen

–124

–32

–1

–32

Buchwerte

856

113

3

115

Stand zum 31.12.2025

 

 

 

 

 

Anschaffungs-/Herstellungskosten

908

1.404

3

1.407

Kumulierte Abschreibungen

–52

–1.292

0

–1.292

Buchwerte

856

113

3

115

Die nachfolgende Tabelle weist den Goodwill je zahlungsmittelgenerierende Einheit entsprechend der im jeweiligen Geschäftsjahr gültigen Organisationsstruktur, welche die Basis für die operative interne Steuerung bildet, aus:

 

Goodwill

Mio €

31.12.2025

 

 

31.12.2024

 

 

 

Automotive

2.129

Original Equipment

2

 

Original Equipment

2

Replacement EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika)

170

 

Replacement EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika)

170

Replacement APAC (Asien und Pazifik-Region)

187

 

Replacement APAC (Asien und Pazifik-Region)

197

Replacement The Americas (Nord-, Mittel- und Südamerika)

15

 

Replacement The Americas (Nord-, Mittel- und Südamerika)

17

Specialty Tires

18

 

Specialty Tires

20

Tires

392

 

Tires

407

Industrial Solutions Americas

219

 

Industrial Solutions Americas

246

Industrial Solutions APAC

81

 

Industrial Solutions APAC

87

Industrial Solutions EMEA

40

 

Industrial Solutions EMEA

40

Original Equipment Solutions

 

Original Equipment Solutions

130

Surface Solutions

124

 

Surface Solutions

125

ContiTech

464

 

ContiTech

629

Konzern

856

 

Konzern

3.165

Die Zugänge zu den erworbenen immateriellen Vermögenswerten betreffen v. a. Software in Höhe von 14 Mio € (Vj. 22 Mio €).

Die für die sonstigen immateriellen Vermögenswerte angefallenen planmäßigen Abschreibungen der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten im oben dargestellten Anlagenspiegel in Höhe von 83 Mio € (Vj. 208 Mio €) sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit 48 Mio € (Vj. 56 Mio €) in den Herstellungskosten, mit 12 Mio € (Vj. 14 Mio €) in den allgemeinen Verwaltungskosten und mit 23 Mio € (Vj. 138 Mio €) im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Ertragsteuern enthalten.

In den übrigen immateriellen Vermögenswerten sind um Wechselkurseffekte bereinigte Buchwerte in Höhe von 12 Mio € (Vj. 40 Mio €) enthalten, die keinen planmäßigen Abschreibungen unterliegen. Diese betreffen insbesondere den Markennamen Phoenix (zahlungsmittelgenerierende Einheit Industrial Solutions EMEA) in Höhe von 4 Mio € (Vj. 4 Mio €) und den Markennamen Matador (zahlungsmittelgenerierende Einheit Replacement EMEA [Europa, Mittlerer Osten und Afrika]) in Höhe von 3 Mio € (Vj. 3 Mio €). Des Weiteren enthalten die erworbenen immateriellen Vermögenswerte Buchwerte für Software in Höhe von 23 Mio € (Vj. 122 Mio €), die planmäßig abgeschrieben werden.

14. Sachanlagen

Im Segment Tires wurde in die Optimierung und Erweiterung der Fertigungskapazitäten bestehender Werke an den europäischen Niedrigkostenstandorten, in den USA, Thailand, Deutschland, China sowie in Brasilien investiert. Bedeutende Bilanzzugänge flossen dabei in den Ausbau der Produktionsstandorte in Rayong, Thailand, Mount Vernon, USA, sowie Hefei, China. Weiterhin wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt. Zur weiteren Stärkung unserer kundenbezogenen Lieferketten wurde im Berichtsjahr in den Aufbau eines eigenen regionalen Distributionszentrums in den USA investiert.

Im Segment ContiTech wurde im Wesentlichen in die Fertigungskapazitäten in Deutschland, Mexiko, den USA, China sowie in Rumänien und Ungarn investiert. Bedeutende Bilanzzugänge entfielen dabei auf die Ausweitung der Fertigungskapazitäten in ausgewählten Wachstumsmärkten für die Geschäftsfelder Industrial Solutions Americas, Original Equipment Solutions, Industrial Solutions EMEA und Surface Solutions. In Aguascalientes, Mexiko, wurde in den Aufbau eines weiteren Produktionsstandorts für das Geschäftsfeld Industrial Solutions Americas investiert. Darüber hinaus wurden in allen Geschäftsfeldern Investitionen zur Optimierung bestehender Produktionsabläufe durchgeführt.

Aus Wertminderungen auf Sachanlagen ergaben sich Aufwendungen in Höhe von insgesamt 342 Mio € (Vj. 36 Mio €). Diese entfielen in Höhe von 310 Mio € auf Sachanlagen der Veräußerungsgruppe OESL. Im ehemaligen Segment Automotive wurden im Berichtsjahr Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 20 Mio € (Vj. 29 Mio €) erfasst. Aus Wertminderungen auf Sachanlagen für die fortgeführten Aktivitäten ergaben sich Aufwendungen in Höhe von insgesamt 12 Mio € (Vj. 7 Mio €). Diese entfielen in Höhe von 12 Mio € (Vj. 7 Mio €) auf den Funktionsbereich der Herstellungskosten. Die Wertminderungen betrafen im Wesentlichen Wertminderungen aus Verschrottungen von Maschinen. Wertaufholungen auf Sachanlagen sind im Berichtsjahr und Vorjahr nicht angefallen.

Der Abgang des Sachanlagevermögens aus Konsolidierungskreisveränderungen in Höhe von 4.979 Mio € (Vj. 14 Mio €) resultiert im Wesentlichen aus der Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing.

Zu den Umbuchungen der Periode in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte verweisen wir auf Kapitel 24.

Direkt von den Anschaffungskosten wurden insgesamt 6 Mio € (Vj. 27 Mio €) an staatlichen Investitionszuschüssen abgesetzt.
Im Rahmen der Anwendung des IAS 23, Fremdkapitalkosten, wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

Es bestehen Beschränkungen von Verfügungsrechten sowie als Sicherheiten für Schulden verpfändete Sachanlagen in Höhe von 5 Mio € (Vj. 9 Mio €).

Zu den Nutzungsrechten, die gemäß IFRS 16, Leasingverhältnisse, in den Sachanlagen bilanziert werden, verweisen wir auf Kapitel 15.

Mio €

Grundstücke und
grundstücksgleiche Rechte und Bauten1

Technische
Anlagen und
Maschinen

Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung

Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen im Bau

Gesamt

Stand zum 01.01.2024

 

 

 

 

 

Anschaffungs-/Herstellungskosten

5.992

18.996

3.240

2.006

30.234

Kumulierte Abschreibungen

–2.615

–14.488

–2.470

–62

–19.636

Buchwerte

3.377

4.508

769

1.944

10.598

Netto-Entwicklung 2024

 

 

 

 

 

Buchwerte

3.377

4.508

769

1.944

10.598

Wechselkursveränderungen

13

0

–3

–28

–18

Zugänge

65

530

142

1.175

1.913

Zugänge aus Konsolidierungskreisveränderungen

1

0

0

1

Abgänge aus Konsolidierungskreisveränderungen

–2

–4

–8

0

–14

Umbuchungen in/aus zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

3

3

Umbuchungen

289

812

128

–1.229

0

Abgänge

–10

–35

–4

–2

–51

Abschreibungen

–220

–1.200

–232

–1.651

Wertminderungen1

–1

–28

–3

–3

–36

Buchwerte

3.514

4.584

790

1.856

10.744

Stand zum 31.12.2024

 

 

 

 

 

Anschaffungs-/Herstellungskosten

6.352

19.630

3.313

1.892

31.187

Kumulierte Abschreibungen

–2.839

–15.047

–2.522

–36

–20.444

Buchwerte

3.514

4.584

790

1.856

10.744

Netto-Entwicklung 2025

 

 

 

 

 

Buchwerte

3.514

4.584

790

1.856

10.744

Wechselkursveränderungen

–126

–152

–23

–46

–348

Zugänge

54

346

79

958

1.438

Zugänge aus Konsolidierungskreisveränderungen

0

0

0

0

Abgänge aus Konsolidierungskreisveränderungen

–1.248

–2.357

–470

–874

–4.949

Umbuchungen in/aus zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

–13

–30

–1

–2

–44

Umbuchungen

165

567

95

–819

8

Abgänge

–7

–19

–5

–4

–35

Abschreibungen

–156

–681

–122

–959

Wertminderungen1

–77

–189

–29

–46

–342

Buchwerte

2.106

2.069

315

1.023

5.513

Stand zum 31.12.2025

 

 

 

 

 

Anschaffungs-/Herstellungskosten

3.948

10.409

1.396

1.037

16.789

Kumulierte Abschreibungen

–1.841

–8.340

–1.081

–14

–11.276

Buchwerte

2.106

2.069

315

1.023

5.513

1 Wertminderungen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

15. Leasing

Ergänzend zu den Ausführungen im Kapitel 2 finden sich die Angabevorschriften, die sich aus IFRS 16, Leasingverhältnisse, ergeben, gesammelt in diesem Kapitel.

Continental-Konzern als Leasingnehmer

Nutzungsrechte

Die aus den Leasingverhältnissen aktivierten Nutzungsrechte betreffen im Wesentlichen die Anmietung von Grundstücken und Bauten an verschiedenen Standorten weltweit. In geringem Umfang werden Nutzungsrechte für technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung aktiviert.

Die Zugänge innerhalb der Nutzungsrechte betragen im Berichtsjahr 298 Mio € (Vj. 267 Mio €). Sie resultieren im Wesentlichen aus Zugängen von Grundstücken und Bauten in Höhe von 251 Mio € (Vj. 205 Mio €) sowie aus Zugängen von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 45 Mio € (Vj. 59 Mio €).

Wesentliche Zugänge von Nutzungsrechten aufgrund von Konsolidierungskreisveränderungen traten im Berichtsjahr nicht auf. Im Vorjahr resultierten die Zugänge der Nutzungsrechte aus Konsolidierungskreisveränderungen von insgesamt 2 Mio € im Wesentlichen aus der Akquisition der EMT Púchov s.r.o., Puchov, Slowakei. Die Abgänge von Nutzungsrechten aus Konsolidierungskreisveränderungen im Berichtsjahr in Höhe von 355 Mio € (Vj. 4 Mio €) resultieren im Wesentlichen aus der Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing. Hierzu verweisen wir auf Kapitel 6.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Nutzungsrechte der Veräußerungsgruppe OESL beliefen sich insgesamt auf 28 Mio €. Im ehemaligen Segment Automotive wurde im Berichtsjahr eine Wertaufholung auf Nutzungsrechte in Höhe von 2 Mio € (Vj. Wertminderungen in Höhe von 1 Mio €) erfasst. Aus Wertminderungen auf Nutzungsrechte ergaben sich für die fortgeführten Aktivitäten Aufwendungen in Höhe von insgesamt 7 Mio € (Vj. —). Diese entfielen in Höhe von 1 Mio € (Vj. —) auf den Funktionsbereich der Herstellungskosten und in Höhe von 6 Mio € (Vj. —) auf die Vertriebs- und Logistikkosten.

Die Wertminderungen betrafen im Wesentlichen eine Lagerhalle in Höhe von 6 Mio € (Vj. —). Wertaufholungen auf Nutzungsrechte sind für die fortgeführten Aktivitäten im Berichtsjahr und Vorjahr nicht angefallen.

Die zum 31. Dezember 2025 ausgewiesenen Nutzungsrechte in Höhe von 666 Mio € (Vj. 1.055 Mio €) entsprechen 10,8 % (Vj. 8,9 %) des gesamten Sachanlagevermögens des Konzerns. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Leasingverträge für Nutzungsrechte an Grundstücken und Bauten beträgt ca. fünf Jahre (Vj. ca. sechs Jahre), für Nutzungsrechte an technische Anlagen und Maschinen ca. vier Jahre (Vj. ca. drei Jahre) und für Nutzungsrechte an andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ca. vier Jahre (Vj. ca. vier Jahre).

Die Entwicklung der Nutzungsrechte im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:

Mio €

Nutzungsrechte
Grundstücke und Bauten

Nutzungsrechte
Technische Anlagen
und Maschinen

Nutzungsrechte
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung

Gesamt

Stand zum 01.01.2024

 

 

 

 

Anschaffungs-/Herstellungskosten

2.135

12

160

2.307

Kumulierte Abschreibungen

–1.091

–8

–84

–1.183

Buchwerte

1.044

4

77

1.124

Netto-Entwicklung 2024

 

 

 

 

Buchwerte

1.044

4

77

1.124

Wechselkursveränderungen

–5

0

0

–5

Zugänge

205

3

59

267

Zugänge aus Konsolidierungskreisveränderungen

2

1

0

2

Abgänge aus Konsolidierungskreisveränderungen

–3

0

–4

Umbuchungen

0

0

0

0

Abgänge

–10

0

–5

–14

Abschreibungen

–267

–2

–45

–314

Wertminderungen

–1

–1

Buchwerte

964

4

86

1.055

Stand zum 31.12.2024

 

 

 

 

Anschaffungs-/Herstellungskosten

2.197

12

173

2.383

Kumulierte Abschreibungen

–1.233

–8

–87

–1.328

Buchwerte

964

4

86

1.055

Netto-Entwicklung 2025

 

 

 

 

Buchwerte

964

4

86

1.055

Wechselkursveränderungen

–25

0

–2

–27

Zugänge

251

2

45

298

Zugänge aus Konsolidierungskreisveränderungen

0

0

0

0

Abgänge aus Konsolidierungskreisveränderungen

–325

–2

–29

–355

Umbuchungen in/aus zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

0

0

0

Umbuchungen

0

0

0

0

Abgänge

–29

0

–6

–35

Abschreibungen

–200

–2

–33

–235

Wertminderungen1

–29

0

–4

–34

Buchwerte

608

2

56

666

Stand zum 31.12.2025

 

 

 

 

Anschaffungs-/Herstellungskosten

1.507

7

112

1.627

Kumulierte Abschreibungen

–900

–5

–56

–960

Buchwerte

608

2

56

666

1 Wertminderungen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

Leasingverbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag beliefen sich die Leasingverbindlichkeiten auf 715 Mio € (Vj. 1.141 Mio €). Die aus Leasingverträgen künftig resultierenden Zahlungsmittelabflüsse sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt:

Mio €

2025

2024

Weniger als ein Jahr

222

324

Ein bis zwei Jahre

174

275

Zwei bis drei Jahre

133

206

Drei bis vier Jahre

92

148

Vier bis fünf Jahre

64

94

Mehr als fünf Jahre

109

177

Summe der undiskontierten Leasingverbindlichkeiten

794

1.225

Leasingverbindlichkeiten zum 31.12.

715

1.141

Kurzfristig

196

297

Langfristig

519

844


In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Berichtsjahr folgende Beträge erfasst:

 

2025

2024

Mio €

Fortgeführte Aktivitäten

Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten

Fortgeführte Aktivitäten

Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten

Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten

21

27

20

31

Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse

14

22

13

27

Aufwendungen für Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert, exklusive kurzfristiger Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert

2

3

2

3

Aufwendungen für variable Leasingzahlungen, die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogen wurden

4

53

4

147

Erträge aus dem Unterleasing von Nutzungsrechten

1

4

1

2


In der Kapitalflussrechnung wurden im Berichtsjahr folgende Beträge erfasst:

 

2025

2024

Mio €

Fortgeführte Aktivitäten

Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten

Fortgeführte Aktivitäten

Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten

Zahlungsmittelabfluss aus Leasingverhältnissen

263

395

255

525

 

Neben Zahlungsmittelabflüssen für den Zins- und Tilgungsanteil der bilanzierten Leasingverbindlichkeiten beinhaltet der Zahlungsmittelabfluss für Leasingverhältnisse auch variable Leasingzahlungen und Leasingzahlungen für nicht bilanzierte Leasingverhältnisse für Vermögenswerte von geringem Wert sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse.

Potenzielle zukünftige Zahlungsmittelabflüsse

Die zum 31. Dezember 2025 bilanzierten Leasingverhältnisse enthalten Optionen, die zum Stichtag als nicht hinreichend sicher beurteilt und nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogen werden. Aus diesen Optionen können in den kommenden Geschäftsjahren potenzielle zukünftige Zahlungsmittelabflüsse entstehen.

Die Leasingverträge weisen teilweise variable Leasingzahlungen, Verlängerungs-, Kündigungs- und Kaufoptionen auf. Grundsätzlich ist der Konzern bestrebt, Verlängerungs- und Kündigungsoptionen in neue Mietverträge aufzunehmen, um die operative Flexibilität zu gewährleisten. Für die erstmalige Bewertung der Leasingverbindlichkeiten werden derartige Optionen berücksichtigt, sobald eine Ausübung hinreichend sicher ist. Sofern ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände innerhalb der Kontrollverfügung eintreten, werden diese bei der Neubewertung der Leasingverbindlichkeiten entsprechend berücksichtigt. Zum Abschlussstichtag bleiben aus derartigen Optionen potenziell zukünftige Leasingzahlungen in Höhe von 432 Mio € (Vj. 678 Mio €) für die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten unberücksichtigt. Darüber hinaus ergeben sich aus variablen Leasingzahlungen potenziell zukünftige Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von 23 Mio € (Vj. 77 Mio €), die ebenfalls zum Abschlussstichtag nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten eingeflossen sind. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing zurückzuführen.

Der künftige Verpflichtungsumfang aufgrund von bereits eingegangenen, jedoch am Abschlussstichtag noch nicht begonnenen Leasingverhältnissen beträgt 10 Mio € (Vj. 23 Mio €).

Im Berichtsjahr belaufen sich die Aufwendungen für variable Leasingzahlungen aufgrund von Contract Manufacturing mit der Schaeffler Gruppe auf 48 Mio € (Vj. 138 Mio €). Diese sind bis zur Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing angefallen.

Continental-Konzern als Leasinggeber

In einigen Geschäftsbeziehungen tritt der Konzern als Leasinggeber auf. Dabei handelt es sich im Berichtsjahr ausschließlich um Operating-Leasingverhältnisse, bei denen die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen im Continental-Konzern verbleiben.

Operating Leasing

Die Leasingerträge aus Operating-Leasingverträgen, bei denen der Continental-Konzern als Leasinggeber auftritt, betragen 3 Mio € (Vj. 4 Mio €), für die fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten insgesamt 3 Mio € (Vj. 4 Mio €). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um (Unter-)Vermietungen von Grundstücken und Bauten. Die Erträge für variable Leasingzahlungen im Berichtsjahr belaufen sich auf 97 Mio € (Vj. 244 Mio €), die aufgrund von Contract Manufacturing mit der Schaeffler Gruppe vor der Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing angefallen sind.

Die aus Operating-Leasingverträgen künftig resultierenden Zahlungsmittelzuflüsse betragen zum Abschlussstichtag die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Werte:

Mio €

2025

2024

Weniger als ein Jahr

1

1

Ein bis zwei Jahre

1

0

Zwei bis drei Jahre

1

0

Drei bis vier Jahre

1

Vier bis fünf Jahre

1

Mehr als fünf Jahre

Summe der undiskontierten Leasingzahlungen

4

1

Finance Leasing

Seit der Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing tritt der Konzern nicht mehr als Leasinggeber von Leasingverhältnissen auf, die als Finance Leasing zu klassifizieren sind.

16. Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen

Mio €

2025

2024

Stand 01.01.

326

299

Zugänge

24

3

Abgänge

–196

25

Änderungen in der Konsolidierungsmethode und Umbuchungen

5

Umbuchung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

–21

Anteiliges Ergebnis

15

32

Wertminderungen und -aufholungen

0

Erhaltene Dividenden

–54

–40

Erfolgsneutrale Veränderungen des sonstigen Ergebnisses

0

–1

Wechselkursveränderungen

–10

4

Stand 31.12.

83

326

In den Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen sind Beteiligungsbuchwerte an Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 65 Mio € (Vj. 205 Mio €) sowie an assoziierten Unternehmen in Höhe von 18 Mio € (Vj. 121 Mio €) enthalten.

Alle Beteiligungen werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Da zu den jeweiligen Bilanzstichtagen keine endgültigen Daten für das laufende Jahr vorliegen, werden die Buchwerte der Beteiligungen für die jeweiligen Zeiträume zunächst auf der Grundlage von Ergebnisprognosedaten geschätzt. Sobald endgültige Finanzzahlen vorliegen, werden die Buchwerte in der Folgeperiode in laufender Rechnung angepasst.

Für das folgende wesentliche Gemeinschaftsunternehmen lassen sich aus den letzten beiden zur Verfügung stehenden Jahresab-schlüssen (2024 und 2023) die folgenden Kennzahlen ableiten. Die Angabe der Kennzahlen erfolgt zu 100 %. Darüber hinaus erfolgt eine Überleitung des anteiligen Netto-Vermögens auf den jeweiligen Beteiligungsbuchwert.

Als wesentliches Gemeinschaftsunternehmen im Segment Tires ist die MC Projects B.V., Maastricht, Niederlande, nebst den jeweiligen Tochtergesellschaften zu nennen. Das gemeinschaftlich von der Continental Global Holding Netherlands B.V., Maastricht, Niederlande, und der Compagnie Financière Michelin SAS, Clermont-Ferrand, Frankreich, mit je 50 % der Stimmrechte geführte Unternehmen ist im Wesentlichen auf dem Gebiet der Montage und Lieferung von Radreifen für die Automobilhersteller tätig. Michelin hat die Rechte für Europa an der Marke Uniroyal in das Gemeinschaftsunternehmen eingebracht. Die MC Projects B.V. lizenziert diese Rechte an Continental.

 

MC Projects B.V.

Mio €

2024

2023

Erhaltene Dividenden

5

6

 

 

 

Kurzfristige Vermögenswerte

132

155

davon flüssige Mittel

27

38

Langfristige Vermögenswerte

111

125

Vermögenswerte gesamt

243

280

 

 

 

Kurzfristige Verbindlichkeiten

83

111

davon kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

0

0

Langfristige Verbindlichkeiten

33

42

davon langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

1

1

Verbindlichkeiten gesamt

117

153

 

 

 

Umsatzerlöse

154

156

Zinserträge

1

0

Zinsaufwendungen

1

0

Abschreibungen

20

20

Ergebnis aus fortgeführten Tätigkeiten

10

9

Sonstiges Ergebnis

–1

–2

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

3

4

Ergebnis nach Steuern

9

7

 

 

 

Netto-Vermögen

126

127

Anteiliges Netto-Vermögen

63

63

 

 

 

Erfolgsneutrale Veränderung sonstiges Ergebnis Vorjahr

0

1

Anteiliges Ergebnis Vorjahre

–3

–1

 

 

 

Beteiligungsbuchwert

60

63

Für die aus Konzernsicht unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen lassen sich aus den beiden letzten zur Verfügung stehenden Jahresabschlüssen (2024 und 2023) die folgenden zusammengefassten Kennzahlen ableiten. Die Angabe der Kennzahlen erfolgt entsprechend der Beteiligungsquote.

 

Assoziierte Unternehmen

Gemeinschaftsunternehmen

Mio €

2024

2023

2024

2023

Ergebnis aus fortgeführten Tätigkeiten

0

1

1

2

Ergebnis nach Steuern

0

1

1

2

17. Sonstige Finanzanlagen

Mio €

31.12.2025

31.12.2024

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen

16

20

Sonstige Beteiligungen

5

88

Sonstige Finanzanlagen

21

108

Die sonstigen Finanzanlagen sind zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Veränderungen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die Veränderungen des Buchwerts gegenüber dem Vorjahr ergaben sich mit 0 Mio € (Vj. ‑5 Mio €) aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, mit 0 Mio € (Vj. 7 Mio €) aus Zugängen, mit 80 Mio € (Vj. 6 Mio €) aus Abgängen im Wesentlichen durch die Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing, mit 3 Mio € (Vj. 7 Mio €) aus Umgliederungen und mit ‑4 Mio € (Vj. 2 Mio €) aus Währungskurseffekten.

Die erhaltenen Dividenden aus sonstigen Finanzanlagen beliefen sich im Berichtsjahr auf 3 Mio € (Vj. 0 Mio €).

Veräußerungsabsichten bestehen derzeit nicht.

18. Latente Steuern

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

 

31.12.2025

31.12.2024

Mio €

Aktive latente Steuern

Passive latente Steuern

Netto

Erfasst im Gewinn oder Verlust

Konsolidie-
rungskreis-
veränderungen

Umbuchung in zur Veräußerung bestimmte
Vermögenswerte/
Verbindlichkeiten

Erfasst im sonstigen Ergebnis

Netto

Sonstige immaterielle Vermögenswerte und Goodwill

231

–31

200

42

–313

–14

–35

521

Sachanlagen

63

–260

–197

–83

–5

–27

19

–101

Vorräte

295

–143

152

61

–197

–1

12

276

Sonstige Vermögenswerte

165

–226

–61

26

–52

–4

–7

–23

Leistungen an Arbeitnehmer abzgl. aktiver Saldo aus Pensionsbewertung

181

–20

161

–31

–264

–6

–170

631

Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen

81

–11

70

19

–78

–7

–8

144

Finanzschulden und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

258

–26

232

–31

–123

–3

–10

399

Sonstige Unterschiede

105

–32

73

–10

43

–2

–4

46

Anrechenbare Steuerguthaben

46

46

70

–91

–5

–7

79

Steuerliche Verlust- und Zinsvorträge

159

159

–25

–249

0

–21

454

Latente Steuern (vor Saldierung)

1.584

–749

835

38

–1.329

–69

–231

2.426

Saldierung (IAS 12.74)

–677

677

 

 

 

 

Nettobetrag der latenten Steuern

907

–72

835

 

 

 

 

2.426



 

31.12.2024

31.12.2023

Mio €

Aktive latente Steuern

Passive latente Steuern

Netto

Erfasst im Gewinn
oder Verlust

Konsolidie-
rungskreis-
veränderungen

Erfasst im sonstigen Ergebnis

Netto

Sonstige immaterielle Vermögenswerte und Goodwill

919

–398

521

210

–5

–14

331

Sachanlagen

255

–356

–101

29

1

–25

–107

Vorräte

430

–154

276

39

–1

–11

250

Sonstige Vermögenswerte

243

–266

–23

9

1

–1

–32

Leistungen an Arbeitnehmer abzgl. aktiver Saldo aus Pensionsbewertung

662

–31

631

14

–2

–56

675

Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen

159

–15

144

–28

0

–1

174

Finanzschulden und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

429

–30

399

–31

0

–3

434

Sonstige Unterschiede

214

–168

46

–37

–3

–4

91

Anrechenbare Steuerguthaben

79

79

–10

11

78

Steuerliche Verlust- und Zinsvorträge

454

454

–78

–7

–9

548

Latente Steuern (vor Saldierung)

3.844

–1.418

2.426

117

–16

–113

2.440

Saldierung (IAS 12.74)

–1.321

1.321

 

 

 

Nettobetrag der latenten Steuern

2.523

–97

2.426

 

 

 

2.440

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12, Ertragsteuern, zu dem Steuersatz, der für die Periode der erwarteten Realisierung der latenten Steuern anzuwenden sein wird. Seit 2008 gilt in Deutschland eine Zinsabzugsbeschränkung mit Vortragsfähigkeit; der steuerlich zulässige Zinsabzug ist auf 30 % des steuerlichen Gewinns vor Abschreibungen und Zinsen begrenzt.

Die Entwicklung der latenten Steuern wurde im Berichtsjahr insbesondere durch die Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing beeinflusst.

Die aktiven latenten Steuern sind um 1.616 Mio € auf 907 Mio € (Vj. 2.523 Mio €) gesunken.

Die passiven latenten Steuern verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 25 Mio € auf 72 Mio € (Vj. 97 Mio €).

Zum 31. Dezember 2025 betragen die im Konzern bestehenden in- und ausländischen Verlustvorträge 3.356 Mio € (Vj. 6.027 Mio €). Der überwiegende Teil der im Konzern vorhandenen Verlustvorträge entfällt auf Tochtergesellschaften in Deutschland und ist zu einem großen Teil in der Vortragsfähigkeit unbegrenzt.

Latente Steueransprüche wurden im Hinblick auf folgende Posten nicht erfasst, da ihre Nutzung zum heutigen Zeitpunkt als unzureichend wahrscheinlich angesehen wird:

Mio €

31.12.2025

31.12.2024

Temporäre Differenzen

155

296

Steuerliche Verlust- und Zinsvorträge

2.020

3.655

Anrechenbare Steuerguthaben

190

435

Summe aller Posten, für die kein latenter Steueranspruch erfasst wurde

2.365

4.386

Von den als nicht nutzbar eingeschätzten latenten Steueransprüchen sind steuerliche Verlust- und Zinsvorträge in Höhe von 1.628 Mio € (Vj. 2.836 Mio €) zeitlich unbegrenzt nutzbar, in Höhe von 376 Mio € (Vj. 763 Mio €) verfallen sie innerhalb der nächsten zehn Jahre und in Höhe von 16 Mio € (Vj. 56 Mio €) in über zehn Jahren. Latente Steueransprüche auf anrechenbare Steuerguthaben, die als nicht nutzbar eingeschätzt wurden, sind in Höhe von 190 Mio € (Vj. 268 Mio €) zeitlich unbegrenzt nutzbar, in Höhe von 0 Mio € (Vj. 105 Mio €) verfallen sie innerhalb der nächsten zehn Jahre und in Höhe von 0 Mio € (Vj. 62 Mio €) in über zehn Jahren. Die latenten Steueransprüche aus temporären Differenzen sind zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Zum 31. Dezember 2025 sind in einzelnen Konzerngesellschaften bzw. Organkreisen, die im laufenden oder vorherigen Jahr einen Verlust ausgewiesen haben, aktive latente Steuern in Summe von 747 Mio € (Vj. 1.071 Mio €) angesetzt, die sich aus laufenden Verlusten, Verlustvorträgen und aus einem aktiven Überhang latenter Steuern ergaben. Der Continental-Konzern hat im Berichtsjahr die Methodik zur Ermittlung der Bezugsgröße „Verlust“ umgestellt. Basis ist nunmehr das zu versteuernde Einkommen. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.

Die Realisierbarkeit dieser aktiven latenten Steuern wird in Erwartung künftiger steuerpflichtiger Gewinne als ausreichend wahrscheinlich beurteilt. Dies soll insbesondere durch den Ausbau von Produktionskapazitäten in wachstumsstarken Regionen sowie Portfolio-Optimierungen, kontinuierliche Effizienzsteigerungen und eine hohe Kostendisziplin im Segment Tires, die weitere strategische Ausrichtung auf das Industriegeschäft im Segment ContiTech sowie durch die Nutzung von Steuerplanungsmöglichkeiten erreicht werden.

Die temporären Differenzen aus nicht ausgeschütteten ausländischen Ergebnissen beliefen sich insgesamt auf 936 Mio € (Vj. 965 Mio €). Da nicht davon auszugehen ist, dass der Muttergesellschaft kurz- oder mittelfristig Beträge zufließen werden, wurden passive latente Steuern hierfür nicht berücksichtigt.

19. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

 

31.12.2025

31.12.2024

Mio €

Kurzfristig

Langfristig

Kurzfristig

Langfristig

Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen

1

Ausleihungen an Dritte

47

113

Forderungen gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

20

21

Übrige finanzielle Forderungen

48

3

107

139

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

68

50

128

252

Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen betrafen insbesondere Darlehen an assoziierte Unternehmen.

Die Ausleihungen an Dritte betrafen im Wesentlichen Ausleihungen an Kunden und Lieferanten mit unterschiedlichen Laufzeiten.

Die Forderungen gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betrafen v. a. Abschlagszahlungen für noch nicht endgültig erfolgte Lohnabrechnungen sowie für geleistete Vorschüsse.

Die übrigen finanziellen Forderungen beinhalten insbesondere Forderungen gegenüber Lieferanten und Kunden. Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte entsprechen im Wesentlichen ihren beizulegenden Zeitwerten.

Für die Ausfallrisiken der sonstigen finanziellen Vermögenswerte verweisen wir auf Kapitel 31.

20. Sonstige Vermögenswerte

 

31.12.2025

31.12.2024

Mio €

Kurzfristig

Langfristig

Kurzfristig

Langfristig

Forderungen aus dem Verkauf von Kundenwerkzeugen

1

106

Steuererstattungsansprüche (Umsatz- und sonstige Steuern)

195

391

Rechnungsabgrenzungsposten

113

291

Übrige

173

6

288

19

Sonstige Vermögenswerte

481

6

1.077

19

Die Steuererstattungsansprüche resultierten im Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen aus dem Einkauf von Produktionsmaterialien. Die Forderungen aus dem Verkauf von Kundenwerkzeugen betrafen noch nicht abgerechnete Kosten.
Die Rechnungsabgrenzungsposten umfassen insbesondere Lizenzgebühren, vorausgezahlte Mieten und Wartungsleistungen.

Der Posten Übrige beinhaltet u. a. Rückforderungen aus zuvor entrichteten Zöllen, debitorische Kreditoren sowie sonstige verauslagte Kosten.

Ausfallrisiken der sonstigen Vermögenswerte wurden durch Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 1 Mio € (Vj. 3 Mio €) berücksichtigt.

21. Vorräte

Mio €

31.12.2025

31.12.2024

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

797

2.493

Unfertige Erzeugnisse und Leistungen

283

723

Fertige Erzeugnisse und Waren

1.987

2.897

Vorräte

3.067

6.113

Die Wertberichtigungen auf Vorräte sanken um 442 Mio € auf 212 Mio € (Vj. 654 Mio €). Die Veränderung der Wertberichtigungen wie auch die Reduktion der Vorräte sind im Wesentlichen auf die Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing zurückzuführen.

Für die fortgeführten Aktivitäten belaufen sich die vorgenommenen Wertaufholungen auf 1 Mio € (Vj. 1 Mio €) und der als Aufwand erfasste Betrag für die Vorräte auf 13.634 Mio € (Vj. 14.020 Mio €).

22. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Mio €

31.12.2025

31.12.2024

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

3.313

7.237

Wertberichtigungen

–84

–133

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

3.228

7.104

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten. Für die Ausfallrisiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf Kapitel 31.

Im Continental-Konzern werden mehrere Forderungsverkaufsprogramme genutzt. Wenn die mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen, insbesondere das Bonitäts- und Ausfallrisiko, im Wesentlichen nicht übertragen wurden, werden die Forderungen weiterhin in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt. Im Rahmen bestehender Forderungsverkaufsprogramme wurden vertragliche Rechte auf den Erhalt der Zahlungsmittelzuflüsse an die entsprechenden Vertragspartner abgetreten.

Die übertragenen Forderungen haben kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die bilanzierten Werte zum Abschlussstichtag in Höhe von 380 Mio € (Vj. 548 Mio €) in der Regel näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die dazugehörigen Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 238 Mio € (Vj. 299 Mio €) stellen den aus dem Forderungsverkauf erhaltenen Liquiditätserlös dar. Dieser entspricht, wie im Vorjahr, näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Das zugesagte Finanzierungsvolumen im Rahmen dieser Forderungsverkaufsprogramme beträgt 350 Mio € (Vj. 400 Mio €).

23. Flüssige Mittel

Die als flüssige Mittel ausgewiesenen Zahlungsmittelbestände umfassen sämtliche Barmittel und Sichteinlagen. Als Zahlungsmitteläquivalente gelten kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Zum Bilanzstichtag bestanden flüssige Mittel in Höhe von 1.503 Mio € (Vj. 2.966 Mio €).

Davon waren 1.424 Mio € (Vj. 2.720 Mio €) unbeschränkt verfügbar.

Bezüglich des Zinsrisikos und der Sensitivitätsanalyse für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verweisen wir auf Kapitel 31.

24. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

Mio €

31.12.2025

31.12.2024

Einzelne zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

7

Vermögenswerte einer Veräußerungsgruppe

774

Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

782

Die einzelnen zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte enthalten in Höhe von 7 Mio € Vermögenswerte in Form von Produktionsmaschinen des Segments Tires. Im ehemaligen Segment Automotive wurden im Berichtsjahr Vermögenswerte aus Sachanlagen in Höhe von 38 Mio € in die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte umgegliedert, die mit der Abspaltung abgegangen sind. Hierzu verweisen wir auf Kapitel 6.

Darüber hinaus hat Continental am 27. August 2025 die Unterzeichnung des Vertrags zum Verkauf der Veräußerungsgruppe OESL aus dem Segment ContiTech bekannt gegeben. Die kumuliert im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge der Veräußerungsgruppe OESL zum 31. Dezember 2025 in Höhe von 73 Mio € resultieren im Wesentlichen aus der Währungsumrechnung.

Die Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe OESL gliedern sich wie folgt:

Mio €

31.12.2025

Aktive latente Steuern

75

Vorräte

195

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

244

Flüssige Mittel

124

Sonstige Vermögenswerte

137

Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

774

25. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Continental AG blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Es beträgt zum Bilanzstichtag 512.015.316,48 € und ist eingeteilt in 200.005.983 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,56 € pro Aktie.

Im Geschäftsjahr wurde der Continental AG eine Aktie unentgeltlich übertragen. Diese Aktie wurde bis zum Bilanzstichtag wieder verkauft. Die Aktie hatte einen rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,56 €.

Nach dem Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden ausschließlich nach dem im Jahresabschluss der Continental AG gemäß deutschem Handelsrecht ausgewiesenen Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2025 in Höhe von 4.437 Mio € (Vj. 5.317 Mio €). Der Bilanzgewinn ist im Wesentlichen auf die abspaltungsvorbereitende Verschmelzung der Continental Automotive GmbH, Hannover, auf die Continental AG zurückzuführen. Diese erfolgte unter Aufdeckung stiller Reserven und Lasten wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar 2025. Aufsichtsrat und Vorstand werden der Hauptversammlung vorschlagen, die Auszahlung einer Dividende von 2,70 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu beschließen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Stückaktien 540.016.154,10 €. Der verbleibende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Nicht beherrschende Anteile

Die zusammengefassten Finanzinformationen vollkonsolidierter Tochtergesellschaften mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen entsprechen den Werten vor Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen:

Nicht beherrschende Anteile

 

Phoenix Shanxi Conveyor Belt Co., Ltd.

Benecke Changshun Auto Trim (Zhangjiagang) Co., Ltd.

ContiTech (Shandong) Engineered Rubber Products Co., Ltd.

Mio €

2025

2024

2025

2024

2025

2024

 

 

 

 

 

 

 

Kapitalanteil der nicht beherrschenden Anteile in %

48,0

48,0

49,0

49,0

40,0

40,0

 

 

 

 

 

 

 

Kurzfristige Vermögenswerte

20

42

88

112

217

225

Langfristige Vermögenswerte

4

4

15

15

90

102

Vermögenswerte gesamt

24

46

103

127

307

326

 

 

 

 

 

 

 

Kurzfristige Verbindlichkeiten

6

20

31

34

55

61

Langfristige Verbindlichkeiten

1

1

3

0

2

3

Verbindlichkeiten gesamt

6

21

35

34

58

65

 

 

 

 

 

 

 

Netto-Vermögen

18

25

69

93

250

261

Auf Anteile im Fremdbesitz entfallendes Netto-Vermögen

8

12

34

46

100

105

 

 

 

 

 

 

 

Umsatzerlöse

6

10

97

111

175

209

Ergebnis nach Steuern

–5

–3

11

18

7

17

Auf Anteile im Fremdbesitz entfallender Gewinn

–3

–1

6

9

3

7

 

 

 

 

 

 

 

Dividenden an Minderheitsgesellschafter

0

5

14

8

 

 

 

 

 

 

 

Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow)

–6

–3

8

18

9

20

 

26. Kapitalmanagement

Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis beizubehalten, um das Vertrauen des Kapitalmarkts, der Kundinnen und Kunden sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Zur Überprüfung der Erreichung dieser Ziele verwendet der Konzern die Kennzahlen der Eigenkapitalquote (definiert als das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz dividiert durch die Bilanzsumme) und die Leverage Ratio. Die Leverage Ratio ist definiert als das Verhältnis von Netto-Finanzschulden (entsprechen dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten, der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente, der flüssigen Mittel sowie der sonstigen verzinslichen Anlagen) zum EBITDA (berechnet als Summe aus dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen EBIT und den Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen, sowie Wertminderungen) der zurückliegenden zwölf Monate. Die Leverage Ratio wird anstelle der Gearing Ratio seit Mitte 2025 als neue Kennzahl zur Beurteilung der Finanzierungsstruktur berichtet, da sie die Relation zwischen Verschuldung und Ertragskraft widerspiegelt und sich aus Sicht von Continental damit besser als Steuerungsgröße eignet. Zudem wird der Leverage Ratio eine höhere Relevanz in der Kapitalmarktkommunikation beigemessen. Grundsätzlich soll die Leverage Ratio mittelfristig kleiner oder gleich eins sein. Sofern durch außergewöhnliche Finanzierungsanlässe oder besondere Marktgegebenheiten gerechtfertigt, kann dieses Verhältnis unter bestimmten Voraussetzungen überschritten werden. Die Eigenkapitalquote soll mittelfristig 30 % übersteigen. Die Gesamtstrategie des Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der Konzern unterliegt keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen, die wesentlichen Kreditverträge enthalten derzeit keine Financial Covenants.

Die genannten Kennzahlen und Einflussgrößen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Mio €

31.12.2025

31.12.2024

Eigenkapital

4.158

14.798

Bilanzsumme

17.792

36.966

Eigenkapitalquote in %

23,4

40,0

Langfristige Finanzschulden

4.751

4.112

Kurzfristige Finanzschulden

2.075

2.797

Langfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen

–31

–81

Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen

–138

–151

Flüssige Mittel

–1.503

–2.966

Netto-Finanzschulden

5.154

3.712

EBITDA

1.858

3.154

Leverage Ratio1

2,8

1 Im Berichtsjahr wurde die Leverage Ratio anstelle der Gearing Ratio als neue Kennzahl zur Beurteilung der Finanzstruktur berichtet. Die Gearing Ratio des Vorjahres lag bei 25,1 % für die fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten.

27. Leistungen an Arbeitnehmer

Leistungen an Arbeitnehmer gliedern sich wie folgt:

 

31.12.2025

31.12.2024

Mio €

Kurzfristig

Langfristig

Kurzfristig

Langfristig

Pensionsrückstellungen (Verpflichtungen ohne Fonds sowie passiver Saldo aus Verpflichtungen und zugehörigen Fonds)

932

2.654

Rückstellungen für andere Versorgungsleistungen

75

123

Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen

2

38

2

54

Andere Leistungen an Arbeitnehmer

148

267

Verbindlichkeiten für Berufsgenossenschaft

20

21

32

17

Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen

443

898

Personalabfindungen

34

51

Verbindlichkeiten für Sozialkosten

91

193

Verbindlichkeiten für Urlaub

93

205

Leistungen an Arbeitnehmer

683

1.214

1.380

3.116

Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung
(Unterschied aus Pensionsverpflichtungen und zugehörigen Fonds)

n. a.

65

n. a.

114

Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer


Pensionspläne

Zusätzlich zur gesetzlichen Altersversorgung stehen der Mehrzahl der Arbeitnehmer Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus beitrags- oder leistungsorientierten Versorgungsplänen zu.

Im Mittelpunkt unserer Pensionsstrategie steht die Umstellung von leistungsorientierten auf beitragsorientierte Versorgungspläne, um sowohl den Arbeitnehmern als auch dem Unternehmen ein zukunftsfähiges und transparentes Versorgungssystem zu bieten.

Viele leistungsorientierte Zusagen wurden für Neueintritte oder zukünftige Dienstzeiten geschlossen und durch beitragsorientierte Pläne abgelöst.

In Ländern, in denen beitragsorientierte Zusagen aus rechtlichen oder ökonomischen Gründen nicht möglich sind, wurden leistungsorientierte Pläne optimiert bzw. umgestellt, um die hiermit verbundenen Risiken aus Langlebigkeit, Inflation und Gehaltssteigerungen zu minimieren.

Leistungsorientierte Pläne

Leistungsorientierte Pläne umfassen Pensionspläne, Abfindungszahlungen unabhängig vom Grund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Nach der erfolgten Abspaltung wurden die Pensionspläne für die betroffenen Arbeitnehmer der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing separiert und sie werden künftig von Aumovio eigenständig fortgeführt. Hierdurch ergibt sich eine deutliche Reduktion der bei Continental verbleibenden Pensionsverpflichtungen.

Die Pensionsverpflichtungen beziehen sich im Wesentlichen auf aktive Arbeitnehmer. Die leistungsorientierten Pensionspläne umfassen 73.708 Anspruchsberechtigte einschließlich 42.843 aktiver Arbeitnehmer, 14.648 ehemaliger Arbeitnehmer mit unverfallbaren Ansprüchen und 16.217 Pensionären und Hinterbliebenen. Die Pensionsverpflichtungen sind auf vier Länder konzentriert: Deutschland, die USA, das Vereinigte Königreich und Kanada, die mehr als 90 % der gesamten Pensionsverpflichtungen ausmachen.

Die auf Basis der Barwerte der Verpflichtungen gewichtete durchschnittliche Laufzeit der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen beträgt rund neun Jahre.

Deutschland

In Deutschland gewährt Continental Pensionsleistungen durch den Kapitalkontenplan (Cash Balance Plan), Altzusagen und Entgeltumwandlungen.

Die für die aktiven Arbeitnehmer gültige Versorgungsregelung beruht im Wesentlichen auf dem Kapitalkontenplan und damit auf Leistungsbausteinen. Mit Eintritt des Versorgungsfalls wird das Versorgungsguthaben in Abhängigkeit von der Höhe des Versorgungsguthabens als Einmalleistung, in Raten oder als Rente ausgezahlt. Wesentliche Mindestgarantien, bezogen auf eine bestimmte Versorgungshöhe, bestehen nicht.

Im Rahmen der Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing sind die Pensionsverpflichtungen der betreffenden Gesellschaften auf Aumovio übergegangen.

Pensionspläne, die im Rahmen von Akquisitionen zu Continental transferiert bzw. übernommen wurden (Phoenix), wurden in den Kapitalkontenplan aufgenommen. Für die deutschen Gesellschaften Continental AG und Continental Reifen Deutschland GmbH ist der Kapitalkontenplan teilweise mit Sondervermögen im Rahmen von Treuhandstrukturen (Contractual Trust Arrangements, CTAs) gedeckt. In Deutschland bestehen keine rechtlichen oder regulatorischen Mindestdotierungsverpflichtungen.

Die CTAs sind rechtlich unabhängig vom Unternehmen und verwalten die Planvermögen als Treuhänder im Einklang mit den jeweiligen Treuhandverträgen.

Einige Altzusagen werden durch zwei rechtlich selbstständige Pensionskassen gewährt. Die Pensionskasse für Angestellte der Continental Aktiengesellschaft VVaG und die Pensionskasse von 1925 der Phoenix AG VVaG sind seit dem 1. März 1984 bzw. 1. Juli 1983 geschlossen. Die Pensionskassen sind kleinere Vereine im Sinne des § 53 VAG und unterliegen der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die Anlagevorschriften sind im Einklang mit den rechtlichen Anforderungen und der Risikostruktur der Verpflichtungen. Die Pensionskassen haben Tarife mit einem Rechnungszins von 2,5 % bzw. 2,25 %. Gemäß Betriebsrentengesetz haftet letztendlich Continental für den Durchführungsweg der Pensionskasse. Gemäß IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer, handelt es sich daher bei den durch die Pensionskasse gedeckten Pensionsverpflichtungen um leistungsorientierte Pensionspläne. Zum 31. Dezember 2025 verfügen die Pensionskassen über die erforderliche Deckungsrücklage. Da das Vermögen einschließlich der erwirtschafteten Beträge ausschließlich den Planmitgliedern zusteht, wird die Anwartschaftsverpflichtung in gleicher Höhe wie das vorhandene Vermögen zum Zeitwert angesetzt.

Darüber hinaus unterstützt Continental die private Vorsorge durch Entgeltumwandlung.

Entgeltumwandlung wird im Wesentlichen durch eine überbetriebliche Pensionskasse (Höchster Pensionskasse VVaG) für Beiträge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der Sozialversicherung angeboten. Die Pensionskasse sagt eine garantierte Mindestverzinsung zu, für die letztendlich Continental gemäß Betriebsrentengesetz haftet. Das Unternehmen haftet nicht für Garantien gegenüber Arbeitnehmern anderer Unternehmen. Da es sich bei der Höchster Pensionskasse VVaG um einen gemeinschaftlichen leistungsorientierten Plan mehrerer Unternehmen handelt und Continental kein Recht hat, die für die Bilanzierung als leistungsorientierten Plan notwendigen Informationen zu erhalten, wird dieser Plan als beitragsorientierter Plan bilanziert.

Für Entgeltumwandlungsbeiträge oberhalb von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze können anspruchsberechtigte Arbeitnehmer den Kapitalkontenplan nutzen. Für diesen Anteil erfolgt die Finanzierung über Rückdeckungsversicherungen.

USA

Aufgrund der Akquisitionshistorie unterhält Continental verschiedene leistungsorientierte Pläne in den USA, die für Neueintritte ebenso wie für die Erdienung weiterer Ansprüche in einem Zeitraum vom 1. April 2005 bis zum 31. Dezember 2011 geschlossen wurden. 2017 wurde im Rahmen von Akquisitionen ein offener leistungsorientierter Plan für gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmer des Segments ContiTech erworben.

Die geschlossenen leistungsorientierten Pläne sind Zusagen auf Basis des durchschnittlichen Endgehalts sowie Kapitalkontenzusagen. Die leistungsorientierten Pläne, sowohl für die gewerkschaftlich als auch für die nicht gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer, basieren auf einem Pensionsmultiplikator pro Dienstjahr.

Geschlossene leistungsorientierte Pläne wurden durch beitragsorientierte Pläne abgelöst. Beitragsorientierte Pläne gelten für die Mehrheit der aktiven Arbeitnehmer in den USA.

Die Planvermögen der leistungsorientierten Pläne werden in einem sogenannten Master Trust verwaltet. Die Aufsicht über die Kapitalanlage wurde an das Pension Committee, ein konzernintern besetztes Gremium, delegiert. Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen der Pläne basieren auf dem US-amerikanischen Employee Retirement Income Security Act (ERISA).

Basierend auf diesem Gesetz ist eine Bewertung des Finanzierungsniveaus erforderlich. Der verwendete Rechnungszins für diese Bewertung ist der durchschnittliche Zins über eine Periode von 25 Jahren und daher aktuell höher als der Rechnungszins zur Diskontierung der Verpflichtungen unter IAS 19. Die gesetzliche Bewertung führt daher zu einer niedrigeren Verpflichtung als die entsprechende Bewertung gemäß IAS 19. Es gibt eine regulatorische Anforderung, in den leistungsorientierten Plänen ein Mindestfinanzierungsniveau von 80 % sicherzustellen, um Leistungseinschränkungen zu vermeiden.

Vereinigtes Königreich

Mit der Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing sind zwei leistungsorientierte Pläne auf Aumovio übergegangen. Resultierend aus der Akquisitionshistorie unterhält Continental zwei leistungsorientierte Pläne im Vereinigten Königreich. Alle Pläne sind Zusagen auf Basis des durchschnittlichen oder letzten Endgehalts. Die zwei Pläne wurden im Zeitraum zwischen 1. April 2002 und 30. November 2004 für Neueintritte geschlossen. Für alle seitdem eingetretenen Arbeitnehmer bietet Continental beitragsorientierte Pläne an.

Zum 5. April 2016 wurde der Continental Group Pension and Life Assurance Scheme für die Erdienung weiterer Ansprüche geschlossen. Der Plan wurde zum 6. April 2016 durch einen beitragsorientierten Plan abgelöst.

Der Fokus unserer Pensionsstrategie im Vereinigten Königreich liegt auf der Reduktion der Risiken und inkludiert die Option einer teilweisen oder vollständigen Ausfinanzierung durch den Erwerb von Annuitäten.

Die Finanzierungsbedingungen werden von der Regulierungsbehörde für Pensionen und den entsprechenden Gesetzen und Vorschriften bestimmt. Die leistungsorientierten Pläne werden von Treuhandgesellschaften verwaltet, deren geschäftsführende Organe (Board of Trustees) durch die Treuhandvereinbarung und das Gesetz allein dem Wohl der Begünstigten verpflichtet sind.

Die notwendige Finanzierung wird alle drei Jahre durch technische Bewertungen nach Maßgabe der lokalen Vorschriften bestimmt. Dabei werden die Verpflichtungen mit einem Diskontierungssatz, basierend auf Staatsanleihen, sowie mit weiteren konservativ gewählten versicherungsmathematischen Annahmen bewertet.

Im Vergleich zur IAS‑19-Bewertung, die den Diskontierungszinssatz von erstrangigen Unternehmensanleihen ableitet, führt dies in der Regel zu einer höheren Verpflichtung. Einer von zwei leistungsorientierten Plänen zeigt auf Basis der letzten technischen Bewertung ein Finanzierungsdefizit. Treuhänder (Trustees) und Unternehmen haben sich jeweils auf einen Recovery Plan geeinigt, der zusätzliche zeitlich begrenzte jährliche Zahlungen vorsieht. Der Bewertungsprozess muss innerhalb von 15 Monaten nach dem Bewertungsstichtag abgeschlossen werden.

Die jüngsten technischen Bewertungen der leistungsorientierten Pensionspläne führten zum folgenden Ergebnis:

  • Continental Group Pension and Life Assurance Scheme: 2019 ist eine Vereinbarung mit einer Versicherung zur vollständigen Ausfinanzierung durch den Erwerb von Annuitäten geschlossen worden. Die notwendigen Datenklärungen sind im Jahr 2025 weiter fortgeführt worden, aber noch nicht final zum Abschluss gebracht worden. Der Vollzug wird nun im Jahr 2026 erwartet.
  • Phoenix Dunlop Oil & Marine Pension Scheme (Bewertung 31. Dezember 2021): Im Rahmen der Bewertung wurde eine Vereinbarung über eine jährliche Mindestdotierung in Höhe von 1,5 Mio GBP sowie eine jährliche Anpassung um 3,5 % über einen Zeitraum vom 1. April 2023 bis zum März 2028 beschlossen.

Kanada

Aufgrund der Akquisitionshistorie unterhält das Segment ContiTech einen leistungsorientierten Pensionsplan. Die Leistung setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen (u. a. auf Basis eines Pensionsmultiplikators pro Dienstjahr).

Die Schwankungen in der Höhe der Pensionsverpflichtung, die aus den Wechselkurseffekten resultierten, unterliegen den gleichen Risiken wie die Gesamtgeschäftsentwicklung. Diese Schwankungen beziehen sich hauptsächlich auf die Währungen der USA, Kanadas und des Vereinigten Königreichs und sind für Continental unwesentlich. Zu den Auswirkungen der Zinsrisiken sowie des Langlebigkeitsrisikos auf die Pensionsverpflichtungen verweisen wir auf die nachfolgend im Kapitel aufgeführten Sensitivitäten.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen eine Aufteilung der Pensionsverpflichtungen für Deutschland, die USA, Kanada, das Vereinigte Königreich sowie die übrigen Länder und die Gesamtwerte für Continental.

Die Überleitung der Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar:

 

2025

2024

Mio €

D

USA

CAN

GB

Übrige

Gesamt

D

USA

CAN

GB

Übrige

Gesamt

Anwartschaftsbarwert am 01.01.

4.165

835

37

254

341

5.632

4.191

836

35

265

319

5.646

Wechselkursdifferenzen

–94

–3

–13

–8

–117

50

–1

12

–14

47

Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtsjahr erworbenen Ansprüche

91

2

1

1

19

114

117

2

1

1

22

143

Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen

0

0

0

0

0

Plankürzungen und -abgeltungen

–3

–3

–7

–7

Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen

115

38

2

12

16

182

126

42

2

12

19

201

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen in demografischen Annahmen

1

0

1

1

1

3

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen in finanziellen Annahmen

–439

14

–1

–9

–5

–440

–206

–32

0

–24

13

–248

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund abweichender Ereignisse

4

–6

0

2

5

5

64

2

2

0

3

70

Veränderungen im Konsolidierungskreis

–2.296

–194

–102

–156

–2.748

0

0

Umbuchung in zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten

–145

–25

–18

–188

Einzahlungen durch die Arbeitnehmer

0

0

0

1

0

0

0

1

Übrige Veränderungen

1

0

1

2

12

14

Pensionszahlungen

–116

–59

–2

–12

–24

–213

–129

–66

–2

–14

–27

–238

Anwartschaftsbarwert am 31.12.

1.381

509

35

133

168

2.226

4.165

835

37

254

341

5.632


Die Überleitung der Veränderungen des Fondsvermögens am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar:

 

2025

2024

Mio €

D

USA

CAN

GB

Übrige

Gesamt

D

USA

CAN

GB

Übrige

Gesamt

Fondsvermögen zum
Zeitwert am 01.01.

1.747

863

38

305

139

3.092

1.735

855

36

312

129

3.065

Wechselkursdifferenzen

–98

–3

–15

–5

–121

52

–1

14

–5

60

Zinserträge des Pensionsfonds

47

39

2

14

5

107

57

43

2

15

7

125

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus dem Fondsvermögen

–4

24

0

–10

3

14

30

–28

2

–28

–4

–27

Einzahlungen durch die Arbeitgeber

12

5

1

5

13

36

9

8

1

6

15

39

Einzahlungen durch die Arbeitnehmer

0

0

0

1

0

0

0

1

Veränderungen im Konsolidierungskreis

–1.189

–203

–140

–103

–1.636

0

Umbuchung in zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten

–8

–22

–3

–33

Übrige Veränderungen

2

–1

0

–1

0

0

0

0

0

10

9

Pensionszahlungen

–18

–59

–2

–12

–8

–101

–84

–66

–2

–14

–13

–179

Fondsvermögen zum
Zeitwert am 31.12.

589

547

37

146

41

1.360

1.747

863

38

305

139

3.092

Der Bilanzansatz, bestehend aus dem aktiven Saldo aus Pensionsbewertung und den Pensionsrückstellungen, hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.674 Mio € reduziert. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing.

Der aktive Saldo aus Pensionsbewertung reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 49 Mio €. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Abspaltung der Automotive Gesellschaften im Vereinigten Königreich.

Der Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 2025 bezog sich mit 2.140 Mio € (Vj. 5.528 Mio €) auf Pläne, die ganz oder teilweise aus Fonds finanziert sind, und mit 65 Mio € (Vj. 104 Mio €) auf Pläne, die nicht durch Fonds finanziert sind.
Der Rückgang des Anwartschaftsbarwerts um 3.406 Mio € gegenüber dem 31. Dezember 2024 resultierte insbesondere aus der Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing sowie aus der Umbuchung von Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe OESL in die zur Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten.

Das Fondsvermögen in Deutschland beinhaltet Aktiva der CTAs in Höhe von 316 Mio € (Vj. 1.428 Mio €), der Pensionskassen in Höhe von 160 Mio € (Vj. 169 Mio €) und der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 100 Mio € (Vj. 150 Mio €).

Das Fondsvermögen reduzierte sich im Berichtsjahr um 1.732 Mio € auf 1.360 Mio € aufgrund der Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing.

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste des Fondsvermögens in Deutschland resultieren im Wesentlichen aus den versicherungsmathematischen Verlusten der CTAs mit 2 Mio € (Vj. Versicherungsmathematische Gewinne von 30 Mio €).

Innerhalb des Continental-Konzerns gibt es in Deutschland Pensionskassen, die seit dem 1. Juli 1983 bzw. 1. März 1984 für Neueintritte geschlossen sind. Zum 31. Dezember 2025 verfügen die Pensionskassen über die erforderliche Deckungsrücklage; eine Nachschusspflicht besteht nicht. Das gebundene Fondsvermögen weist zum 31. Dezember 2025 einen beizulegenden Zeitwert von 160 Mio € (Vj. 169 Mio €) aus. Die Pensionskassen haben Tarife mit einem Rechnungszins von 2,5 % bzw. 2,25 %. Gemäß Betriebsrentengesetz haftet letztendlich die Continental AG für den Durchführungsweg der Pensionskasse, weshalb es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan, der im Rahmen der Entwicklung der Pensionsrückstellungen auszuweisen ist, handelt. Da das Vermögen einschließlich der erwirtschafteten Erträge ausschließlich den Planmitgliedern zusteht, wird die Anwartschaftsverpflichtung in gleicher Höhe wie das vorhandene Vermögen zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

In der folgenden Tabelle ist die Überleitung des Finanzierungsstatus zu den in der Bilanz enthaltenen Beträgen dargestellt:

 

31.12.2025

31.12.2024

Mio €

D

USA

CAN

GB

Übrige

Gesamt

D

USA

CAN

GB

Übrige

Gesamt

Finanzierungsstatus1

–792

38

2

12

–127

–867

–2.418

28

1

51

–202

–2.540

Begrenzung des Vermögenswerts

0

0

–1

–1

Bilanzansatz

–792

38

2

12

–127

–867

–2.418

28

1

51

–203

–2.541

1 Differenz zwischen Fondsvermögen und Anwartschaftsbarwert.

Der Bilanzansatz ist in folgenden Bilanzposten enthalten:

 

31.12.2025

31.12.2024

Mio €

D

USA

CAN

GB

Übrige

Gesamt

D

USA

CAN

GB

Übrige

Gesamt

Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung

2

40

4

19

1

65

45

3

58

8

114

Pensionsrückstellungen

–793

–2

–2

–6

–128

–932

–2.418

–17

–2

–7

–211

–2.654

Bilanzansatz

–792

38

2

12

–127

–867

–2.418

28

1

51

–203

–2.541

Die zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen notwendigen Prämissen – insbesondere die Abzinsungsfaktoren zur Bestimmung der Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen und der
erwarteten Verzinsung des Fondsvermögens sowie die langfristigen Entgeltsteigerungsraten und der langfristige Rententrend – werden länderspezifisch festgelegt.

In den wesentlichen Pensionsplänen werden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren zum 31. Dezember des Jahres verwendet:

 

2025

2024

%

D1

USA

CAN

GB

Übrige

D1

USA

CAN

GB

Übrige

Abzinsungsfaktor

4,29

5,34

4,90

5,55

6,42

3,45

5,60

4,65

5,54

5,82

Langfristige Entgeltsteigerungsraten

3,00

0,00

3,00

1,13

3,52

3,00

0,00

3,00

1,25

4,18

1 Ohne Berücksichtigung der Pensionskassen.

Ein weiterer Parameter für die Bewertung der Pensionsverpflichtung ist der langfristige Rententrend. Folgender gewichteter durchschnittlicher langfristiger Rententrend wurde zum 31. Dezember 2025 für die wesentlichen Länder verwendet: Deutschland 2,2 % (Vj. 2,2 %), Kanada 0,0 % (Vj. 0,0 %), Vereinigtes Königreich 3,1 % (Vj. 3,4 %). Für die USA stellt der langfristige Rententrend keinen wesentlichen Bewertungsparameter dar.

Die Netto-Pensionsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

 

2025

2024

Mio €

D

USA

CAN

GB

Übrige

Fortgeführte Aktivitäten

Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten

D

USA

CAN

GB

Übrige

Fortgeführte Aktivitäten

Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten

Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtsjahr erworbenen Ansprüche

49

2

1

0

10

61

114

51

2

1

1

10

65

143

Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen

0

0

0

0

0

0

0

0

Plankürzungen und -abgeltungen

0

–1

–1

–3

0

0

–7

Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen

53

30

2

7

10

102

182

47

31

2

7

10

97

201

Erwartete Erträge der Pensionsfonds

–19

–31

–2

–8

–2

–62

–107

–21

–32

–2

–8

–2

–65

–125

Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert

0

0

0

0

0

0

0

Übrige Pensionserträge/
-aufwendungen

0

1

0

0

0

2

1

1

0

0

1

0

Netto-Pensionsauf-wendungen

83

1

1

0

17

102

187

77

2

1

0

18

98

213

In der folgenden Tabelle sind die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt sind, dargestellt:

 

2025

2024

Mio €

D

USA

CAN

GB

Übrige

Fortgeführte Aktivitäten

Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten

D

USA

CAN

GB

Übrige

Fortgeführte Aktivitäten

Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
aus dem Anwartschafts-barwert

–169

6

–1

1

3

–161

–435

–34

–22

2

–13

6

–61

–175

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus dem Fondsvermögen

7

–20

0

4

1

–9

–14

–7

19

–2

16

3

29

27

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus der Begrenzung des Vermögenswerts

0

0

0

0

0

0

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste

–163

–15

–1

4

4

–170

–449

–41

–3

0

3

8

–33

–150

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung aufgrund von Änderungen in den getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen. Der Anstieg des Abzinsungsfaktors in allen Ländern gegenüber dem Jahr 2024 führte in der Berichtsperiode 2025 zu versicherungsmathematischen Gewinnen in allen Ländern. Im Vorjahr resultierten die versicherungsmathematischen Gewinne ebenfalls aus einem Anstieg der Zinssätze gegenüber der Vorperiode.

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst. Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cashflows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen.

Eine Veränderung des Diskontierungszinssatzes für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen um 0,5 Prozentpunkte nach oben bzw. unten hätte unter Beibehaltung der übrigen Annahmen zum Bilanzstichtag folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtungen gehabt:

 

31.12.2025

31.12.2024

Mio €

D1

USA

CAN

GB

Übrige

D1

USA

CAN

GB

Übrige

0,5 %-Punkte Erhöhung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen

–2

–2

0

0

–5

–2

0

0

0

Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert

–229

–21

–2

–7

–7

–304

–34

–3

–14

–14

0,5 %-Punkte Verminderung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen

2

1

0

0

0

6

2

0

–1

0

Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert

259

23

3

8

8

347

37

3

15

15

1 Ohne Berücksichtigung der Pensionskassen.

Eine Veränderung der langfristigen Entgeltsteigerungsrate um 0,5 Prozentpunkte nach oben bzw. unten hätte zum Bilanzstichtag unter Beibehaltung der übrigen Annahmen folgende Auswirkungen auf die wesentlichen Pensionsverpflichtungen gehabt:

 

31.12.2025

31.12.2024

Mio €

D

USA1

CAN

GB

D

USA1

CAN

GB

0,5 %-Punkte Erhöhung

 

 

 

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert

1

0

0

1

0

1

0,5 %-Punkte Verminderung

 

 

 

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert

–1

0

0

–1

0

–1

1 Eine Veränderung der langfristigen Entgeltsteigerungsrate hat keinen Einfluss auf die Höhe des Anwartschaftsbarwerts.

Eine Veränderung des langfristigen Rententrends um 0,5 Prozentpunkte nach oben bzw. unten hätte zum Bilanzstichtag unter Beibehaltung der übrigen Annahmen folgende Auswirkungen auf die wesentlichen Pensionsverpflichtungen gehabt:

 

31.12.2025

31.12.2024

Mio €

D

USA1

CAN

GB

D

USA1

CAN

GB

0,5 %-Punkte Erhöhung

 

 

 

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert

94

4

119

10

0,5 %-Punkte Verminderung

 

 

 

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert

–86

–4

–111

–10

1 Eine Veränderung des langfristigen Rententrends hat keinen Einfluss auf die Höhe des Anwartschaftsbarwerts.

Veränderungen des Abzinsungsfaktors sowie des Gehalts- und Rententrends wirken sich aufgrund der finanzmathematischen Berechnungssystematik (insbesondere aufgrund des Zinseszinseffekts) nicht linear auf die Höhe des Anwartschaftsbarwerts aus. Deshalb ist die Wirkung auf die aus der Pensionsverpflichtung abgeleiteten Netto-Pensionsverpflichtungen infolge eines Anstiegs bzw. Rückgangs der finanzmathematischen Annahmen nicht betragsgleich.

Die bereits zum 31. Juli 2025 erfolgte Umstellung des Verfahrens zur Bestimmung der Diskontierungszinssätze führte zum Ansatz höherer Diskontierungszinssätze zum 31. Dezember 2025. Bei Anwendung des bisherigen Verfahrens zur Bestimmung der Diskontierungszinssätze wäre es zu einer weiteren Erhöhung der langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer um 58 Mio € zum 31. Dezember 2025 gekommen. Der Diskontierungszinssatz in Deutschland ohne diese Verfahrensänderung beträgt 4,02 %.

Zusätzlich zu den oben genannten Sensitivitäten wurde der Einfluss einer um ein Jahr höheren Lebenserwartung auf den Anwartschaftsbarwert der wesentlichen Länder ermittelt. Eine um ein Jahr steigende Lebenserwartung würde zu einem um 123 Mio € (Vj. 166 Mio €) höheren Anwartschaftsbarwert führen, der sich wie folgt verteilt: Deutschland 103 Mio € (Vj. 133 Mio €), USA 16 Mio € (Vj. 24 Mio €), Vereinigtes Königreich 3 Mio € (Vj. 8 Mio €) und Kanada 1 Mio € (Vj. 1 Mio €).

Dabei wurde in Deutschland im Rahmen der versicherungsmathematischen Bewertung von vermehrten Auszahlungen in Renten- anstatt in Kapitalform ausgegangen, was sich erhöhend auf den Anwartschaftsbarwert auswirkt. Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen beruht die Lebenserwartung bei den inländischen Plänen auf den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die ausländischen Pensionspläne werden vergleichbare landesübliche Bewertungsgrundlagen herangezogen.

Planvermögen

Die Struktur des Konzern-Planvermögens wird laufend durch die Anlageausschüsse unter Berücksichtigung der prognostizierten Pensionsverpflichtungen überprüft. Dabei überprüfen die Anlageausschüsse regelmäßig die Investitionsentscheidungen, die zugrunde liegenden Renditeerwartungen der einzelnen Anlageklassen unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten sowie die Auswahl der externen Fondsmanager.

Die Portfoliostrukturen der Fondsvermögen der Pensionspläne zum Bewertungsstichtag für die Geschäftsjahre 2025 und 2024 sind nachfolgender Darstellung zu entnehmen:

%

2025

2024

Vermögenskategorie

D1

USA

CAN

GB

Übrige

D1

USA

CAN

GB

Übrige

Aktien

13

100

11

9

2

55

2

8

Festverzinsliche Wertpapiere

83

98

42

16

66

96

43

51

41

Immobilien

8

0

2

Absolute Return2

5

2

1

Flüssige Mittel und Sonstige

4

2

3

5

12

2

13

21

Annuitäten3

55

68

33

28

Summe

100

100

100

100

100

100

100

100

100

100

1 Die Portfoliostruktur des Fondsvermögens in Deutschland ist ohne die Pensionskassen aufgestellt, deren Vermögensanlage hauptsächlich in festverzinslichen Wertpapieren und Aktien erfolgt.
2 Hierbei handelt es sich um Investmentprodukte, die eine marktunabhängige Rendite anstreben.
3 Bei Annuitäten handelt es sich um Versicherungsverträge, die Rentenzahlungen absichern.

Die folgende Tabelle zeigt die aus Barmitteln geleisteten Einzahlungen des Unternehmens in die Pensionsfonds für 2025 und 2024 sowie die erwarteten Einzahlungen für 2026 für die fortgeführten Aktivitäten:


Mio €

2026 (erwartet)

2025

2024

D

12

5

USA

4

4

7

CAN

1

1

1

GB

0

3

2

Übrige

12

7

6

Gesamt1

17

28

22

1 Die Summe der geleisteten Einzahlungen aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten belief sich in der Berichtsperiode auf 36 Mio € (Vj. 39 Mio €).

Die nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr geleisteten Pensionszahlungen sowie die für die kommenden zehn Geschäftsjahre erwarteten Zahlungen der fortgeführten Aktivitäten (nicht abgezinst):

Mio €

D

USA

CAN

GB

Übrige

Gesamt1

Geleistete Pensionszahlungen

 

 

 

 

 

 

2024

62

51

1

7

15

135

2025

64

48

1

7

14

134

Erwartete Pensionszahlungen

 

 

 

 

 

 

2026

83

48

2

8

11

152

2027

74

47

2

8

13

144

2028

77

47

3

8

13

147

2029

78

46

3

9

16

151

2030

81

45

3

9

15

154

Summe der Jahre 2031–2035

416

208

13

47

106

790

1 Die Summe der geleisteten Pensionszahlungen aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten belief sich in der Berichtsperiode auf 213 Mio € (Vj. 237 Mio €).

Die Pensionszahlungen ab 2024 betreffen sowohl Einmalzahlungen im Rahmen von Kapitalkontenplänen als auch kontinuierliche Rentenzahlungen. Zudem wurde bei der Ermittlung der zukünftigen Rentenzahlungen der frühestmögliche Renteneintritt der entsprechenden Arbeitnehmer unterstellt. Der tatsächliche Renteneintritt könnte später sein und damit könnten die Rentenzahlungen in den jeweiligen Jahren geringer ausfallen.

Die Beträge für die laufende und die vier vorangegangenen Berichtsperioden des Anwartschaftsbarwerts, des Fondsvermögens und des Finanzierungsstatus sowie der Neubewertungen der Planschulden und des Planvermögens lauten wie folgt:

Mio €

2025

2024

2023

2022

2021

Anwartschaftsbarwert

2.226

5.632

5.646

5.170

7.249

Fondsvermögen

1.360

3.092

3.066

3.064

3.064

Finanzierungsstatus

–867

–2.540

–2.580

–2.106

–4.184

Neubewertungen der Planschulden

–435

–175

389

–2.254

–696

Neubewertungen des Planvermögens

14

–27

54

–510

–2

Andere Versorgungsleistungen

Einige Tochtergesellschaften, vorwiegend in den USA und Kanada, gewähren ihren Arbeitnehmern unter bestimmten Alters- bzw. Betriebszugehörigkeitsvoraussetzungen Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen für die Zeit nach der Pensionierung. Die Leistungen und die Ansprüche darauf können modifiziert werden. Für diese Zusatzleistungen besteht kein gesondertes Fondsvermögen.

Die auf Basis der Barwerte der Verpflichtung gewichtete durchschnittliche Laufzeit der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtung beträgt rund zehn Jahre.

Die Überleitung der Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts und des Finanzierungsstatus am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar:

Mio €

2025

2024

Anwartschaftsbarwert am 01.01.

123

132

Wechselkursdifferenzen

–11

5

Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtsjahr erworbenen Ansprüche

0

1

Plankürzungen und -abgeltungen

0

Aufzinsung der erwarteten Verpflichtungen für Versorgungsleistungen

6

7

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen in demografischen Annahmen

0

–2

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen in finanziellen Annahmen

0

–4

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund abweichender Ereignisse

–5

–5

Konsolidierungskreisveränderungen

–24

Umbuchung in zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten

–4

Zahlungen für Versorgungsverpflichtungen

–11

–11

Übrige Veränderungen

Anwartschaftsbarwert/Bilanzbetrag am 31.12.

75

123

Die zur Berechnung der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen gesetzten Prämissen für die Abzinsung sowie für die Steigerungsrate variieren entsprechend den Gegebenheiten in den USA und Kanada. Hierzu wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren zum 31. Dezember des Jahres verwendet:

%

2025

2024

Abzinsungsfaktor

5,53

5,89

Steigerungsrate der Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen im folgenden Jahr

0,84

0,93

Langfristige Steigerungsrate der Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen

0,42

0,30

Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen setzen sich wie folgt zusammen:

 

2025

2024

Mio €

Fortgeführte Aktivitäten

Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten

Fortgeführte Aktivitäten

Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten

Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtsjahr erworbenen Ansprüche

0

0

0

1

Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen

0

0

Plankürzungen und -abgeltungen

0

0

0

1

Aufzinsung der erwarteten Verpflichtungen für Versorgungsleistungen

4

6

5

7

Übrige Erträge/Aufwendungen der Verpflichtungen für Versorgungsleistungen

Netto-Aufwendungen

5

6

6

9

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst. Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cashflows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen.

Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen aus einer Veränderung von 0,5 Prozentpunkten des Kostentrends auf die Gesundheitsfürsorge- und die Lebensversicherungsverpflichtungen:

Mio €

2025

2024

0,5 %-Punkte Erhöhung

 

 

Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen

0

0

Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert

–3

–5

0,5 %-Punkte Verminderung

 

 

Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen

0

0

Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert

3

5

Eine Veränderung des oben angegebenen, bereits feststehenden Abzinsungsfaktors für die Ermittlung der Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen zu Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen von jeweils 0,5 Prozentpunkten hätte sich folgendermaßen auf die Netto-Aufwendungen ausgewirkt:

Mio €

2025

2024

0,5 %-Punkte Erhöhung

 

 

Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen

0

0

Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert

1

1

0,5 %-Punkte Verminderung

 

 

Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen

0

0

Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert

–1

–1

Die nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr für andere Versorgungsleistungen geleisteten Zahlungen sowie die für die kommenden zehn Geschäftsjahre erwarteten Zahlungen der fortgeführten Aktivitäten (nicht abgezinst):

Mio €

 

Geleistete Zahlungen für Versorgungsleistungen1

 

2024

9

2025

10

Erwartete Zahlungen für Versorgungsleistungen

 

2026

11

2027

11

2028

11

2029

5

2030

5

Summe der Jahre 2031–2035

21

1 Die Summe der geleisteten Zahlungen aus anderen Versorgungsleistungen aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten belief sich in der Berichtsperiode auf 11 Mio € (Vj. 11 Mio €).

Die Beträge für die laufende und die vier vorangegangenen Berichtsperioden des Anwartschaftsbarwerts, des Finanzierungsstatus sowie der Neubewertung der Planschulden lauten wie folgt:

Mio €

2025

2024

2023

2022

2021

Anwartschaftsbarwert

75

123

132

133

170

Finanzierungsstatus

–75

–123

–132

–133

–170

Neubewertungen der Planschulden

–5

–11

0

–40

–12

Pensionsähnliche Verpflichtungen

Einige Konzerngesellschaften haben Zusagen erteilt, bei denen die Aufwendungen der Gesellschaft auf einem fixierten Prozentsatz der Vergütung basieren. Diese Ansprüche werden bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt. Im Geschäftsjahr haben die Aufwendungen für diese Verpflichtungen für die fortgeführten Aktivitäten 2 Mio € (Vj. 14 Mio €) betragen. Der Aufwand für fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten belief sich im Berichtszeitraum auf 3 Mio € (Vj. 15 Mio €).

Beitragsorientierte Pensionspläne

Der Continental-Konzern gewährt seinen Arbeitnehmern betriebliche Altersversorgung in Form von beitragsorientierten Plänen, insbesondere in den USA, im Vereinigten Königreich, in Japan und China. Der Aufwand für die beitragsorientierten Versorgungspläne, ohne Berücksichtigung der Zahlungen an die gesetzlichen Rentenversicherungssysteme, für die fortgeführten Aktivitäten lag im Geschäftsjahr bei 48 Mio € (Vj. 45 Mio €). Der Aufwand für fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten belief sich im Berichtszeitraum auf 70 Mio € (Vj. 76 Mio €).

Andere Leistungen an Arbeitnehmer

Andere Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten Rückstellungen für Altersteilzeitprogramme sowie Jubiläumsboni. Dabei sind die Altersteilzeitrückstellungen mit einem Diskontierungszinssatz von 2,39 % (Vj. 2,75 %) berechnet. Die Jubiläumsrückstellungen sind mit einem Diskontierungszinssatz von 3,97 % (Vj. 3,34 %) berechnet. Die Zinskomponente wird nach dem Wahlrecht unter IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer, im Finanzergebnis ausgewiesen.

Variable Vergütungselemente

Die Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen beinhalten auch variable erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile. Die variablen erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile umfassen eine kurzfristige Vergütungskomponente (Performance-Bonus ohne Aktien-Deferral) sowie langfristige Vergütungskomponenten (Long Term Incentive und Aktien-Deferral des Performance-Bonus).
Die LTI-Pläne sind als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich zu klassifizieren, sodass die Bilanzierung nach IFRS 2, Anteilsbasierte Vergütung, zum Fair Value erfolgt. Das Aktien-Deferral des Performance-Bonus des ab 2020 geltenden Vergütungssystems ist als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente zu klassifizieren, sodass die Bilanzierung nach IFRS 2, Anteilsbasierte Vergütung, zum Fair Value erfolgt.

Long-Term-Incentive-Pläne (LTI-Pläne)

Die Aufwendungen aus der Zuführung von Rückstellungen des LTI-Plans 2021 bis 2025 der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 58 Mio € (Vj. 27 Mio €) wurden in den jeweiligen Funktionskosten erfasst.

  • LTI-Plan 2020 bis 2023: Ab dem Jahr 2020 wird dem Vorstand, den Senior Executives und den Executives ein neuer LTI-Plan gewährt, welcher das langfristige Engagement für das Unternehmen und sein nachhaltiges Wachstum fördern soll. Daher ist der langfristige TSR der Continental-Aktie im Vergleich zu einem Index, der sich aus europäischen Unternehmen zusammensetzt, die in der Automobil- und Reifenindustrie tätig und mit der Continental AG vergleichbar sind (STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (SXAGR); nachfolgend „Vergleichsindex“), wesentliches Leistungskriterium für den LTI. Zweites Leistungskriterium ist ein Nachhaltigkeitsfaktor, der zur Ermittlung des auszuzahlenden LTI mit dem Zielerreichungsgrad des relativen TSR multipliziert wird. Für die Höhe des auszuzahlenden LTI ist darüber hinaus die Entwicklung des Kurses der Continental-Aktie über die Laufzeit des LTI ausschlaggebend.
  • Die Laufzeit des LTI-Plans 2020, den der Aufsichtsrat am 17. März 2020 für die Mitglieder des Vorstands und der Vorstand am 2. März 2020 für die Executives und Senior Executives beschlossen hat, beginnt rückwirkend zum 1. Januar 2020 und beträgt vier Jahre für den Vorstand und drei Jahre für die Senior Executives und Executives. Nach Ablauf des LTI-Plans 2020 im Dezember 2022 erfolgte die Auszahlung des Bonus der Executives und Senior Executives im Jahr 2023. Nach Ablauf des LTI-Plans 2020 im Dezember 2023 erfolgte die Auszahlung des Bonus des Vorstands im Jahr 2024.
  • Die Laufzeit des LTI-Plans 2021, den der Aufsichtsrat am 15. Dezember 2020 für die Mitglieder des Vorstands und der Vorstand am 22. März 2021 für die Executives und Senior Executives beschlossen hat, beginnt rückwirkend zum 1. Januar 2021 und beträgt vier Jahre für den Vorstand und drei Jahre für die Senior Executives und Executives. Nach Ablauf des LTI-Plans 2021 im Dezember 2023 erfolgte die Auszahlung des Bonus der Executives und Senior Executives im Jahr 2024.
  • Die Laufzeit des LTI-Plans 2022, den der Aufsichtsrat am 14. Dezember 2021 für die Mitglieder des Vorstands und der Vorstand am 21. März 2022 für die Executives und Senior Executives beschlossen hat, beginnt rückwirkend zum 1. Januar 2022 und beträgt vier Jahre für den Vorstand und drei Jahre für die Senior Executives und Executives.
  • Die Laufzeit des LTI-Plans 2023, den der Aufsichtsrat am 14. Dezember 2022 für die Mitglieder des Vorstands und der Vorstand am 22. März 2023 für die Executives und Senior Executives beschlossen hat, beginnt rückwirkend zum 1. Januar 2023 und beträgt vier Jahre für den Vorstand und drei Jahre für die Senior Executives und Executives.
  • Für jeden Begünstigten des LTI-Plans 2020 bis 2023 wird durch den Aufsichtsrat (für den Vorstand) bzw. durch den Vorstand (für die Senior Executives und Executives) der Continental AG ein Zuteilungswert in Euro für den LTI vereinbart.

Zu Beginn des ersten Geschäftsjahres der Laufzeit des LTI-Plans wird dieser Zuteilungswert in einen Grundbestand virtueller Aktien umgerechnet. Dazu wird der Zuteilungswert durch den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Continental-Aktie im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder eines Nachfolgesystems) in den letzten zwei Monaten vor Beginn der Laufzeit des jeweiligen LTI-Plans (Ausgabekurs) geteilt. Der Grundbestand wird mit einem Performance-Index (PI) multipliziert und ergibt den Endbestand virtueller Aktien. Der Performance-Index entspricht dem Produkt aus dem relativen Total Shareholder Return (TSR) der Continental-Aktien und einem Nachhaltigkeitsfaktor (Sustainability Score). Der relative TSR errechnet sich aus der relativen Entwicklung des Continental-TSR im Vergleich zum TSR des STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (SXAGR). Der Continental-TSR entspricht der Summe aus dem durchschnittlichen Kurs der Continental-Aktie im letzten Monat der Laufzeit (Endaktienkurs) und allen während der Laufzeit gezahlten Dividenden im Verhältnis zum durchschnittlichen Aktienkurs im ersten Monat der Laufzeit (Anfangsaktienkurs). Der SXAGR-TSR wird analog ermittelt.

Nachhaltigkeitskennzahlen des Sustainability Score sind Vorgaben für CO2-Emissionen, Abfallverwertungsquoten und gute Arbeitsbedingungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Continental-Konzerns (z. B. der Unfallrate und der Mitarbeiterzufriedenheit).

Der Auszahlungsbetrag des LTI-Plans 2020 bis 2023 beträgt maximal 200 % des festgelegten Anfangsaktienkurses (Executives und Senior Executives) bzw. des Ausgabekurses (Vorstand). Der Ausgabekurs ist der Durchschnittskurs der zwei Monate vor Beginn der Laufzeit.

Der Endbestand an virtuellen Aktien wird mit dem Auszahlungskurs multipliziert, um den auszuzahlenden Bruttobetrag des LTI in Euro (nachfolgend „Auszahlungsbetrag“) festzustellen. Der Auszahlungskurs entspricht der Summe aus dem arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Continental-Aktie im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder des Nachfolgesystems) an den Börsenhandelstagen in den letzten zwei Monaten vor der nächsten ordentlichen Hauptversammlung nach Ende der Laufzeit des LTI-Plans und der während der Laufzeit des LTI-Plans pro Aktie gezahlten Dividenden.

Für die Bewertung der Bezugsrechte kommt eine Monte-Carlo-Simulation zum Einsatz. Dabei wird eine Simulation der lognormalverteilten Prozesse für den Kurs der Continental-Aktie und den Kurs des STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (Vergleichsindex) durchgeführt. In der Monte-Carlo-Simulation werden die Durchschnittswertbildung der Aktienkurse der Continental-Aktie bzw. des Vergleichsindex für den Endaktienkurs und Auszahlungskurs, die Dividenden im Rahmen des TSR, die Performance gegenüber dem Vergleichsindex und die Begrenzung des Auszahlungsbetrags berücksichtigt.

  • LTI-Plan 2024 bis 2025: Ab dem Jahr 2024 wird dem Vorstand, den Senior Executives und den Executives ein neuer LTI-Plan gewährt, welcher das langfristige Engagement für das Unternehmen und sein nachhaltiges Wachstum fördern soll. Daher ist der langfristige TSR der Continental-Aktie im Vergleich zu einem Index, der sich aus europäischen Unternehmen zusammensetzt, die in der Automobil- und Reifenindustrie tätig und mit der Continental AG vergleichbar sind (STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (SXAGR); nachfolgend „Vergleichsindex“), wesentliches Leistungskriterium für den LTI. Zweites Leistungskriterium ist die Kapitalrendite (ROCE), die sich anhand des Verhältnisses von EBIT – bereinigt um Wertminderungen auf Goodwill und Desinvestitionen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen – zu durchschnittlichen operativen Aktiva ergibt. Drittes Leistungskriterium ist ein Nachhaltigkeitskriterium, welches drei gleichgewichtete Nachhaltigkeitskennzahlen beinhaltet. Für die Höhe des auszuzahlenden LTI ist darüber hinaus die Entwicklung des Kurses der Continental-Aktie über die Laufzeit des LTI ausschlaggebend.
  • Die Laufzeit des LTI-Plans 2024, den der Aufsichtsrat am 13. Dezember 2023 für die Mitglieder des Vorstands und der Vorstand am 8. März 2024 für die Executives und Senior Executives beschlossen hat, beginnt rückwirkend zum 1. Januar 2024 und beträgt vier Jahre für den Vorstand und drei Jahre für die Senior Executives und Executives.
  • Die Laufzeit des LTI-Plans 2025, den der Aufsichtsrat am 18. Dezember 2024 für die Mitglieder des Vorstands und der Vorstand am 24. März 2025 für die Executives und Senior Executives beschlossen hat, beginnt rückwirkend zum 1. Januar 2025 und beträgt vier Jahre für den Vorstand und drei Jahre für die Senior Executives und Executives.

Für jeden Begünstigten des LTI-Plans 2024 bis 2025 wird durch den Aufsichtsrat (für den Vorstand) bzw. durch den Vorstand (für die Senior Executives und Executives) der Continental AG ein Zuteilungswert in Euro für den LTI vereinbart. Zu Beginn des ersten Geschäftsjahres der Laufzeit des LTI-Plans wird dieser Zuteilungswert in einen Grundbestand virtueller Aktien umgerechnet. Dazu wird der Zuteilungswert durch den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Continental-Aktie im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder eines Nachfolgesystems) in den letzten zwei Monaten vor Beginn der Laufzeit des jeweiligen LTI-Plans (Ausgabekurs) geteilt. Der Grundbestand wird mit einem Performance-Index (PI) multipliziert und ergibt den Endbestand virtueller Aktien. Der Performance-Index entspricht der gewichteten Summe aus dem relativen Total Shareholder Return (TSR) der Continental Aktien (50 %), dem ROCE (30 %) und einem Nachhaltigkeitskriterium (20 %). Der relative TSR errechnet sich aus der relativen Entwicklung des Continental TSR im Vergleich zum TSR des STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (SXAGR). Der Continental TSR entspricht der Summe aus dem durchschnittlichen Kurs der Continental Aktie im letzten Quartal der Laufzeit (Senior Executives und Executives) bzw. im letzten Monat der Performance-Periode (Vorstand) und allen während der Performance-Periode gezahlten Dividenden im Verhältnis zum Kurs im ersten Quartal der Laufzeit (Senior Executives und Executives) bzw. im ersten Monat der Laufzeit (Vorstand). Der SXAGR-TSR wird analog ermittelt.

Der ROCE bestimmt sich anhand des Verhältnisses von EBIT – bereinigt um Wertminderungen auf Goodwill und Desinvestitionen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen – zu durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres.

Nachhaltigkeitskennzahlen des Nachhaltigkeitskriteriums sind Vorgaben für CO2-Emissionen, Abfallverwertungsquoten und Frauen in Führungspositionen (exkl. USA).

Der Endbestand an virtuellen Aktien wird mit dem Auszahlungskurs multipliziert, um den auszuzahlenden Bruttobetrag des LTI in Euro (nachfolgend „Auszahlungsbetrag“) festzustellen. Der Auszahlungsbetrag des LTI-Plans 2024 bis 2025 beträgt maximal 200 % des Durchschnittskurses im ersten Quartal der Laufzeit (Executives und Senior Executives) bzw. in den letzten 30 Handelstagen vor Beginn der Laufzeit (Vorstand). Der Auszahlungskurs ist der Durchschnittskurs im letzten Quartal der Laufzeit (Executives und Senior Executives) bzw. in den letzten 30 Handelstagen vor Fälligkeit (Vorstand) zuzüglich aller während der Laufzeit pro Aktie ausgezahlten Dividenden.

Für die Bewertung der Bezugsrechte kommt eine Monte-Carlo-Simulation zum Einsatz. Dabei wird eine Simulation der lognormalverteilten Prozesse für den Kurs der Continental-Aktie und den Kurs des STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (Vergleichsindex) durchgeführt. In der Monte-Carlo-Simulation werden die Durchschnittswertbildung der Aktienkurse der Continental-Aktie bzw. des Vergleichsindex für den Endaktienkurs und Auszahlungskurs, die Dividenden im Rahmen des TSR, die Performance gegenüber dem Vergleichsindex und die Begrenzung des Auszahlungsbetrags berücksichtigt.

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der Continental AG haben beschlossen, die aktienbasierten Vergütungselemente des Vorstands bzw. der Senior Executives und Executives anzupassen, um die Auswirkungen der Abspaltung von Aumovio auf den Börsenkurs der Continental AG zu kompensieren. Die im Rahmen des LTI gewährten virtuellen Aktien der Continental AG wurden mit einem Faktor von 1,3 angepasst. Für die aktienbasierten Vergütungselemente der Senior Executives und Executives wurde der im LTI angewandte Total Shareholder Return (TSR) der Continental AG angepasst. Der Anpassungsfaktor wird auf den Endaktienkurs sowie auf die nach dem Spin-Off gezahlten Dividenden angewendet.

Zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2025 wurde mit folgenden Parametern für den TSR gerechnet:

  • kontinuierliche Zero-Zinssätze zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2025:
    • LTI-Plan 2022 (Vorstand): in Höhe von 1,97 % zum Fälligkeitstag und 1,97 % zum Ende Zeitraum Auszahlungskurs.
    • LTI-Plan 2023 (Senior Executives und Executives): in Höhe von 1,97 % zum Ende Zeitraum Auszahlungskurs;
    • LTI-Plan 2023 (Vorstand): in Höhe von 2,01 % zum Fälligkeitstag und 2,03 % zum Ende Zeitraum Auszahlungskurs.
    • LTI-Plan 2024 (Senior Executives und Executives): in Höhe von 1,99 % zum Fälligkeitstag und 2,02 % zum Ende Zeitraum Auszahlungskurs;
    • LTI-Plan 2024 (Vorstand): in Höhe von 2,08 % zum Fälligkeitstag und 2,11 % zum Ende Zeitraum Auszahlungskurs.
    • LTI-Plan 2025 (Senior Executives und Executives): in Höhe von 2,08 % zum Fälligkeitstag und 2,13 % zum Ende Zeitraum Auszahlungskurs;
    • LTI-Plan 2025 (Vorstand): in Höhe von 2,20 % zum Fälligkeitstag und 2,24 % zum Ende Zeitraum Auszahlungskurs.
  • Jahresschlusskurs der Continental-Aktie in Höhe von 67,96 €.
  • Zinssatz, basierend auf der Zinsstrukturkurve für Bundesanleihen.
  • Dividendenzahlungen als arithmetisches Mittel, basierend auf öffentlich verfügbaren Schätzungen für die Jahre 2026 bis 2028; im Jahr 2025 lag die Dividende der Continental AG bei 2,50 € je Aktie, 2024 hat die Continental AG eine Dividende von 2,20 € je Aktie ausgeschüttet.
  • historische Volatilitäten auf Basis von täglichen Xetra-Schlusskursen für die Continental-Aktie und den Vergleichsindex, bezogen auf die jeweilige Restlaufzeit der LTI-Tranchen und des LTI-Plans 2022 bis 2025. Die historischen Volatilitäten für die Continental-Aktie liegen für den LTI-Plan 2022 des Vorstands bei 28,29 % und bei 33,31 % für den LTI-Plan 2023. Für den LTI-Plan 2024 der Senior Executives und Executives mit 30,75 % und für den Vorstand mit 31,55 %. Für den LTI-Plan 2025 der Senior Executives und Executives mit 31,55 % und für den Vorstand mit 31,49 %. Die historischen Volatilitäten für den Vergleichsindex liegen für den LTI-Plan 2022 und 2023 des Vorstands bei 19,71 % und 22,70 %. Für den LTI-Plan 2024 der Senior Executives und Executives mit 22,97 % und für den Vorstand mit 20,62 %. Für den LTI-Plan 2025 der Senior Executives und Executives mit 20,62 % und für den Vorstand mit 20,12 %.
  • historische Korrelationen auf Basis von täglichen Xetra-Schlusskursen für den Vergleichsindex, bezogen auf die jeweilige Restlaufzeit der Komponenten der LTI-Pläne 2022 bis 2025. Für den LTI-Plan 2022 und 2023 des Vorstands mit 0,3371 bzw. 0,6642, für den LTI-Plan 2024 der Senior Executives und Executives mit 0,6502 und für den Vorstand mit 0,6185 und für den LTI-Plan 2025 der Senior Executives und Executives mit 0,6185 und für den Vorstand mit 0,6630.
  • Die Fair Values der Tranchen haben sich wie folgt entwickelt. Die Höhe der Rückstellung zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2025 ergibt sich aus dem jeweiligen Grad der Erdienung:
    • LTI-Plan 2022 (Vorstand): 6 Mio € (Vj. 2 Mio €), der Grad der Erdienung liegt bei 100 %.
    • LTI-Plan 2023 (Senior Executives und Executives): 44 Mio € (Vj. 50 Mio€), der Grad der Erdienung liegt bei 100 %;
    • LTI-Plan 2023 (Vorstand): 10 Mio € (Vj. 5 Mio €), der Grad der Erdienung liegt bei 75 %.
    • LTI-Plan 2024 (Senior Executives und Executives): 39 Mio € (Vj. 35 Mio €), der Grad der Erdienung liegt bei 67 %;
    • LTI-Plan 2024 (Vorstand): 9 Mio € (Vj. 4 Mio €), der Grad der Erdienung liegt bei 50 %.
    • LTI-Plan 2025 (Senior Executives und Executives): 40 Mio €, der Grad der Erdienung liegt bei 33 %;
    • LTI-Plan 2025 (Vorstand): 7 Mio €, der Grad der Erdienung liegt bei 25 %.

Für den LTI-Plan 2022 der Senior Executives und Executives sind Aufwendungen in Höhe von 3 Mio € (Vj. Erträge in Höhe von 3 Mio €) und in Höhe von 4 Mio € (Vj. 1 Mio €) für den LTI-Plan 2022 des Vorstands angefallen. Für den LTI-Plan 2023 der Senior Executives und Executives sind Aufwendungen in Höhe von 12 Mio € (Vj. 15 Mio €) und von 5 Mio € (Vj. 1 Mio €) für den LTI-Plan 2023 des Vorstands angefallen. Für den LTI-Plan 2024 der Senior Executives und Executives sind Aufwendungen in Höhe von 14 Mio € (Vj. 12 Mio €) und von 4 Mio € (Vj. 1 Mio €) für den LTI-Plan 2024 des Vorstands angefallen. Für den LTI-Plan 2025 der Senior Executives und Executives sind Aufwendungen in Höhe von 13 Mio € und von 2 Mio € für den LTI-Plan 2025 des Vorstands angefallen.

Performance-Bonus (Deferral) Vergütungssystem ab 2024

Im Jahr 2024 wurde das Vergütungssystem des Vorstands weiterentwickelt und durch die Hauptversammlung 2024 gebilligt.

Im Dienstvertrag vereinbart der Aufsichtsrat für jedes Vorstandsmitglied einen Zielbetrag für den Performance-Bonus (nachfolgend „STI-Zielbetrag“), der bei 100 % Zielerreichung gewährt wird. Der Maximalbetrag des Performance-Bonus ist auf 200 % des STI-Zielbetrags begrenzt.

Die Höhe des auszuzahlenden STI hängt davon ab, inwieweit ein Vorstandsmitglied die Ziele erreicht, die der Aufsichtsrat für dieses Vorstandsmitglied für die folgenden drei finanziellen Kennzahlen als Leistungskriterien im Sinne des § 87a Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 AktG festlegt, die additiv miteinander verknüpft sind:

  • Das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) stellt eine der zentralen internen Steuerungsgrößen dar. Es ist das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
  • Cashflow vor Finanzierungstätigkeit, bereinigt um Mittelzuflüsse/-abflüsse aus Verkauf bzw. Erwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen (bereinigter Free Cashflow).
  • Nichtfinanzielle Leistungskriterien (nachfolgend ESG-Kennzahlen), Kennzahlen aus dem Bereich Umwelt, Soziales und Governance.

Zur Berechnung des STI wird der Grad der Erreichung des bereinigten EBIT-Ziels mit 45 %, des bereinigten Free-Cashflow-Ziels mit 45 % und der ESG-Kennzahlen mit 10 % gewichtet.

Der Zielwert für eine Zielerreichung von 100 % entspricht für jedes finanzielle Leistungskriterium dem Wert, der sich jeweils für dieses finanzielle Leistungskriterium aus der Planung für das jeweilige Geschäftsjahr ergibt, welcher der Aufsichtsrat zugestimmt hat. Für die nichtfinanziellen ESG-Kennzahlen bestimmt sich der 100 %-Wert abhängig von der jeweiligen ESG-Kennzahl als festgelegte Größe. Der Aufsichtsrat legt jährlich für jedes Leistungskriterium die Werte für eine Zielerreichung von 0 % bzw. 200 % fest. Der Grad der Zielerreichung wird linear zwischen 0 % und 200 % durch den Vergleich mit dem jeweiligen Ist-Wert für das Geschäftsjahr berechnet.

Daneben kann der Aufsichtsrat vor Beginn eines jeden Geschäftsjahres für einzelne oder alle Vorstandsmitglieder persönliche, nicht-finanzielle Leistungskriterien festlegen, die in Form eines sogenannten Personal Contribution Factor (nachfolgend „PCF“) mit einem Wert zwischen 0,8 und 1,2 in die Zielerreichung einfließen.

Nach Ende des Geschäftsjahres wird die Zielerreichung für die Zielkriterien bereinigtes EBIT, bereinigter Free Cashflow und ESG-Kennzahlen auf der Grundlage des geprüften Konzernabschlusses und der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung der Continental AG bzw. des Nachhaltigkeitsberichts des Continental-Konzerns errechnet und die Summe dieser Leistungskriterien entsprechend der vorstehend beschriebenen Gewichtung mit dem STI-Zielbetrag multipliziert. Durch Multiplikation dieses Ergebnisses mit dem PCF wird der Bruttowert des auszuzahlenden Betrags (nachfolgend „Gesamt-Bruttobetrag“) des STI festgestellt.

Das Vorstandsmitglied ist verpflichtet, 20 % des Brutto-Auszahlungsbetrags (entspricht in der Regel ca. 40 % des Netto-Auszahlungsbetrags) in Aktien der Continental AG zu investieren. Der Restbetrag wird als kurzfristige variable Vergütung zur Auszahlung gebracht.

Das Vorstandsmitglied ist verpflichtet, die Aktien mindestens für einen Zeitraum von drei Jahren ab dem Tag des Erwerbs rechtlich und wirtschaftlich zu halten.

Für den STI 2025 sind im Jahr 2025 Aufwendungen in Höhe von 11 Mio € (Vj. 6 Mio €) angefallen. Die Anzahl der vom Vorstand im Jahr 2025 gewandelten Aktien aus dem Deferral des STI 2024 belief sich auf 15.933 Stück (Vj. 22.782 Stück).

Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer

Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen

Das Group Profit Sharing Program ist eine Erfolgsbeteiligung der Beschäftigten von Continental am Konzernergebnis. Die Höhe der Erfolgsprämie wird anhand von konzerninternen Kennzahlen berechnet. Für den Berichtszeitraum wurde innerhalb der Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen eine Rückstellung in Höhe von 58 Mio € (Vj. 51 Mio €) berücksichtigt. Die Summe der Aufwendungen aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten belief sich im Berichtszeitraum auf 82 Mio € (Vj. 83 Mio €).

28. Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen

 

31.12.2025

31.12.2024

Mio €

Kurzfristig

Langfristig

Kurzfristig

Langfristig

Restrukturierungsrückstellungen

119

60

324

169

Prozess- und Umweltrisiken

34

35

82

214

Gewährleistungen

30

368

20

Übrige Rückstellungen

96

92

189

119

Rückstellungen für sonstige Risiken

279

187

964

522

Die Rückstellungen für sonstige Risiken haben sich wie folgt entwickelt:

Mio €

Restrukturierungs-
rückstellungen

Prozess- und Umweltrisiken

Gewährleistungen

Übrige Rückstellungen

Stand 01.01.2025

493

297

388

308

Zuführungen

426

64

177

214

Inanspruchnahmen

–306

–43

–128

–93

Umgliederungen

0

0

0

0

Konsolidierungskreisveränderungen

–372

–192

–341

–93

Umbuchungen in/aus zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten

–30

–1

–19

–77

Auflösungen

–31

–49

–40

–54

Aufzinsungen

2

4

–1

Wechselkursveränderungen

–3

–12

–7

–16

Stand 31.12.2025

179

69

30

188

Die Zuführungen zu den Restrukturierungsrückstellungen resultierten im Wesentlichen aus Restrukturierungsvorhaben des ehemaligen Segments Automotive sowie aus Maßnahmen zur Anpassung der Struktur an ein verändertes Marktumfeld innerhalb des Segments ContiTech. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen im Segment ContiTech soll bis 2028 schrittweise erfolgen.

Die Inanspruchnahmen der Restrukturierungsrückstellungen betrafen sowohl die Abwicklung von in vorherigen Jahren verabschiedeten als auch von im Geschäftsjahr 2025 erstmals berücksichtigten Restrukturierungsmaßnahmen.

Die Zuführungen und Auflösungen zu den Rückstellungen für Prozess- und Umweltrisiken betrafen im Besonderen Produkthaftungsrisiken sowie Risiken im Zusammenhang mit Streitigkeiten über gewerbliche Schutzrechte. Wir verweisen auf Kapitel 36.

Die Inanspruchnahmen beinhalten hauptsächlich die zuvor genannten Produkthaftungsrisiken in dem ehemaligen Segment Automotive und dem Segment Tires sowie Risiken im Zusammenhang mit Streitigkeiten über gewerbliche Schutzrechte.

Die Entwicklung der Rückstellungen für Gewährleistungen beinhaltet Inanspruchnahmen in Höhe von 128 Mio € (Vj. 181 Mio €) sowie Auflösungen in Höhe von 40 Mio € (Vj. 95 Mio €), denen Zuführungen in Höhe von 177 Mio € (Vj. 289 Mio €) gegenüberstehen. Die Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus Konsolidierungskreisveränderungen sowie spezifizierten Einzelfällen in den Segmenten Tires und ContiTech.

Die übrigen Rückstellungen beinhalten auch Rückstellungen für Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit, u. a. Kompensationen aus Kunden- und Lieferantenansprüchen, die nicht Gewährleistung sind. Ebenfalls enthalten sind Rückstellungen für Rückbau- und Reifenrecycling-Verpflichtungen und auch Rückstellungen für mögliche Zins- und Strafzahlungen auf Ertragsteuerverbindlichkeiten.

Die Konsolidierungskreisveränderungen resultieren im Wesentlichen aus der Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing.

29. Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:

Mio €

2025

2024

Stand 01.01.

531

541

Zuführungen

333

428

Inanspruchnahmen sowie Vorauszahlungen für das laufende Geschäftsjahr

–364

–380

Auflösungen

–99

–60

Konsolidierungskreisveränderungen

–99

0

Umbuchungen in/aus zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten

–2

0

Wechselkursveränderungen

–16

2

Stand 31.12.

284

531

Für die Überleitung zu den in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellten gezahlten Ertragsteuern sind zusätzlich zu den hier ausgewiesenen Inanspruchnahmen sowie laufenden Vorauszahlungen die zahlungswirksamen Veränderungen der Ertragsteuerforderungen einzubeziehen.

30. Finanzschulden und ergänzende Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

 

31.12.2025

31.12.2024

Mio €

Gesamt

Kurzfristig

Langfristig

Gesamt

Kurzfristig

Langfristig

Anleihen

4.626

808

3.818

3.861

649

3.212

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten1

534

127

408

1.042

993

49

Derivative Finanzinstrumente

5

5

29

29

Leasingverbindlichkeiten

715

196

519

1.141

297

844

Verbindlichkeiten aus Forderungsverkaufsprogrammen

238

238

299

299

Commercial Paper

694

694

335

335

Sonstige Finanzschulden

14

8

6

201

195

6

Finanzschulden

6.826

2.075

4.751

6.909

2.797

4.112

1 Davon durch Grundschulden, Hypotheken und vergleichbare Sicherheiten gedeckte Beträge in Höhe von 9 Mio € (Vj. 8 Mio €).

Zusammensetzung der wesentlichen Continental-Anleihen


Mio €
Emittent/Typ

Emissions-
betrag
31.12.25

Buchwert
31.12.25

Börsenwert
31.12.25

Emissions-
betrag
31.12.24

Buchwert 31.12.24

Börsenwert
31.12.24

Kupon p. a.

Ausgabe/
Fälligkeit und
Zinsbindung bis

Ausgabekurs

CAG1 Euro-Anleihe

600

601

593

0,375 %

2019/06.2025

99,802 %

CAG1 Euro-Anleihe

750

755

750

750

753

747

2,500 %

2020/08.2026

98,791 %

CAG1 Euro-Anleihe

500

516

508

500

515

511

4,000 %

2023/03.2027

99,658 %

CAG1 Euro-Anleihe

625

626

635

625

626

636

3,625 %

2022/11.2027

100,000 %

CAG1 Euro-Anleihe

750

764

769

750

763

775

4,000 %

2023/06.2028

99,445 %

CAG1 Euro-Anleihe

750

748

750

2,875 %

2025/11.2028

99,610 %

CAG1 Euro-Anleihe

600

601

597

2,875 %

2025/06.2029

99,494 %

CAG1 Euro-Anleihe

600

604

609

600

603

606

3,500 %

2024/10.2029

99,946 %

Gesamt

4.575

4.614

4.618

3.825

3.861

3.868

 

 

 

1 Continental Aktiengesellschaft, Hannover.

Der Buchwert der Anleihen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 3.861 Mio € auf 4.626 Mio € zum Ende des Geschäftsjahres 2025. Unter dem Rahmen-Emissionsprogramm (Debt Issuance Programme, DIP) hat die Continental AG am 22. Mai 2025 eine börsennotierte Euro-Anleihe mit einem Emissionsvolumen in Höhe von 750 Mio € emittiert. Der Ausgabekurs dieser Anleihe mit einer Laufzeit von dreieinhalb Jahren und einem festen Zinssatz von 2,875 % p. a. lag bei 99,610 %. Am 9. September 2025 wurde eine weitere börsennotierte Euro-Anleihe von der Continental AG mit einem Emissionsvolumen in Höhe von 600 Mio € emittiert. Der Ausgabekurs dieser Anleihe mit einer Laufzeit von drei Jahren und neun Monaten und einem festen Zinssatz von ebenfalls 2,875 % p. a. lag bei 99,494 %. Zudem wurde die am 27. Juni 2025 fällige Euro-Anleihe der Continental AG über 600 Mio € zu einem Kurs von 100,000 % zurückgezahlt. Diese Anleihe wurde mit 0,375 % p. a. verzinst und hatte eine Laufzeit von fünf Jahren und neun Monaten.

Im April 2025 hat Continental Tire Andina S.A., Cuenca, Ecuador, zwei US-Dollar-Anleihen im Gesamtvolumen von 15 Mio US-Dollar mit Festzinssätzen von 7,500 % p. a. bzw. 7,750 % p. a. und Laufzeiten von vier bzw. fünf Jahren emittiert. Zum 31. Dezember 2025 lag der Buchwert dieser Anleihen bei 11 Mio €.

Finanzierungszusagen von Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen am 31. Dezember 2025 bei 534 Mio € (Vj. 1.042 Mio €) und damit 508 Mio € unter dem Vorjahresniveau. Dies ist zurückzuführen auf eine Vertragsanpassung eines bestehenden Cash Pools zwischen Konzerngesellschaften und einem Kreditinstitut. Die Vertragsanpassung führte im vierten Quartal 2025 dazu, dass die Continental AG einen Rechtsanspruch auf die Saldierung der betreffenden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Verbindlichkeiten gegenüber diesem Kreditinstitut hat. Damit findet erstmals 2025 eine Saldierung gemäß IAS 32.42 statt. Der Saldierungseffekt lag bei 484 Mio €. Am 31. Dezember 2025 bestanden Finanzierungszusagen von Kreditinstituten in Höhe von 3.269 Mio € (Vj. 6.034 Mio €). Zum Stichtag waren davon nominal 2.733 Mio € (Vj. 4.966 Mio €) ungenutzt. Davon entfallen 2.122 Mio € (Vj. 4.000 Mio €) auf den nachfolgend beschriebenen syndizierten Kredit des Continental-Konzerns. Darüber hinaus entfiel der wesentliche Anteil der Finanzierungszusagen von Kreditinstituten wie im Vorjahr auf überwiegend variabel verzinsliche kurzfristige Kreditaufnahmen.

Der syndizierte Kredit wurde im Dezember 2019 vorzeitig erneuert. Er bestand aus einer revolvierenden Tranche in Höhe von 4.000 Mio € mit einer ursprünglichen Laufzeit von fünf Jahren. Infolge der Ausübung von zwei Optionen auf Verlängerung der Laufzeit um jeweils ein Jahr war diese Finanzierungszusage bis Dezember 2026 gültig. Im ersten Halbjahr 2025 wurden mit dem Bankenkonsortium nachfolgende Anpassungen beschlossen: Zum einen wurde die Laufzeit um ein weiteres Jahr bis Dezember 2027 verlängert, wobei sich eine Bank mit einem Anteil von 90 Mio € nicht an der Verlängerung beteiligte. Diese Bank wird im Dezember 2026 aus dem syndizierten Kredit ausscheiden. Zum anderen wurde eine Volumenreduzierung ab dem Vollzug der Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing im September 2025 vereinbart. Seit dem 17. September 2025 beträgt das Volumen des syndizierten Kredits nunmehr 2.500 Mio €. Des Weiteren wird die Marge künftig nicht mehr mit der Nachhaltigkeitsleistung des Konzerns verknüpft. Dieser revolvierende Kredit in Höhe von 2.500 Mio € wurde am 31. Dezember 2025 von der Continental AG in Höhe von 250 Mio € (Vj. —) und der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, in Höhe von 128 Mio € (Vj. —) in Anspruch genommen.

Zur Deckung des kurzfristigen Kreditbedarfs hat der Continental-Konzern im Berichtsjahr Commercial-Paper-Programme, die Forderungsverkaufsprogramme und die diversen Banklinien genutzt.

Zur Struktur der Fälligkeiten der Finanzschulden verweisen wir auf Kapitel 31.

Ergänzende Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die nachfolgende Tabelle zeigt die (Netto-)Veränderung kurzfristiger und langfristiger Finanzschulden zur Erläuterung der Konzern-Kapitalflussrechnung:

 

 

Zahlungs-
wirksam

Nicht
zahlungswirksam

 

 

Mio €

31.12.2025

Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten

davon fortgeführte Aktivitäten

Wechselkurs-
veränderungen

Um-
gliede-rungen

Änderungen
des beizu-
legenden Zeitwerts

Konsolidierungs-kreisverän-
derungen

Sonstiges1, 2

31.12.2024

Veränderung derivativer Finanzinstrumente und verzinslicher Anlagen3

169

–31

–12

–18

0

–14

0

231

Veränderung kurzfristiger Finanzschulden

–2.075

1.335

1.459

54

–1.011

21

480

–157

–2.797

davon Aufnahme von Anleihen

–3

–3

davon Tilgung von Anleihen

602

602

davon Tilgung von Leasingverbindlichkeiten

290

222

Veränderung langfristiger Finanzschulden

–4.751

–1.749

–1.749

27

1.011

240

–167

–4.112

davon Aufnahme von Anleihen

–1.360

–1.360

1 In der Spalte Sonstiges sind neben Zinsaufwendungen auch die im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesenen gezahlten Zinsen in Höhe von 291 Mio € sowie Effekte aus der Erfassung, Ausbuchung und Anpassung von Leasingverbindlichkeiten enthalten.
2 In der Berichtsperiode sind in den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe OESL enthalten. Die entsprechende Umgliederung ist in der Spalte Sonstiges berücksichtigt und beträgt für die Veränderung derivativer Finanzinstrumente und verzinslicher Anlagen 1 Mio €, für die Veränderung kurzfristiger Finanzschulden 9 Mio € und für die Veränderung langfristiger Finanzschulden 16 Mio €.
3 Die zahlungswirksamen Effekte resultieren im Wesentlichen aus Geldmarktfonds und aus verzinslichen Anlagen bei Banken, die als Teil der Netto-Finanzschulden angesehen und daher als Finanzierungstätigkeit klassifiziert werden.

 

 

Zahlungs-
wirksam

Nicht
zahlungswirksam

 

 

Mio €

31.12.2024

Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten

davon fortgeführte Aktivitäten

Wechselkurs-
veränderungen

Um-
gliede-rungen

Änderungen
des beizu-
legenden Zeitwerts

Konsolidierungs-kreisverän-
derungen

Sonstiges1

31.12.2023

Veränderung derivativer Finanzinstrumente und verzinslicher Anlagen2

231

30

45

2

–10

0

209

Veränderung kurzfristiger Finanzschulden3

–2.797

852

880

–25

–879

–21

1

–83

–2.642

davon Tilgung von Anleihen

725

725

davon Tilgung von Leasingverbindlichkeiten

318

216

Veränderung langfristiger Finanzschulden3

–4.112

–276

–276

–1

879

1

–187

–4.528

davon Aufnahme von Anleihen

–600

–600

1 In der Spalte Sonstiges sind neben Zinsaufwendungen auch die im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesenen gezahlten Zinsen in Höhe von 317 Mio € sowie Effekte aus der Erfassung, Ausbuchung und Anpassung von Leasingverbindlichkeiten enthalten.
2 Die zahlungswirksamen Effekte resultieren im Wesentlichen aus Geldmarktfonds und aus verzinslichen Anlagen bei Banken, die als Teil der Netto-Finanzschulden angesehen und daher als Finanzierungstätigkeit klassifiziert werden.
3 Aufgrund der Änderungen des IAS 1, Darstellung des Abschlusses, wird ab dem Berichtsjahr 2024 der Ausweis von lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten neu geregelt. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.

31. Finanzinstrumente

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wobei lang- und kurzfristige Bilanzposten zusammengefasst werden. Zudem werden die relevanten Bewertungskategorien nach IFRS 9, Finanzinstrumente, sowie die jeweils für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts relevanten Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts, dargestellt.

Mio €

Bewertungs-
kategorie
nach IFRS 9

Buchwert
31.12.2025

Beizulegender
Zeitwert
31.12.2025

davon
Stufe 1

davon
Stufe 2

davon
Stufe 3

Sonstige Finanzanlagen1

FVOCIwoR

5

5

1

4

Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen

 

 

 

 

 

 

Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung

FVPL

2

2

2

Schuldinstrumente

FVPL

77

77

77

Schuldinstrumente

At cost

90

90

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Leasingforderungen

 

 

 

 

 

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

At cost

3.106

3.106

Wechselforderungen

FVOCIwR

117

117

117

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

FVPL

5

5

5

Sonstige finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen

 

 

 

 

 

 

Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung

FVPL

0

0

0

 

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

FVPL

2

2

2

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

At cost

115

115

Flüssige Mittel

 

 

 

 

 

 

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

At cost

1.424

1.424

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

FVPL

80

80

80

Finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen

 

5.022

5.022

158

127

4

Zur Veräußerung bestimmte finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen

 

 

 

 

 

 

Schuldinstrumente

At cost

1

1

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

At cost

230

230

Wechselforderungen

FVOCIwR

13

13

13

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

At cost

6

6

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

At cost

124

124

Zur Veräußerung bestimmte finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen

 

374

374

13

Finanzschulden ohne Leasingverbindlichkeiten

 

 

 

 

 

 

Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung

FVPL

5

5

5

Sonstige Finanzschulden

At cost

6.106

6.166

4.629

438

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

At cost

2.349

2.349

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

 

 

 

Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung

FVPL

0

0

0

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

At cost

742

742

Finanzielle Verbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten

 

9.203

9.263

4.629

443

Zur Veräußerung bestimmte finanzielle Verbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten

 

 

 

 

 

 

Finanzschulden ohne Leasingverbindlichkeiten

 

 

 

 

 

 

Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung

FVPL

0

0

0

Sonstige Finanzschulden

At cost

0

0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

At cost

178

178

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

At cost

16

16

Zur Veräußerung bestimmte finanzielle Verbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten

 

194

194

0

 

 

 

 

 

 

 

Davon aggregiert nach Bewertungskategorien nach IFRS 9:

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwR) 

 

131

 

 

 

 

Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwoR)

 

5

 

 

 

 

Finanzielle Vermögenswerte (FVPL)

 

166

 

 

 

 

Finanzielle Vermögenswerte (At cost)

 

5.095

 

 

 

 

Finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL)

 

5

 

 

 

 

Finanzielle Verbindlichkeiten (At cost)

 

9.392

 

 

 

 

1 Ohne Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen.

 

Mio €

Bewertungs-
kategorie
nach IFRS 9

Buchwert
31.12.2024

Beizulegender
Zeitwert
31.12.2024

davon
Stufe 1

davon
Stufe 2

davon
Stufe 3

Sonstige Finanzanlagen1

FVOCIwoR

88

88

1

87

Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen

 

 

 

 

 

 

Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung

FVPL

5

5

5

Schuldinstrumente

FVPL

98

98

98

Schuldinstrumente

At cost

128

128

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Leasingforderungen

 

 

 

 

 

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

At cost

6.887

6.887

Wechselforderungen

FVOCIwR

202

202

202

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

FVPL

11

11

11

Sonstige finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen

 

 

 

 

 

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

FVPL

126

126

1

126

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

At cost

244

244

Flüssige Mittel

 

 

 

 

 

 

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

At cost

2.902

2.902

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

FVPL

63

63

63

Finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen

 

10.755

10.755

163

344

87

Finanzschulden ohne Leasingverbindlichkeiten

 

 

 

 

 

 

Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung

FVPL

29

29

29

Sonstige Finanzschulden

At cost

5.739

5.794

3.868

70

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

At cost

6.471

6.471

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

At cost

1.257

1.257

Finanzielle Verbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten

 

13.496

13.551

3.868

99

 

 

 

 

 

 

 

Davon aggregiert nach Bewertungskategorien nach IFRS 9:

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwR) 

 

202

 

 

 

 

Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwoR)

 

88

 

 

 

 

Finanzielle Vermögenswerte (FVPL)

 

304

 

 

 

 

Finanzielle Vermögenswerte (At cost)

 

10.161

 

 

 

 

Finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL)

 

29

 

 

 

 

Finanzielle Verbindlichkeiten (At cost)

 

13.466

 

 

 

 

1 Ohne Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen.

Erläuterungen der Abkürzungen

  • At cost, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
  • FVOCIwR, Fair Value through other comprehensive income with reclassification, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet, mit Reklassifizierung
  • FVOCIwoR, Fair Value through other comprehensive income with-out reclassification, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet, ohne Reklassifizierung
  • FVPL, Fair Value through profit and loss, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung bewertet

Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts:

  • Stufe 1: notierte Preise in aktiven Märkten für identische Instrumente
  • Stufe 2: notierte Preise in aktiven Märkten für ähnliche Instrumente oder Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Input‑Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen
  • Stufe 3: Bewertungsmethoden, bei denen die wesentlichen Input‑Faktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen

Die der Bewertungskategorie FVOCIwoR zugeordneten Finanz-instrumente werden als solche eingestuft, da sie langfristig zu strategischen Zwecken gehalten werden.

Für zum FVOCIwoR bilanzierte Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise in aktiven Märkten für identische Instrumente (Stufe 1) oder für ähnliche Instrumente vorliegen oder keine Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Input‑Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 2), anwendbar sind, ist der Zeitwert mit einer Bewertungsmethode, bei der die wesentlichen Input‑Faktoren auf nicht beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3), zu ermitteln. Sofern externe Bewertungsgutachten oder Informationen aus weiteren Finanzierungsrunden vorliegen, werden sie herangezogen. Liegen derartige Informationen nicht vor, erfolgt die Bewertung nach dem Bewertungsverfahren, das im jeweiligen Fall als angemessen und umsetzbar erachtet wird, z. B. nach der Discounted-Cashflow-Methode oder per Multiplikatoren-Verfahren mit auf Kaufpreisen bei vergleichbaren Transaktionen basierenden Verhältniszahlen. Nur wenn nicht genügend neuere Informationen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts vorliegen, werden die Anschaffungskosten als die beste Schätzung des beizulegenden Zeitwerts angesehen. Die zum FVOCIwoR bilanzierten Finanzinstrumente werden hinsichtlich etwaiger Änderungen der wesentlichen, nicht beobachtbaren Input‑Faktoren zentral überwacht und kontinuierlich auf Wertschwankungen überprüft.

Hinsichtlich der Buchwertentwicklung der sonstigen Finanzanlagen verweisen wir auf Kapitel 17. Auf eine Sensitivitätsanalyse wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Konzernanhang in Kapitel 2 erläutert.

Die beizulegenden Zeitwerte der sonstigen Finanzschulden wurden aus vorhandenen Notierungen an einem aktiven Markt abgeleitet (Stufe 1) oder alternativ durch Diskontierung aller künftigen Zahlungsströme mit den jeweils geltenden Zinssätzen für die entsprechenden Restlaufzeiten unter Berücksichtigung eines unternehmensspezifischen Bonitätsspreads ermittelt (Stufe 2), sofern deren bilanzierte Werte zum Abschlussstichtag nicht näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die übrigen At-cost-bewerteten Finanzinstrumente haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die bilanzierten Werte zum Abschlussstichtag in der Regel näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert und werden nicht in der Fair-Value-Hierarchie der Tabelle dargestellt.

In der folgenden Tabelle werden die Änderungen der Finanzinstrumente in Stufe 3 dargestellt:

Mio €

Sonstige Finanzanlagen

Stand 01.01.2024

93

Im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasste Bewertungseffekte

–4

Zugänge

7

Umwandlung einer Forderung in Eigenkapital

1

Umgliederung

–5

Konsolidierungskreisveränderungen

–6

Wechselkurseffekte

2

Stand 31.12.2024

87

Stand 01.01.2025

87

Im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasste Bewertungseffekte

0

Zugänge

0

Umgliederung

0

Konsolidierungskreisveränderungen

–79

Wechselkurseffekte

–5

Stand 31.12.2025

4

Der Konzern erfasst mögliche Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der eine Änderung eingetreten ist.

Die im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasste Fair-Value-Änderung von 0 Mio € (Vj. ‑4 Mio €) betrifft die Umbewertung von sonstigen Finanzanlagen aufgrund geänderter Geschäftsaussichten. Hiervon entfallen keine Änderungen (Vj. ‑8 Mio €) auf weiterhin im Konzern gehaltene Beteiligungen und 0 Mio € (Vj. 4 Mio €) auf abgegangene Beteiligungen. Auf eine Sensitivitätsanalyse wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Folgende Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten wurden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

 

Netto-Ergebnisse aus Zinsen

Sonstige Netto-Gewinne oder -Verluste

Summe Netto-Gewinne oder -Verluste

Mio €

2025

2024

2025

2024

2025

2024

Finanzielle Vermögenswerte (At cost)

54

51

–18

–12

36

40

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (FVPL)

11

10

12

–34

23

–24

Finanzielle Vermögenswerte (FVOCI)

0

0

0

0

0

0

Finanzielle Verbindlichkeiten (At cost)

–275

–289

–14

–27

–289

–316

Nicht fortgeführte Aktivitäten

9

24

6

–44

15

–20

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis (Kapitel 11) ausgewiesen.

Dividendenerträge aus finanziellen Vermögenswerten, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet, sind von untergeordneter Bedeutung für den Konzern.

Bei den sonstigen Netto-Gewinnen und -Verlusten der finanziellen Vermögenswerte (At cost) und der finanziellen Verbindlichkeiten (At cost) handelt es sich im Wesentlichen um Währungseffekte auf Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. Die Entwicklung der Währungskurse war im Berichts- und Vorjahr gegenläufig.

Sicherheiten

Insgesamt wurden zum 31. Dezember 2025 finanzielle Vermögenswerte als Sicherheiten in Höhe von 490 Mio € (Vj. 665 Mio €) gestellt. Im Berichtsjahr umfassten die Sicherheiten wie im Vorjahr im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zur Besicherung der Verbindlichkeiten aus Forderungsverkaufs-programmen abgetreten wurden. Der Rest betrifft verpfändete Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte.

Risikomanagement von Finanzinstrumenten

Der Continental-Konzern ist aufgrund der internationalen Geschäftsaktivitäten und der damit verbundenen Finanzierungen Ausfallrisiken, Risiken aus Wechselkursänderungen, Veränderungen variabler Zinssätze sowie einem Liquiditätsrisiko ausgesetzt. Das Management dieser Risiken wird in den folgenden Abschnitten beschrieben.

Zudem kommen im Konzern Sicherungsinstrumente zum Einsatz. Für deren Einsatz bestehen konzernweite Regelwerke. Interne Abwicklungsrisiken werden durch eine strikte funktionale Trennung der Aufgabenbereiche minimiert.

Weitere Erläuterungen zu den im Folgenden dargestellten Risiken und zum Risikomanagement finden sich im Risiko- und Chancenbericht im Konzernlagebericht.

1. Ausfallrisiken

Die Ausfallrisiken von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, von Vertragsvermögenswerten oder von anderen finanziellen Vermögenswerten umfassen das Risiko, dass offene Forderungen verspätet beglichen werden bzw. ausfallen, falls ein Kunde oder eine andere Vertragspartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Summe der positiven Buchwerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko des Continental-Konzerns aus finanziellen Vermögenswerten. Das Ausfallrisiko wird hauptsächlich durch Merkmale der Kunden und der Branche beeinflusst und daher von zentralen und lokalen Kreditmanagern analysiert und überwacht. Zu den Aufgaben des Kreditmanagements gehört die gebündelte Risikosteuerung des Forderungsvermögens. Regelmäßig werden Bonität und Zahlungsverhalten der Vertragspartner analysiert.

Das Ausfallrisiko bei originären finanziellen Forderungen wird zusätzlich dadurch begrenzt, dass nur Vertragspartner mit erwiesener Bonität angenommen werden, Sicherheiten hinterlegt oder im Einzelfall Warenkreditversicherungen abgeschlossen werden. Zum 31. Dezember 2025 wurden im Konzern Sicherheiten in unwesentlicher Höhe gehalten. Es gibt keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder Vertragsvermögenswerte, für die aufgrund gehaltener Sicherheiten eine Wertminderung unterlassen wurde.

Trotzdem lassen sich Ausfallrisiken nicht völlig ausschließen. Bestehenden Restrisiken wird durch die Bildung von erwarteten Kreditverlusten für identifizierte Einzelrisiken sowie anhand von Erfahrungswerten unter Berücksichtigung von ggf. relevanten Zukunftskomponenten Rechnung getragen. Finanzielle Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, weisen dementsprechend eine erstklassige Kreditqualität auf. Die Ermittlung der Ausfallrisiken erfolgt nach konzerneinheitlichen Maßstäben. Die Methoden zur Ermittlung der Wertberichtigungen sind im Konzernanhang in Kapitel 2 erläutert. Aus der jährlichen Überprüfung der Methoden ergab sich im Berichtsjahr wie im Vorjahr kein Anpassungsbedarf.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte

Sofern Forderungen in ihrer Bonität beeinträchtigt sind, werden entsprechende Aufwendungen auf einem Wertberichtigungskonto erfasst.

Die Ermittlung der erwarteten lebenslangen Kreditverluste basiert in wesentlichem Maße auf Einschätzungen und Beurteilungen, die auf der Bonität der jeweiligen Kunden, aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle beruhen. Die Kreditwürdigkeit eines Kunden wird anhand des Zahlungsverhaltens und seiner Zahlungsfähigkeit beurteilt. Eine Berücksichtigung von Risiken verschiedener Kundengruppen, Branchen- oder Länderrisiken – sofern vorhanden – wird regelmäßig geprüft. 2025 war keine entsprechende Aufteilung des Ausfallrisikos erforderlich.

Continental ermittelt die Ausfallraten für die erwarteten lebenslangen Kreditverluste basierend auf einem Drei-Jahres-Durchschnitt unter Berücksichtigung der historischen Ausfälle, die auf die verschiedenen Überfälligkeiten aufgeteilt werden, sowie grundsätzlich auch unter Berücksichtigung einer zukunftsgerichteten Komponente. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte, die bereits in ihrer Bonität beeinträchtigt sind, werden bei der Ermittlung der erwarteten lebenslangen Kreditverluste nicht berücksichtigt. Es gab keine wesentlichen Effekte auf erwartete Kreditverluste aus der Modifizierung von Zahlungsströmen.

Die folgende Tabelle zeigt die Brutto-Buchwerte für nicht in ihrer Bonität beeinträchtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte zum 31. Dezember 20251:

Mio €

31.12.2025

31.12.2024

nicht überfällig

3.281

6.610

0–29 Tage

132

270

30–59 Tage

38

93

60–89 Tage

17

36

90–119 Tage

11

24

120 Tage und mehr

53

152

Stand zum 31.12.

3.533

7.185

1 Die Differenz zu der Summe der Brutto-Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten in Höhe von 168 Mio € (Vj. 179 Mio €) resultiert aus den Brutto-Buchwerten von in ihrer Bonität beeinträchtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten und der Umbuchung der Veräußerungsgruppe OESL in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte.

Im Berichtsjahr entwickelten sich die erwarteten lebenslangen Kreditverluste sowie die Wertberichtigungen für in ihrer Bonität beeinträchtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte folgendermaßen:

Mio €

2025

2024

Stand zum 01.01.

133

132

Zuführung

55

72

Inanspruchnahmen

–18

–25

Auflösungen

–41

–46

Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen

–37

–1

Umbuchung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

–4

Wechselkursveränderungen

–5

0

Stand zum 31.12.

84

133

Zum 31. Dezember 2025 betragen die Wertberichtigungen für in ihrer Bonität beeinträchtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 72 Mio € (Vj. 101 Mio €).

Wertberichtigte Forderungen, die im Berichtszeitraum abgeschrieben wurden, unterliegen mit 2 Mio € (Vj. 6 Mio €) weiterhin Vollstreckungsmaßnahmen.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Für sonstige finanzielle Vermögenswerte, deren Bonität beeinträchtigt ist, wurden Wertberichtigungen in Höhe des Brutto-Buchwerts von insgesamt 1 Mio € (Vj. 3 Mio €) berücksichtigt. Darüber hinaus erwartete Zwölf-Monats- sowie lebenslange Kreditverluste der sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind von unwesentlicher Bedeutung.

Flüssige Mittel sowie derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen

Um das Ausfallrisiko bei flüssigen Mitteln sowie derivativen Finanz-instrumenten und verzinslichen Anlagen zu minimieren, werden grundsätzlich Banken genutzt, die vom Continental-Konzern aufgrund von festgelegten Kriterien als Kernbanken klassifiziert wurden. Diese sollen grundsätzlich mindestens über eine Kreditratingeinstufung einer der global tätigen Ratingagenturen im Investment-Grade-Bereich verfügen. Daher kann das Ausfallrisiko als sehr gering eingeschätzt werden. Die Bonität der Kernbanken sowie weiterer Banken und anderer Geschäftspartner, mit denen aus operativen oder regulatorischen Gründen abweichend vom Kernbankenprinzip Anlagen bzw. Ausleihungen getätigt werden oder Handel mit derivativen Finanzinstrumenten betrieben wird, wird laufend überwacht, wobei neben den Kreditratingeinstufungen insbesondere auch die Prämien für die Versicherung von Kreditausfallrisiken (Credit Default Swap, CDS) beobachtet werden, sofern diese Informationen verfügbar sind. Darüber hinaus definiert der Continental-Konzern für jede Bank Anlagelimite sowie für derivative Finanzinstrumente Handelslimite. Deren Höhe richtet sich im Wesentlichen an der Bonitätseinschätzung der jeweiligen Bank aus. Die Einhaltung dieser Limite wird kontinuierlich überwacht. Erwartete Kreditverluste von flüssigen Mitteln und anderen verzinslichen Anlagen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, sowie in ihrer Bonität beeinträchtigte zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Vermögenswerte dieser Posten sind wie im Vorjahr von unwesentlicher Bedeutung.

2. Währungsmanagement

Die internationale Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen. Daraus leitet sich ein Verlustrisiko ab, denn Vermögenswerte, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, verlieren an Wert. Parallel dazu verteuern sich Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs. Zur Absicherung dürfen ausschließlich zuvor in den konzernweiten Regelwerken definierte derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, die sich im Treasury-Managementsystem abbilden und bewerten lassen. Der Einsatz von Finanzinstrumenten, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, ist grundsätzlich nicht erlaubt.

Operative Fremdwährungsrisiken

Im Rahmen des operativen Währungsmanagements werden bekannte und erwartete Fremdwährungszahlungsströme zu operativen Währungs-Exposures in Form von saldierten Netto-Cashflows je Transaktionswährung auf rollierender Zwölf-Monats-Basis zusammengefasst. Diese Zahlungsströme ergeben sich im Wesentlichen aus Zahlungseingängen und -ausgängen konzernexterner und -interner Lieferungen und Leistungen der Konzerngesellschaften weltweit. Seit mehreren Jahren wird ein Natural-Hedge-Ansatz zur Reduzierung des Währungskursrisikos verfolgt, sodass der Saldo zwischen Ein- und Auszahlungen in den jeweiligen Fremdwährungen möglichst gering gehalten wird. Darüber hinaus wird die Entwicklung der Wechselkurse beobachtet, analysiert und prognostiziert. Der wöchentlich tagende Zins- und Währungsausschuss beschließt auf der Basis des operativen Währungs-Exposure sowie aufgrund fortlaufend angepasster Wechselkurserwartungen im Einzelfall vorzunehmende Sicherungsmaßnahmen durch Abschluss derivativer Finanzinstrumente, insbesondere von Devisentermingeschäften, Devisenswaps und Währungsoptionen mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten. Deren Umfang darf ohne gesonderte Vorstandsgenehmigung 30 % des Zwölf-Monats-Exposure je Währung nicht überschreiten. Darüber hinaus werden weitere Risikogrenzen für offene derivative Positionen gesetzt. Sie schränken das Risiko aus dem Abschluss von Sicherungsgeschäften stark ein. Eine Anwendung von Hedge Accounting für entsprechend abgeschlossene Sicherungsgeschäfte erfolgte im Berichtsjahr sowie im Vorjahr nicht. Zum 31. Dezember 2025 bestehen Devisentermingeschäfte zur Absicherung operativer Fremdwährungsrisiken mit einem aktiven Betrag von 0 Mio € (Vj. 1 Mio €) sowie einem passiven Betrag von 0 Mio € (Vj. 0 Mio €). Zum 31. Dezember 2025 beträgt das Nominalvolumen 139 Mio € (Vj. 102 Mio €).

Netto-Exposures aus Finanzinstrumenten, die in einer von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft abweichenden Währung denominiert und nicht den Netto-Finanzschulden zuzuordnen sind, bestehen zum 31. Dezember 2025 in den wesentlichen Währungen Euro in Höhe von ‑137 Mio € (Vj. ‑347 Mio €) und US-Dollar in Höhe von 113 Mio € (Vj. ‑362 Mio €). Die auf die genannten Euro-Fremdwährungstransaktionen entfallenden wesentlichen lokalen Währungen sind mit ‑123 Mio € der chinesische Renminbi, mit ‑30 Mio € die tschechische Krone und mit 24 Mio € der US-Dollar (Vj. mit ‑208 Mio € der chinesische Renminbi, mit ‑83 Mio € der serbische Dinar und mit ‑59 Mio € der mexikanische Peso) und die auf die US-Dollar-Fremdwährungstransaktionen entfallenden wesentlichen lokalen Währungen sind mit 54 Mio € der mexikanische Peso, mit 52 Mio € der Euro und mit 8 Mio € das britische Pfund (Vj. mit 366 Mio € der Euro, mit ‑204 Mio € der südkoreanische Won und mit ‑168 Mio € der chinesische Renminbi). Bei den genannten Beträgen handelt es sich bei positiven Werten um Netto-Forderungen und bei negativen Werten um Netto-Verbindlichkeiten.

Finanzielle Fremdwährungsrisiken

Neben den operativen Fremdwährungsrisiken entstehen Währungsrisiken aus konzernexternen und -internen Netto-Finanzschulden, die in einer von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft abweichenden Währung denominiert sind. Der Bestand dieser Instrumente wird regelmäßig in Form eines finanziellen Währungs-Exposure je Transaktionswährung zusammengefasst. Zum 31. Dezember 2025 bestand das Netto-Exposure in den wesentlichen Währungen Euro in Höhe von 614 Mio € (Vj. ‑736 Mio €) sowie US-Dollar in Höhe von 111 Mio € (Vj. 592 Mio €). Die auf die genannten Euro-Fremdwährungstransaktionen entfallenden wesentlichen lokalen Währungen sind mit 482 Mio € die tschechische Krone, mit 55 Mio € der ungarische Forint und mit 39 Mio € die dänische Krone (Vj. mit ‑770 Mio € der rumänische Leu, mit ‑353 Mio € der serbische Dinar und mit 245 Mio € die tschechische Krone) und die auf die US-Dollar-Fremdwährungstransaktionen entfallenden wesentlichen lokalen Währungen sind mit 121 Mio € der mexikanische Peso, mit ‑93 Mio € der kanadische Dollar und mit 31 Mio € der Euro (Vj. mit 313 Mio € der mexikanische Peso, mit 227 Mio € der philippinische Peso und mit ‑82 Mio € der kanadische Dollar). Diese Währungsrisiken werden in der Regel durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, insbesondere durch Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Zins-Währungsswaps, abgesichert. Eine Anwendung von Hedge Accounting für entsprechend abgeschlossene Sicherungsgeschäfte erfolgte im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht.

Sicherung finanzieller Fremdwährungsrisiken ohne Anwendung von Hedge Accounting Zum 31. Dezember 2025 bestehen derivative Finanzinstrumente zur Absicherung finanzieller Fremdwährungsrisiken aus konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten. Für diese erfolgt keine Anwendung von Hedge Accounting und damit eine Zuordnung zur Bewertungskategorie FVPL. Entsprechende Devisentermingeschäfte und Devisenswaps werden zum 31. Dezember 2025 mit einem aktiven Betrag von 2 Mio € (Vj. 5 Mio €) sowie einem passiven Betrag von 5 Mio € (Vj. 29 Mio €) ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2025 beträgt das Nominalvolumen 546 Mio € (Vj. 1.008 Mio €).

Sicherung finanzieller Fremdwährungsrisiken (Net Investment Hedges)

Der Continental-Konzern hat bis August 2017 Absicherungen von Netto-Investitionen in ausländische Geschäftsbetriebe vorgenommen. Aufgrund der Entscheidung, die in der Rücklage für Währungsumrechnung im Eigenkapital kumulierten Währungseffekte aus der Netto-Investition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sowie aus den designierten Sicherungsgeschäften erst bei einer Veräußerung oder Liquidation des ausländischen Geschäftsbetriebs in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern, verblieben aus den Grundgeschäften 5 Mio € (Vj. 20 Mio €) in der Rücklage für Währungsumrechnung im Eigenkapital. Da ein Teil der ausländischen Geschäftsbetriebe im Rahmen der Abspaltung der ehemaligen Segmente Automotive und Contract Manufacturing im Berichtsjahr ausgegliedert wurde, wurden in der Eigenkapitalrücklage kumulierte Währungseffekte von 15 Mio € (Vj. 0 Mio €) in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Translationsbezogene Fremdwährungsrisiken

Viele Konzerngesellschaften befinden sich außerhalb des Euro-Währungsraums. Da die Berichtswährung im Konzernabschluss der Continental AG der Euro ist, werden die Abschlüsse dieser Gesellschaften in Euro umgerechnet. Im Hinblick auf das Risikomanagement von translationsbezogenen Fremdwährungseffekten wird unterstellt, dass Investitionen in ausländische Gesellschaften grundsätzlich auf Dauer angelegt sind und die Ergebnisse reinvestiert werden. Translationsbezogene Auswirkungen, die entstehen, wenn sich der Wert der Netto-Vermögenspositionen umgerechnet in Euro aufgrund von Wechselkursschwankungen ändert, werden im Eigenkapital des Konzernabschlusses erfasst und grundsätzlich nicht gesichert.

Sensitivitätsanalyse

IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben, verlangt mittels Sensitivitätsanalyse eine Darstellung der Auswirkungen hypothetischer Änderungen von Wechselkursen auf Ergebnis und Eigenkapital. Die Änderungen der Währungskurse werden im Continental-Konzern auf den Bestand aller Finanzinstrumente einschließlich der Effekte von Sicherungsgeschäften am Abschlussstichtag bezogen. Erwartete Transaktionen und translationsbezogene Fremdwährungsrisiken werden nicht in die Sensitivitätsanalyse einbezogen. Die Sensitivitäten werden ermittelt, indem für die Finanzinstrumente, die von funktionalen Währungen abweichende Transaktionswährungen aufweisen, eine zehnprozentige Auf- bzw. Abwertung der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften gegenüber den identifizierten abweichenden Transaktionswährungen unterstellt wird. Für Sicherungsgeschäfte wird eine Bewertung auf Basis einer zehnprozentigen Veränderung der zugrunde liegenden Termin- bzw. Spotkurse aus Sicht der lokalen Währung der sichernden Konzerngesellschaft zugrunde gelegt.

Die nachfolgende Übersicht zeigt den nach dieser Systematik berechneten Gesamteffekt sowie die Einzeleffekte aus den wesentlichen Transaktionswährungen Euro und US-Dollar vor Ertragsteuern auf das Konzernergebnis. Wie im Vorjahr resultiert nach dieser Systematik kein Effekt auf das Eigenkapital.

 

Lokale Währung +10 %

Lokale Währung –10 %

Mio €

2025

2024

2025

2024

Gesamt

–110

169

110

–169

davon EUR

–51

106

51

–106

davon USD

–23

–23

23

23

3. Zinsmanagement

Aus variablen Zinsvereinbarungen sowie grundsätzlich aus Finanz-instrumenten mit kurzfristigen Laufzeiten resultiert das Risiko steigender Zinsen bei finanziellen verzinslichen Verbindlichkeiten bzw. fallender Zinsen bei finanziellen verzinslichen Anlagen. Diese Zinsrisiken werden im Rahmen des Zinsmanagements u. a. auf Basis einer kontinuierlichen Überwachung der langfristigen und kurzfristigen aktuellen und erwarteten Zinsentwicklungen bewertet, eingeschätzt und bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Zinssicherungsinstrumenten gesteuert. Gegenstand dieser Steuerung sind die zinstragenden Netto-Finanzschulden des Konzerns auf Stichtagsbasis. Zinssicherungsgeschäfte dienen ausschließlich der Steuerung der identifizierten Zinsänderungsrisiken. Einmal im Jahr wird eine Bandbreite für den angestrebten Anteil der festverzinsten im Verhältnis zu den gesamten Brutto-Finanzschulden bestimmt. Zum 31. Dezember 2025 bestehen wie im Vorjahr keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsrisiken. Ein Risiko aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts längerfristiger finanzieller Verbindlichkeiten durch Veränderungen von Festzinsen am Kapitalmarkt besteht für den Konzern nicht, da die Kapitalgeber daraus kein Recht auf vorzeitige Rückzahlung geltend machen können und die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt.

Zinsrisiken

Das Profil der den Netto-Finanzschulden zugeordneten verzinslichen Finanzinstrumente unter Berücksichtigung der Wirkung von derivativen Finanzinstrumenten des Continental-Konzerns, ohne Einbeziehung der zur Veräußerungsgruppe OESL gehörenden Posten stellt sich wie folgt dar:

Mio €

2025

2024

Festverzinsliche Instrumente

 

 

Finanzielle Vermögenswerte

44

82

Finanzielle Verbindlichkeiten

5.461

5.168

Variabel verzinsliche Instrumente

 

 

Finanzielle Vermögenswerte

1.626

3.110

Finanzielle Verbindlichkeiten

1.361

1.712

Fair-Value-Sensitivitätsanalyse

Gemäß IFRS 7 sind mittels Sensitivitätsanalyse Effekte aus Finanzinstrumenten durch die Änderung von Zinssätzen auf Ergebnis und Eigenkapital darzustellen. Im Jahr 2025 ergeben sich aus Veränderungen der Zinssätze um 100 Basispunkte wie im Vorjahr keine wesentlichen Effekte auf das Eigenkapital oder das Ergebnis.

Cashflow-Sensitivitätsanalyse

Die nachfolgende Tabelle zeigt auf Basis der Netto-Finanzschulden, d. h. ohne Einbeziehung der Veräußerungsgruppe OESL, welche Auswirkungen ein Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte bzw. ein Rückgang der Zinssätze um 100 Basispunkte auf das Finanzergebnis hervorgerufen hätte. Die Effekte ergäben sich im Wesentlichen aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten.
Die Auswirkungen wurden für einzelne Gruppen von Finanzinstrumenten unter Berücksichtigung von deren vertraglicher Gestaltung sowie auf Basis der voraussichtlichen Veränderung von anwendbaren Zins-sätzen dieser Finanzinstrumente in Abhängigkeit von Marktzinsveränderungen ermittelt. Die Analyse unterstellt wie im Vorjahr, dass alle weiteren Variablen, insbesondere die Wechselkurse, unverändert bleiben.

 

Anstieg Zinsen +100 Basispunkte

Rückgang Zinsen –100 Basispunkte

Mio €

2025

2024

2025

2024

Gesamt

3

14

–3

–14

davon EUR

–10

–9

10

9

davon CNY

5

5

–5

–5

davon USD

1

8

–1

–8

davon GBP

1

–1

–1

1

davon BRL

1

2

–1

–2

4. Liquiditätsrisiken

Für das operative Geschäft der Konzerngesellschaften ist eine kostengünstige und ausreichende Deckung des Finanzbedarfs erforderlich. Das zentrale Cash Management nimmt daher eine rollierende Liquiditätsvorschau vor. Diese beinhaltet zum einen eine kurzfristige, auf die jeweiligen folgenden Tage bezogene Detailplanung von Zahlungsmittelzu- und -abflüssen sowie eine langfristige Berechnung von Forecast-Daten auf Basis eines modellbasierten Verfahrens zur Zeitreihenanalyse und -prognose. Diese wird ergänzt um aktuelle Informationen.

Verschiedene am Markt verfügbare Finanzierungsinstrumente werden zur Deckung des Finanzbedarfs eingesetzt. Diese setzen sich im Einzelnen aus Tages- und Termingeldaufnahmen, der Emission von Commercial Paper, der Nutzung von Forderungsverkaufsprogrammen sowie dem syndizierten Kredit mit einem zugesagten Volumen von nominal 2.500 Mio € (Vj. 4.000 Mio €) und weiteren bilateralen Krediten zusammen. Darüber hinaus sind rund 68 % (Vj. 56 %) der Brutto-Finanzschulden über den Kapitalmarkt in Form von langfristigen Anleihen finanziert. Investitionen der Konzerngesellschaften werden überwiegend durch Eigenkapital und Darlehen von Banken oder Konzernunternehmen finanziert. Gleichzeitig bestehen Cash-Pooling-Vereinbarungen mit Konzerngesellschaften, soweit dies im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll ist. Sollten bestimmte Ereignisse zu einem unerwarteten Finanzbedarf führen, kann der Continental-Konzern auf vorhandene flüssige Mittel und auf feste Kreditzusagen von Banken zurückgreifen. Zur Erläuterung vorhandener flüssiger Mittel wird auf Kapitel 23 verwiesen, zur Erläuterung der bestehenden genutzten und ungenutzten Kreditzusagen auf Kapitel 30. Um Risiken hinsichtlich der Verfügbarkeit vorhandener flüssiger Mittel und verzinslicher Anlagen zu minimieren, bestehen insbesondere Anlagelimite, die in diesem Kapitel im Unterabschnitt Ausfallrisiken für Flüssige Mittel sowie derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen erläutert werden.

Aus den finanziellen Verbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 9.203 Mio € (Vj. 13.496 Mio €), ohne Einbeziehung der zur Veräußerungsgruppe OESL gehörenden Posten, entstehen in den nächsten fünf Jahren und danach die folgenden undiskontierten Zahlungsmittelabflüsse:

31.12.2025/Mio €

2026

2027

2028

2029

2030

danach

Gesamt

Sonstige Finanzschulden inkl. Zinszahlungen

1.997

1.655

1.608

1.254

2

3

6.519

Derivative Finanzinstrumente mit Brutto-Ausgleich - Zahlungsmittelabflüsse

398

398

Derivative Finanzinstrumente mit Brutto-Ausgleich - Zahlungsmittelzuflüsse

–393

–393

Derivative Finanzinstrumente mit Netto-Ausgleich

0

0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2.349

2.349

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

736

1

0

0

0

7

745

31.12.2024/Mio €

2025

2026

2027

2028

2029

danach

Gesamt

Sonstige Finanzschulden inkl. Zinszahlungen

2.533

857

1.211

814

633

4

6.052

Derivative Finanzinstrumente mit Brutto-Ausgleich - Zahlungsmittelabflüsse

858

858

Derivative Finanzinstrumente mit Brutto-Ausgleich - Zahlungsmittelzuflüsse

–827

–827

Derivative Finanzinstrumente mit Netto-Ausgleich

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

6.471

6.471

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

1.250

1

0

0

0

8

1.260

Bei der Analyse wurden Fremdwährungsbeträge mit den zum Stichtag aktuellen Kassakursen in Euro umgerechnet. Für variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente sowie für variable Zinszahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten werden grundsätzlich die zukünftigen Zinszahlungsströme unter Anwendung der zuletzt vertraglich fixierten Zinssätze prognostiziert. Die Analyse enthält ausschließlich Zahlungsmittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten. Für derivative Finanzinstrumente, die zum Stichtag einen negativen beizulegenden Zeitwert aufweisen, werden bei vertraglich festgelegtem Netto-Ausgleich die undiskontierten Netto-Zahlungen ausgewiesen, bei vertraglich festgelegtem Brutto-Ausgleich werden die undiskontierten Ein- und Auszahlungen getrennt dargestellt. Zahlungsmittelzuflüsse aus finanziellen Vermögenswerten wurden nicht berücksichtigt.

Supplier-Financing-Programme

Im Continental-Konzern bestehen einige Supplier-Financing- Programme. Siehe hierzu die Erläuterungen in Kapitel 33 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Rahmen dieser Programme wird Lieferanten die Möglichkeit geboten, sich über Finanzdienstleister vergünstigt flüssige Mittel vor Ablauf von Fälligkeiten im Rahmen von Zahlungszielen zu beschaffen. Die Zahlungsziele verbleiben dabei in einem branchenüblichen Rahmen für entsprechende Lieferverbindlichkeiten, sodass sich für Continental keine maßgeblichen Liquiditätsrisiken bei einer potenziellen Beendigung dieser Programme ergeben.

Saldierung von Finanzinstrumenten

Die Continental AG schließt Geschäfte in Form von derivativen Finanzinstrumenten auf Basis des Deutschen Rahmenvertrags für Finanztermingeschäfte ab. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Beträge, die gemäß solchen Vereinbarungen von jeder Gegenpartei an demselben Tag im Hinblick auf alle ausstehenden Transaktionen in der gleichen Währung geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammenzufassen, der von einer Partei an die andere zu zahlen ist.

Der Deutsche Rahmenvertrag erfüllt nicht die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz. Dies liegt daran, dass die Continental AG zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat. Das Recht auf eine Saldierung ist ausweislich der Regelungen des Deutschen Rahmenvertrags nur beim Eintritt künftiger Ereignisse, wie z. B. bei Insolvenz oder bei einem Zahlungsverzug einer Vertragspartei, durchsetzbar. In diesen Fällen werden alle ausstehenden Transaktionen unter der Vereinbarung beendet, wird der beizulegende Zeitwert zur Beendigung ermittelt und ist nur ein einziger Nettobetrag zum Ausgleich aller Transaktionen zu zahlen.

Es bestehen bei zwei brasilianischen Konzerngesellschaften (Vj. eine brasilianische Konzerngesellschaft) lokale Rahmenvereinbarungen, auf deren Basis diese Gesellschaften derivative Finanzinstrumente abgeschlossen haben. Diese Vereinbarungen erfüllen ebenfalls nicht die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte der erfassten freistehenden derivativen Finanzinstrumente, deren Saldierung in der Bilanz sowie das etwaige Potenzial, das sich aus den genannten Vereinbarungen unter der Bedingung des Eintritts bestimmter zukünftiger Ereignisse ergibt.

Zusätzlich hat die Vertragsanpassung eines bestehenden Cash Pools zwischen ausgewählten Konzerngesellschaften und einem Kreditinstitut im vierten Quartal 2025 dazu geführt, dass die Continental AG einen Rechtsanspruch auf die Saldierung der betreffenden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Verbindlichkeiten gegenüber diesem Kreditinstitut hat. Infolgedessen findet zum Stichtag des Berichtsjahres erstmals eine Saldierung gemäß IAS 32.42 statt. Weitere saldierungspflichtige Beträge lagen zum Stichtag des Berichts- und des Vorjahres nicht vor.

 

31.12.2025

31.12.2024

Mio €

Zahlungsmittel
und Zahlungs-mitteläquivalente

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Derivative
finanzielle
Vermögens-
werte

Derivative
finanzielle Verbindlich-
keiten

Zahlungsmittel
und Zahlungs-mitteläquivalente

Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten

Derivative
finanzielle Vermögens-
werte

Derivative
finanzielle Verbindlich-
keiten

Bruttobetrag

485

484

3

5

5

29

Betreffende Finanzinstrumente, die saldiert wurden

484

484

Bilanzwerte

1

3

5

5

29

Betreffende Finanzinstrumente, die nicht saldiert wurden

1

1

3

3

Nettobetrag

1

2

4

2

26

32. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

 

31.12.2025

31.12.2024

Mio €

Kurzfristig

Langfristig

Kurzfristig

Langfristig

Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen

1

0

1

Verbindlichkeiten für Vertriebsaufwendungen

734

1.235

Übrige finanzielle Verbindlichkeiten

2

6

14

7

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

736

7

1.249

8

Die Verbindlichkeiten für Vertriebsaufwendungen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Bonusvereinbarungen mit Kunden sowie gewährte, abgegrenzte Preisnachlässe.

33. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 2.349 Mio € (Vj. 6.471 Mio €). Die Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Der Gesamtbetrag ist innerhalb eines Jahres fällig.

Bezüglich des Liquiditätsrisikos, des Währungsrisikos und der Sensitivitätsanalyse für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf Kapitel 31.

Im Continental-Konzern bestehen einige Supplier-Financing-Programme. Lieferverbindlichkeiten, die unter diese Programme fallen, verbleiben jedoch auch bei Vorfinanzierung durch ein Finanzinstitut an Lieferanten im Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, da der Charakter und die Funktion der Lieferverbindlichkeiten durch die Programme nicht wesentlich verändert werden (keine wesentliche Modifikation). Aus diesem Grund und aufgrund der weiterhin branchenüblichen Zahlungsziele für Verbindlichkeiten unter diesen Programmen ergibt sich ferner kein Einfluss auf die Kapitalflussrechnung des Konzerns.

Zum 31. Dezember 2025 wurden insgesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 38 Mio € im Konzern bilanziert, die auf die genannten Programme entfallen. Continental hat keine Information über die tatsächliche Höhe der Vorfinanzierung. Es besteht die Annahme, dass das gesamte Volumen der Verbindlichkeiten an Lieferanten vorfinanziert wurde. Die Zahlungsziele der Lieferverbindlichkeiten unter den genannten Programmen sind im Wesentlichen vergleichbar mit anderen Lieferverbindlichkeiten betreffender Gesellschaften des Continental-Konzerns.

34. Sonstige Verbindlichkeiten

 

31.12.2025

31.12.2024

Mio €

Kurzfristig

Langfristig

Kurzfristig

Langfristig

Umsatz- und sonstige Steuerverbindlichkeiten

148

302

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

0

2

21

15

Übrige Verbindlichkeiten1

202

4

356

8

Sonstige Verbindlichkeiten

351

7

679

23

1 In den übrigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Überzahlungen von Kunden sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen enthalten. Wir verweisen auf Kapitel 41.

35. Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten

Im ehemaligen Segment Automotive wurden im Berichtsjahr Verbindlichkeiten in Höhe von 59 Mio € in die zur Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten umgegliedert, die mit der Abspaltung abgegangen sind. Hierzu verweisen wir auf Kapitel 6.

Die zur Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich aus den Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe OESL und gliedern sich wie folgt:

Mio €

31.12.2025

Leistungen an Arbeitnehmer

239

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

178

Rückstellungen

127

Sonstige Verbindlichkeiten

69

Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten

613